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Politik

Dr. Markus Söder sagte kurzfristig ab

Ministerpräsident fuhr wegen Thüringen-Problematik nicht nach Riedenburg. Redner am Neujahrsempfang war Dr. Florian Herrmann.
von Benjamin Neumaier

Dr. Florian Herrmann (Leiter der Bayerischen Staatskanzlei) war Ersatzredner beim Neujahrsempfang der CSU Riedenburg und des CSU Kreisverbandes. Foto: Neumaier
Dr. Florian Herrmann (Leiter der Bayerischen Staatskanzlei) war Ersatzredner beim Neujahrsempfang der CSU Riedenburg und des CSU Kreisverbandes. Foto: Neumaier

Riedenburg.Dr. Florian Herrmann hatte einen undankbaren Job. Der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei war kurzfristig als Redner beim Neujahrsempfang des CSU Kreisverbandes Kelheim und des Ortsverbandes Riedenburg eingesprungen. Für Dr. Markus Söder. Der hatte knapp zwei Stunden vor Beginn der Veranstaltung abgesagt.

Die Enttäuschung, dass der Ministerpräsident nun doch nicht seine Aufwartung machte, war den mehr als 200 Gästen in Buch anzumerken. Söder ließ sich entschuldigen, weil er wegen des „Sündenfalls im Thüringer Landtag“ (O-Ton Herrmann) verhindert war.

Ein Heimspiel für Dr. Florian Herrmann

Dr. Florian Herrmann sagte kurzfristig zu. „Es ist ja ein Heimspiel“, sagte der gebürtige Ihrlersteiner, der für den Neujahrsempfang eine eigene Wahlveranstaltung in seinem Stimmkreis Freising absagte. „Der Landkreis Kelheim liegt mir am Herzen, es war klar, dass ich komme.“

Ministerpräsident Dr. Markus Söder sagte zwei Stunden vor Beginn des Neujahrsempfangs sein Kommen ab. Foto: Peter Kneffel/dpa
Ministerpräsident Dr. Markus Söder sagte zwei Stunden vor Beginn des Neujahrsempfangs sein Kommen ab. Foto: Peter Kneffel/dpa

Herrmann streifte in seiner Rede zahlreiche Themen, erläuterte anhand der Kriminalstatistik die hohe Sicherheit in Bayern, hielt ein kurzes Plädoyer für die EU, hob die Rolle des Ehrenamts heraus, würdigte die Freiwilligen Feuerwehren oder hielt der Landwirtschaft die Stange. „Die CSU macht eine Politik für die Bürger, ist in ihren Stimmkreisen ganz nahe dran und verwurzelt“, sagte er, nicht ohne zu verhehlen, „dass wir aber aufpassen müssen, als Politiker nahe an der Realität zu bleiben. Sonst verlieren wir die Bürger.“

Deshalb brauche es eine Politik von „Maß und Mitte“. Man dürfe sich „nicht in Ideologien vergehen oder in Theorie versteifen, sondern aus Wertvorstellungen seine Politik ableiten“, sagte Herrmann.

Respekt einfordern, Anstand vorleben

CSU-Kreisvorsitzender Martin Neumeyer bedankte sich bei Herrmann und nahm, wie der Leiter der Staatskanzlei, in seinen Schlussworten Bezug auf Thüringen: „Was da passiert ist, geht nicht. Daraus eine Hexenjagd zu machen oder jemand einen Blumenstrauß vor die Füße zu knallen, geht aber auch nicht. Wir fordern gegenüber Politikern Respekt ein, dann müssen wir Anstand vorleben“, schloss er die Veranstaltung.

Riedenburgs Bürgermeister Siegfried Lösch (r.) überreichte Präsente an Dr. Florian Herrmann. Foto: Neumaier
Riedenburgs Bürgermeister Siegfried Lösch (r.) überreichte Präsente an Dr. Florian Herrmann. Foto: Neumaier

Die hatte Riedenburgs Bürgermeister Siegfried Lösch eröffnet - indem er zig Auftritte Dr. Markus Söders in und um Riedenburg aufgezählt hatte: „Aber auf einen Ministerpräsidenten Söder müssen wir leider noch weiter warten“, sagte er.

Informationen rund um die Kommunalwahl im Landkreis Kelheim finden Sie hier

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