MyMz
Anzeige

Programm

Die rollende Theaterbühne

Das Kulturmobil des Bezirks tourt im Sommer auch durch den Kreis Kelheim. Riedenburg und Abensberg sind diesmal Stationen.

  • Beim Konzeptionsgespräch stellten die Akteure die Theaterstücke, das Musikkonzept, Bühnen- und Kostümbilder sowie die Tourneeplanung vor: (v.l.n.r.) Martin Kubetz (Musik), Mona Hapke (Kostüme), Gerhard Schuller (Bühnentechnik), Intendant Dr. Maximilian Seefelder, Günther Brendel (Bühnenbild), Bezirksrätin Martina Hammerl, Stephanie Griebl (Tourneeleitung und Requisite), Christoph Goldstein (Regieassistenz) und Karin Stempfhuber-Herde (Tourneeorganisation). Foto: Sabine Bäter/Bezirk Niederbayern
  • Im Sommer 2018 tourt das Kulturmobil des Bezirks zum 21. Mal durch Niederbayern und klappt seine Bühne in 30 Gemeinden auf. Foto: Harry Zdera

Riedenburg.In früheren Jahrhunderten zogen fahrende Schauspieler per Pferdewagen übers Land. Diese Form des mobilen Theaters, das direkt zu den Leuten kommt, hat der Bezirk Niederbayern 1998 mit Kulturmobil wieder aufgenommen. In moderner Form. Es wurde ein Lkw mit Kastenaufbau angeschafft. Aus diesem lässt sich eine Bühne ausklappen. Von dort spielt eine Schauspielertruppe Stücke in Dörfern, Städten und Gemeinden.

Termine: 22. Juli und 18. August

Auch 2018 geht das Kulturmobil auf Sommertour. „Die Abenteuer von Tom und Huck“ sowie „Tartuffe, der Scheinheilige“ stehen diesmal auf dem Programm. Stationen sind Riedenburg am Samstag, 18. August, und bereits am 22. Juli Abensberg.

Die Erwachsenen erwartet das Bühnenstück „Tartuffe, der Scheinheilige“ – nach der Komödie von Jean Baptiste Molière. Die Kinder „Die Abenteuer von Tom und Huck“ auf Tournee.

„Toi, Toi, Toi für großartiges Theater unterm niederbayerischen Himmel. Ich freue mich sehr auf die Aufführungen in diesem Jahr.“ Mit diesen Worten und den besten Wünschen für die 21. Kulturmobil-Sommertournee hat Bezirksrätin Martina Hammerl die Akteure in die heiße Phase der Vorbereitungen geschickt.

Seit Mitte April laufen auf der Lkw-Bühne im Agrarbildungszentrum in Landshut-Schönbrunn die Proben. Die Premiere geht am 9. Juni in Kumhausen im Landkreis Landshut über die Bühne. 60 Vorstellungen in 30 Orten in ganz Niederbayern stehen anschließend auf dem Programm. Gespielt wird auf idyllischen Dorf- und Marktplätzen, in Parks und an anderen zentralen Plätzen in den Gemeinden.

Einige Gemeinden sind erstmals dabei wie beispielsweise Perlesreut (Landkreis Freyung-Grafenau) oder nach mehr als 15-jähriger Pause wie zum Beispiel Ergolding (Landkreis Landshut). Der Eintritt ist für die Bürger auch in diesem Jahr frei. Der Tourneeabschluss wird am 2. September im niederbayerischen Neufahrn stattfinden.

Die „Abenteuer von Tom und Huck“, die jeweils um 17 Uhr auf dem Programm stehen, sind Erwachsenen genauso bekannt wie Kindern und Jugendlichen. Der Roman von Mark Twain ist bereits vielfach dramatisiert und verfilmt worden. Für das Kulturmobil 2018 hat der bekannte Schauspieler und Regisseur Moritz Katzmair eine eigene Theaterfassung erarbeitet.

Er will dabei auch die Kinder aus dem Publikum mit einbeziehen, ihre Phantasie anregen und „Lust darauf machen, Abenteuer in der Natur zu erleben.“ Freundschaft, die Liebe zur Heimat und die Menschlichkeit stehen dabei im Mittelpunkt.

Einst ein echtes Skandalstück

Um 20 Uhr wird „Tartuffe, der Scheinheilige“ aufgeführt, in der Bearbeitung des bekannten niederbayerischen Regisseurs Sebastian Goller. Mit „Tartuffe“ kommt nicht nur das gefährlichste Stück Molieres auf die Bühne, sondern auch sein stärkstes. Die erste Version von Molière löste aufgrund ihrer drastischen Kritik am Heuchlertum einen Theaterskandal aus, der zum Verbot der ersten und einer zweiten Fassung des Stücks führte.

Erst eine dritte Version entging der damaligen Zensur und bildet die Basis für die Kulturmobil-Inszenierung. Die Geschehnisse werden von Regisseur Goller in das ländliche Bayern des Jahres 1920 gelegt: „Durch den Dialekt und der Verortung des Stücks nach Niederbayern schaffen wir eine Brücke zu unseren Zuschauern“, so Goller.

Die Musik und die Lieder komponiert für beide Stücke der in Regensburg lebende Niederbayer Martin Kubetz. Ebenfalls für beide Inszenierungen entwirft Günther Brendel das Bühnenbild; er ist ebenso wie Martin Kubetz bereits zum wiederholten Male dabei.

Neu im Team ist Mona Hapke, die für beide Stücke die Kostüme kreiert. Ebenfalls neu sind als Regieassistent der Landshuter Christoph Goldstein und die in Zwiesel lebende Stephanie Griebl, die für die Tourneeleitung und die Requisite verantwortlich ist und bisher bei „Dahoam is Dahoam“ tätig war. Bereits zum 21. Mal ist Gerhard Schuller mit dabei, der die Bühnentechnik betreut – und damit genauso lange wie Intendant Dr. Maximilian Seefelder, der das Kulturmobil seit 1998 leitet.

Mehr Aktuelles aus Riedenburg lesen Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht