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Region Kelheim
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Sitzung

Disput um Zuschuss für Kirche

Teugns Gemeinderat war sich uneins über die Finanzspritze zur Kirchensanierung. Aus dem „Handwerkerhof“ wird nichts.
Von Gabi Hueber-Lutz

Die Kirche in Teugn muss umfangreich saniert werden. Die Gemeinde gibt einen Zuschuss. Dessen Höhe ist noch umstritten. Foto: Hueber-Lutz
Die Kirche in Teugn muss umfangreich saniert werden. Die Gemeinde gibt einen Zuschuss. Dessen Höhe ist noch umstritten. Foto: Hueber-Lutz

Teugn. Zu einer ausführlichen Diskussion kam es am Montag in der Teugner Gemeinderatssitzung wegen des Zuschussantrags der Pfarrkirchenstiftung Teugn für die Renovierung der Dorfkirche. Gute 362000 Euro sind von der Bischöflichen Finanzkammer genehmigt für die Sanierung. Davon trägt die Pfarrgemeinde selber 60 Prozent. Dazu kommt, dass dieser Kostenrahmen sowieso nicht ganz einzuhalten ist. Jackermeier schlug zehn Prozent der Sanierungskosten als Zuschuss der Gemeinde vor, also 36 000 Euro. Die Kirche habe genug Geld, meinte Matthias Thaler. Da sie aber auch etwas für die Allgemeinheit tue, solle man pauschal 20 000 Euro spenden. Die Kirche sei das zentrale Gebäude in Teugn und zur Kirche sollte man stehen, war die Meinung von Matthias Blümel. Martin Eisenreich sah es genauso. Deshalb solle man die Kirche unterstützen, ob man sie nutzt oder nicht. Günter Schwank sah die Kirche auch als Mittelpunkt des Dorfes und war dafür, einen gewissen Anteil zu geben. Bernhard Merkl hatte ein Problem mit dem Antrag. „Die Kirche ist Millionen schwer“, sagte er. Auch Stefan Kürzl sah das so und sagte, er könne sich mit 15 000 Euro anfreunden.

Zuschuss, ja, aber ...

Dietmar Hausmann wandte ein, das Geld gehe nicht an die Diözese, sondern bleibe in Teugn. Die Gemeinde gebe ja auch Zuschüsse an Vereine, und die nutze auch nicht jeder. Wolfgang Schmidbauer, der auch in der Kirchenverwaltung ist, berichtete, dass die Pfarrgemeinde ein paar Jahre brauchen werde, bis sie mit den Sanierungskosten nachkomme. Fritz Zirngibl sah „das Unternehmen Kirche“ kritisch, plädierte aber für Unterstützung, weil die Teugner Kirche ein zentrales Monument sei. Kürzl schlug vor, es zu machen wie bei Vereinszuschüssen, nämlich sich erst die Kasse offen legen zu lassen. Man einigte sich ohne Gegenstimme darauf, Pfarrer Schubert zu signalisieren, dass er einen Zuschuss bekommt. Erst wolle man aber Zahlen sehen.

Aus dem geplanten Gewerbegebiet „Handwerkerhof“ im Osten der Gemeinde wird nichts. Der Teugner Gemeinderat entschied dies einstimmig bei seiner Sitzung am Montag, nachdem Geschäftsleiter Tobias Zeitler die Lage vorgetragen hatte. Der Boden war untersucht worden und es hatte sich herausgestellt, dass das Gelände einfach zu nass ist. Auch das Wasserwirtschaftsamt riet ab. Das Grundwasser reicht zum Teil bis an die Oberkante des Geländes.

Die Erschließung wäre zwar möglich gewesen, aber sehr teuer gekommen. Und auch künftige Bauherren hätten für ihre Gebäude tiefer in die Tasche greifen müssen. „Unwirtschaftlich“, urteilte auch Bürgermeister Manfred Jackermeier. Ein besonderer Dank der Verwaltung und des Gremiums ging in diesem Zusammenhang an Oswald Kaufmann, der bei der Aufstellung der Planung angeregt hatte, die Bodenuntersuchung an den Anfang des Verfahrens zu stellen, da er dieses Ergebnis bereits befürchtet hatte. Das habe einen Haufen Geld gespart, sagte Zeitler. Ohne Gegenstimmen verabschiedete das Gremium den Haushaltsplan für das laufende Jahr. Wie bereits berichtet hatte ihn Kämmerer Stefan Roithmayer in der letzten Sitzung schon ausführlich dargestellt. Erneut wurde dabei das Thema der Personalkosten bei der Kinderbetreuung angesprochen, das sich nach der Fertigstellung der Kinderkrippe ja noch ausweiten wird.

Teure Kinderbetreuung

Habe man früher 100 000 Euro zuschießen müssen, so seien es jetzt 350000 Euro, sagte Stefan Kürzl. Man müsse nun eine klare Richtung vorgeben und den Beitrag für die Eltern kontinuierlich erhöhen. Auch Martin Eisenreich befürwortete es, das Thema im Auge zu behalten, aber man habe letztes Jahr erst erhöht. Kürzl regte an, das zu dynamisieren und den Eltern bereits im Dezember zu sagen, welchen Beitrag sie im September dann zu zahlen haben. Bürgermeister Jackermeier sagte, man müsse sich darüber Gedanken machen, denn die Kinderbetreuung umfasse ein Drittel des Haushalts der Gemeinde. Für eine der nächsten Sitzungen wird nun eine Vorlage zu diesem Thema ausgearbeitet.

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