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Doline bereitet einige Probleme

Die angedachte Lösung ist nicht möglich. Nun überlegt man in Painten neu.
Von Renate Beck

Weil die Oberflächendoline (links) zu klein war, lief das Wasser bis zum Fensterrahmen.
Weil die Oberflächendoline (links) zu klein war, lief das Wasser bis zum Fensterrahmen. Foto: Renate Beck

Painten.Im Juni 2018 schossen bei einem Unwetter mit Starkregen extreme Wassermassen wie ein reißender Bach auf ein Grundstück im Paintner Ortsteil Maierhofen. Die hinter diesem Anwesen liegende Doline mit 11 000 Liter Fassungsvermögen lief über; das Wasser floss ins Haus und riss laut Bürgermeister Michael Raßhofer teilweise auch die Erde des Grundstücks mit.

In Folge dessen plante die Gemeinde ursprünglich einen Überlauf für diese Doline zu schaffen. „Ingenieurbüro Dotzer hat es begutachtet und erklärt“, so Bürgermeister Michael Raßhofer. Die angedachte Verrohrung für die dahinter liegende Doline ist nicht möglich. Nun wolle man mit dem privaten Grundstückseigentümer und dem Wasserwirtschaftsamt klären, ob es möglich ist, die Doline zu vergrößern. Auf der gegenüberliegenden Seite wurde vor Jahren eine Doline zugeschüttet. „Vielleicht könnte man diese wieder ausbaggern und als Überlauf nutzen“ mutmaßt Raßhofer bei der Vorstellung dieser Informationen in der jüngsten Marktratssitzung.

Um die jungen Bürger im Ort zu halten beschloss das Gremium einen Erlass einer Klarstellungs- und Ergänzungssatzung im Ortsteil Netzstall. Wie bereits in Maierhofen erfolgt können sich nun auch die Bewohner von Netzstall dazu äußern, wo zum Beispiel in den Garten oder in zweiter Reihe gebaut werden sollte. Die Grundstückseigentümer werden zu einer Veranstaltung eingeladen. Ein Termin dazu wurde noch nicht festgelegt. „In Maierhofen hat es ein Jahr gedauert. In Netzstall wollen wir schneller sein“ bekräftigt Raßhofer.

Im Hinblick auf das Bayerische Mobilfunk-Förderprogramm ist die Interessensbekundung und Markterkundung bereits erfolgt. Das Ergebnis: Eigenwirtschaftlich hat kein Mobilfunkanbieter Interesse. Nun klärt die Gemeinde, wo es die passenden Grundstücke dafür gibt, wo Masten sinnvoll sind, wo der Standort passt. Eine Bürgerbeteiligung soll klären, ob dies gewünscht wird oder nicht. Das unabhängige Beratungs- und Planungsbüro Breitbandberatung Bayern erhält den Auftrag für die Beratungsleistungen zu diesem Förderprogramm für den Ausbau der Mobilfunkversorgung, auch in den sogenannten „weißen Flecken“ der Gemeinden. Ziel ist es, die Mobilfunklücken zu schließen.

Bereits in der Juni-Sitzung wurden die aufeinandergestapelten Autos auf einem Grundstück in der Deuerlinger Straße kritisiert. Man befürchtete Gefahren von auslaufenden Flüssigkeiten. Die Fläche sei nicht versiegelt. Das Landratsamt untersagt die Handlung „aus wasserwirtschaftlichen Gründen“. Bis zum 31. Juni muss das Gelände laut Bürgermeister Raßhofer ausgeräumt sein.

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