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Projekt

Düngung vom Weltall aus

Junglandwirt Simon Meier nutzt satellitengesteuerte Technik, um beim Ausbringen von Dünger das Grundwasser zu schonen.

Simon Meier erklärt die neue Technik.  Foto: Franz Stephan
Simon Meier erklärt die neue Technik. Foto: Franz Stephan

Riedenburg.Langfristiger Schutz des Grund- und Trinkwasser einerseits bei optimalen Getreideerträgen andererseits – diese Aufgabe ist für Landwirte nicht einfach zu lösen, die ihren Betrieb auf eine wirtschaftliche stabile Basis stellen möchten.

Neue Wege beim Einsatz von Dünger möchte daher der Junglandwirt Simon Meier gehen und das mit Hightech!

Im Rahmen seiner Meisterprüfung soll der Einsatz von modernster Agrartechnik mithelfen, den Dünger auf den Feldern so aus zu bringen, dass er möglichst vollständig von den Pflanzen aufgenommen wird und somit Auswaschungen und damit Stickstoffverluste in den Untergrund minimiert werden. Mit Hilfe satellitengestützter Ertragskarten der vergangenen Jahre und der Bodenkarte werden auf einer Ackerfläche die Bodenunterschiede und das mögliche Ertragspotenzial in einem engen Raster errechnet und in einer digitalen Karte exakt dargestellt. Diese Karte wird mit den Erfahrungswerten des Landwirtes abgestimmt.

Die Auswertung muss noch erfolgen

Die Verantwortlichen vor dem GPS-gesteuerten Streuer Foto: Franz Stephan
Die Verantwortlichen vor dem GPS-gesteuerten Streuer Foto: Franz Stephan

Das neue System ist so ausgeklügelt, dass der Dünger genau nach den Bodenverhältnissen und dem Wachstum der Pflanzen verteilt wird. Dazu braucht es einen GPS-gestützten speziellen Düngerstreuer mit einer hohen Verteilgenauigkeit.

Simon Meier hat neben Ackerflächen in einer Größenordnung von rund 17 Hektar auf einem Feld spezielle Versuchsvarianten angelegt, um diese dann auch genau auswerten zu können. Die Ernte ist bereits eingeholt, die genaue Auswertung muss noch folgen.

Dabei sollen Ertrag und Qualität auf den Teilflächen gegenübergestellt ermittelt und auch der Restnitratgehalt im Boden überprüft werden. Für Simon Meier und seinem Schwiegervater geht es dabei auch darum, genau festzustellen, ob sich durch diese Methode der Düngerausbringung Einsparungen ohne Ertragseinbußen erzielen lassen. Ziel ist zudem der Grundwasserschutz, der im Jurakarstgebiet von besonderer Bedeutung ist. Unterstützt wird dieses Projekt von der Regierung der Oberpfalz, der LEADER-Geschäftsstelle beim Landschaftspflegeverband VÖF und der Jachenhausener Wassergruppe.

Das Modellprojekt

  • Basis:

    Mit Hilfe satellitengestützter Ertragskarten der vergangenen Jahre und der Bodenkarte werden auf einer Ackerfläche die Bodenunterschiede und das Ertragspotenzial errechnet und in einer digitalen Karte exakt dargestellt.

  • Dosierung:

    Das neue System ist so ausgeklügelt, dass die Düngergaben dann genau nach den Bodenverhältnissen und dem Wachstum der Pflanzen erfolgen.

Viel Austausch unter den Landwirten

Um erste Erfahrungen auszutauschen und das weitere Vorgehen zu besprechen, trafen sich die Verantwortlichen vor Ort mit den Landwirten Josef Bögerl und Simon Meier. „Wir kennen die Anforderungen eines modernen Grund- und Trinkwasserschutz aber auch die Zwänge in der landwirtschaftlichen Produktion. Wir brauchen beides: Trinkwasserschutz für die nachfolgenden Generationen und eine ökonomisch nachhaltige Landwirtschaft. Modernste Technik hilft uns dabei und wir haben in diesem Projekt das Glück, dass motivierte Landwirte in diese Technik Zeit und Geld investieren und der fachliche Austausch stattfindet“, sagten Klaus Amann vom Landschaftspflegeverband VÖF und Fachberater Franz Knogler.

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