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Freude

Die Schulfamilie feiert gewaltig

Nach zwei Jahren harter Arbeit ist die Grundschule in Offenstetten größer geworden. Jetzt gab es deshalb eine große Party.
Von Wolfgang Abeltshauser

Die Kinder zeigten den Baustellenrapp.Fotos: Abeltshauser
Die Kinder zeigten den Baustellenrapp.Fotos: Abeltshauser

Abensberg..Die Grundschüler sangen für ihre Gäste: „Wer strahlende Augen will sehen, der muss zur Grundschule Offenstetten gehen.“ Damit war alles gesagt. Nach zwei Jahren, in denen die Einrichtung einer Großbaustelle glich, sind die Arbeiter abgezogen. Es gibt mehr Klassenzimmer und Platz genügend für die Ganztagsschule. Die Schulfamilie lud ein, das gehörig zu feiern. Pfarrer Wolfgang Schierlinger segnete die neuen Räume. Es gab einen Festakt in der Turnhalle, danach ein Schulfest auf dem gesamten Gelände.

Symbolisch gab es von Norbert Raith für Bürgermeister und Schulleiterin den Schlüssel.
Symbolisch gab es von Norbert Raith für Bürgermeister und Schulleiterin den Schlüssel.

Dabei hatte vor Jahren alles noch anders ausgesehen. Bürgermeister Dr. Uwe Brandl erinnerte daran, dass früherer Politiker in Abensberg eigentlich davon ausgegangen waren, die Schule könne wohl nicht überleben, weil sie schlichtweg zu wenig Kinder besuchen würden.

Das hat sich längst ins Gegenteil gekehrt. „Es ist wichtig, dass die Schule größer geworden ist“, betonte Schulrätin Nicola Moritz-Holzapfel. Gebe es in ihr doch einige interessante Projekte, für die eine sinnvolle Ausstattung notwendig ist. So habe die Einrichtung eine digitale Note. Sie ist multilingual – also mehrsprachig. Weshalb davor der Bürgermeister die Festgemeinde nicht nur auf deutsch willkommen geheißen hatte – sondern auch noch auf Italienisch und Englisch. Und selbstverständlich: Es gibt einen erfolgreichen gebundenen Ganztagsunterricht.

Lob für Schüler und Lehrer

Die Kinder hatten in mehreren Auftritten auf der Bühne den Erwachsenen gezeigt, dass sie sich wohlfühlen in ihrer Schule. Und so stellte die Schulrätin zufrieden fest: „Wenn es Euch gefällt, wissen wir, dass wir es gut gemacht haben.“ Dazu gab es ein gehöriges Lob von ihr in Richtung Schulfamilie. Sei sie doch öfter während der Bauzeit zu Besuch gewesen. Nie hätte man Kindern und Erwachsenen angemerkt, dass sie direkt neben einer großen Baustelle lernen und arbeiten. Die Geduld von Lehrern und Schülern sei schon bemerkenswert gewesen.

Planungen starteten 2015

Wobei Planer Norbert Raith mit einem Lächeln im Gesicht anfügte: Sicherlich seien für die Kinder die großen Baumaschinen das eine oder andere Mal wohl interessanter gewesen als der Unterricht. Der Baufachmann blickte zurück auf die Maßnahme. Erste Planungen haben im Jahr 2015 begonnen. Als der zuständige Baufachmann im Rathaus Gerhard Rölz ihm gesagt hatte: „Die Schule ist schon wieder zu klein.“ Dabei war sie doch erst wenige Jahre zuvor erweitert worden. Also nahm Raith den Bleistift wieder in die Hand.

Nach dem Festakt gab es Geschenke von den Kindern für die Gäste.
Nach dem Festakt gab es Geschenke von den Kindern für die Gäste.

Zuerst habe man an ein weiteres Stockwerk gedacht, diese Idee aber wieder verworfen. Es gab einen Anbau. Die Schule wurde nicht nur größer, sondern auch moderner. So ist sie jetzt richtig barrierefrei. Die Arbeiter sanierten dort, wo das nötig war. „Die Toiletten waren teilweise 40 Jahre alt“, gab Raith ein Beispiel. Der nach seinen Worten Bürgermeister Dr. Uwe Brandl und Schulleiterin Liane Köppl symbolisch den Schlüssel überreichte.

Schnell am Rande ihrer Kapazitäten sind die Parkplätze. Das war bei dem Fest, das viele Eltern besuchten, gut zu beobachten. So kommt diese Ankündigung des Bürgermeisters gerade recht: „Wir planen den Bau einer Tiefgarage mit 60 Plätzen.“ Er betonte, dass dies sehr wohl ernst gemeint sei. Er hoffe durchaus auf Fördergelder – und sprach Richtung neuer Landesregierung in München: „Ich bedanke mich schon mal dafür beim neune Kabinett.“

Kinder standen im Mittelpunkt

Aber die Reden der Erwachsenen waren nur ein Teil des Festes. Danach standen die Kinder im Mittelpunkt. Beim Schulfest hatten sie sich jede Menge Aktionen für ihre Gäste ausgedacht. Und die Eltern konnten sich in aller Ruhe in den neuen Räumen der Schule umschauen.

Ein Betreuungszentrum in Offenstetten

  • Krippe:

    Im Bereich der Schule ist in den vergangenen Jahren ein wahres Betreuungszentrum für kleine Abensberger entstanden. Praktisch gleichzeitig liefen die Arbeiten an der neuen Kinderkrippe ab. Die hat im September den Betrieb aufgenommen.

  • Kindergarten:

    Außerdem liegt der Offenstettener Kindergarten in der direkten Nachbarschaft. Ihn betreibt die katholische Kirche. (wo)

In vielen Klassenzimmern war etwas zu erleben. Da ging es zurück in die Steinzeit. Es wurde musiziert und gebastelt. Die Kinder zeigten, was sie in Mathematik so alles d‘rauf haben – aber auch auf dem Sportplatz. Es ging um Roboter und Abenteuer, aber auch um’s Lesen und Schreiben. Schon während des Festakts in der Turnhalle hatten die Kleinen die Großen gut unterhalten. Ihre Auftritte auf der Bühne erhielten viel Applaus.

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