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Samstag, 21. April 2018 28° 2

Interview

Die Kirchenmusik ist an erster Stelle

Reinhard Langer, einstiger Domspatz, leitet den Oberndorfer Singkreis, dem nunmehr 18 Sängerinnen und Sänger angehören.
Von Gabi Hueber-Lutz

  • Der Oberndorfer Singkreis ist in erster Linie ein katholischer Kirchenchor. Fotos: Hueber-Lutz
  • Reinhard Langer Foto: Hueber-Lutz

Bad Abbach.. Der Oberndorfer Singkreis ist 25 Jahre alt geworden.

Wie würden Sie, Herr Langer, den Chor charakterisieren?

Wir sind in erster Linie ein katholischer Kirchenchor, der zu den kirchlichen Festen singt. Wir sind mit klassischem Chorgesang und Liedern unterwegs. Das mag ich und das mögen die Sängerinnen und Sänger. Manchmal treten wir aber auch bei weltlichen Festen auf. Aber das Hauptaugenmerk liegt auf der Kirchenmusik.

Wie sieht es mit Nachwuchs aus?

Schwierig – die klassische Richtung ist bei Jugendlichen nicht so gefragt. Wir haben jetzt 18 Chormitglieder. Es waren aber auch schon mal 25 Sängerinnen und Sänger. 18 ist für einen Chor wie den unseren durchaus eine vernünftige Zahl – wenn alle da sind. Schwierig wird es, wenn welche fehlen.

Was für Leute sind im Chor?

Ach, das ist ganz gemischt. Verschiedene Generationen, verschiedene berufliche Hintergründe. Das Wesentliche ist, dass man Spaß am Singen hat, dann fügt sich das auch gut zusammen.

Herrscht bei Ihnen im Chor Mitbestimmung über die Auswahl der Stücke?

Die Richtung ist ja sowieso klar bei uns. Wenn, dann geht es mal darum, dass manche Stücke als zu schwer empfunden werden. Die Chormitglieder glauben vielleicht, dass sie ein Stück nicht schaffen, weil sie ja allesamt Laien sind. Aber bis jetzt haben wir alles geschafft, und ich wähle ja auch nichts Abgehobenes aus.

Eine gewisse Musikalität sollte man schon mitbringen?

Natürlich. Es gibt aber durchaus Leute im Chor, die nicht vom Blatt singen können, aber da macht es dann die Übung. Da man immer in der Gemeinschaft singt, funktioniert das gut. Es sind ja in keinem Chor nur Solisten.

Wäre das denn wünschenswert?

Nein, auf keinen Fall. Das Ziel eines Chores ist ja der gute Gemeinschaftsklang. Es soll keiner herausragen. Auch gute Solisten fügen sich so in einen Chor ein, dass sie nicht tonangebend sind.

Sie sind Architekt und haben nicht Musik studiert. Was qualifiziert Sie zum Chorleiter?

Meine Ausbildung bei den Domspatzen. Dort lernt man die Technik des Singens. Das Dirigieren schaut man sich auch ab. Bei mir war es Domkapellmeister Georg Ratzinger, von dem ich gelernt habe. Und dann kommt noch die eigene Interpretation der Musik hinzu.

Wie beurteilen Sie die Bad Abbacher Chorszene?

Wir haben relativ viele Chöre in der Gemeinde. Das zeigt sich ja auch immer beim ökumenischen Adventssingen. Sie sind unterschiedlich ausgerichtet, da gibt es die verschiedensten Strömungen. Abbach verträgt diese Vielfalt sehr gut.

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