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Kommunalpolitik

Dieser Kraftakt hat sich gelohnt

Riedenburgs CSU geht aus einem finanziell wie personell aufwendigen Wahlkampf gestärkt hervor. Bürgermeister sieht den Stadtrat als „Kollegialorgan“.
Von Petra Kolbinger

Wolfgang Langer (li.) und Siegfried Lösch (re.) übergaben Stadtpfarrer Karl-Heinz Memmingerden Spendenscheck. Foto: Kolbinger

Riedenburg. Rund 20 Christsoziale hörten bei der Jahreshauptversammlung der CSU am Montagabend im Gasthof Zur Post den Rechenschaftsbericht ihres Ortsvorsitzenden und frisch gebackenen ersten Bürgermeister der Dreiburgenstadt, Siegfried Lösch. Der ließ ein Jahr Revue passieren, das vor allem geprägt war von einem“sehr intensiven“ und, wie der spätere Tätigkeitsbericht von Kassier Maximilian Sedlmeier erahnen ließ, auch kostspieligen Kommunalwahlkampf.

Ein Aufwand jedoch, der sich in jeder Hinsicht gelohnt habe. Lösch bemühte die Statistik: mit 69,86 Prozent habe er das beste Stimmergebnis aller Bürgermeisterkandidaten, die einen Gegenkandidaten hatten, eingefahren und sei mit 36 Jahren jüngster erster Bürgermeister im Landkreis Kelheim geworden. Darüber hinaus sei die CSU stärkste Fraktion geworden. Neben dem ersten, stelle die CSU mit Wolfgang Langer auch den dritten Bürgermeister, sei jüngste Fraktion und habe den Generationenwechsel auch hinsichtlich des Fraktionssprecher-Posten vollzogen, den Friedrich Riemhofer von Wolfgang Langer übernommen habe.

Lösch dankte noch einmal allen Mitstreitern, Weggefährten und Unterstützern und rief Passagen seiner Antrittsrede bei der ersten Sitzung des neu formierten Stadtrates in Erinnerung. Lösch hatte darin unmissverständlich klar gestellt, dass es in diesem Kollegialorgan weder Regierung noch Opposition gebe, sondern nur die gemeinsame Pflicht, für das Wohl der Großgemeinde und deren positive Entwicklung zu arbeiten. Dabei müsse alleine die Sache im Vordergrund stehen.

Daneben erinnerte Lösch an diverse gesellschaftliche und politische Termine, die in Einzelfällen auch Spenden in die Kasse des Ortsverbandes gespült hatten, wie etwa das Fastenessen. Am Montag durfte Stadtpfarrer Karl-Heinz Memminger einen Spendenscheck über 300 Euro für die Renovierung der Stadtpfarrkirche St. Johannes aus dieser Aktion entgegen nehmen. Zu den unbestrittenen Highlights habe auch der Besuch von Edmund Stoiber im Dezember in Buch gezählt, sagte Lösch. Erfreulich sei auch die Mitgliederentwicklung des Ortsverbandes, der jünger und weiblicher werde. Im Juni 2014 habe der 86 Mitglieder gezählt, bei einem Durchschnittsalter von 52 Jahren und einem Frauenanteil von 16, was fast 19 Prozent entspreche. Damit liege man im Mitgliederranking aller 25 Ortsverbände im Kreisverband auf Platz fünf und man hoffe auf 90 Mitglieder zum Jahresende.

In seinem Kassenbericht betonte Maximilian Sedlmeier, Lösch habe einen Großteil seines Wahlkampfes aus eigener Tasche finanziert. Er berichtete zwar von einem sinkenden Kassenstand, bedingt durch den Wahlkampf, prognostizierte aber eine positive Kassenentwicklung, die bereits eingesetzt habe. Ihm bescheinigte Bernhard Sandl eine einwandfreie Kassenführung. Die Entlastung erfolgte einstimmig.

Wolfgang Langer ging noch einmal auf die zentralen Themen ein, die die Arbeit des Stadtrates während seiner Ära als Fraktionssprecher geprägt hatten. Nach einem kurzen Referat des Landtagsabgeordneten und stellvertretenden Landrats, Martin Neumeyer, zu Fragen der aktuellen Landes- und Kreispolitik, konnte Lösch zu seiner Freude zwei Mitglieder des Ortsverbandes ehren. Josef Petz hatte unlängst seinen sechzigsten Geburtstag gefeiert und nahm hierfür die Glückwünsche des Ortsverbandes entgegen. Und Schriftführer Matthias Langer, bei dem die Fäden während des Wahlkampfes zusammen gelaufen seien und der hervorragende Arbeit geleistet habe, dankte Lösch mit einem kleinen Geschenk für seinen überragenden Einsatz.

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