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Mittwoch, 20. Juni 2018 30° 2

Geschichte

Dunkle Kapitel in Abensberg

Reihe „Wie’s früher war ...“ – Unfälle und Katastrophen dieses Mal Themen bei der Veranstaltung am Samstag im Stadtmuseum.

Das Kuchlbauer-Anwesen am Stadtplatz fiel 1904 einem verheerenden Brand zum Opfer. Foto: Stadtmuseum Abensberg
Das Kuchlbauer-Anwesen am Stadtplatz fiel 1904 einem verheerenden Brand zum Opfer. Foto: Stadtmuseum Abensberg

Abensberg.Hiobsbotschaften und Schreckensbilder – sie sind und bleiben Bestandteil unseres Alltags. Was sich allerdings verändert hat, sind ihre Ausmaße. Das liegt einerseits an Faktoren wie der weiterentwickelten Technik, aber vor allem auch an den Möglichkeiten der medialen Verbreitung.

Zerstörerische Kräfte

Was sich nicht verändert hat, ist die Willkür, mit der das Unglück zuschlägt, heißt es in einer Pressemitteilung. Und so gibt es auch in der Geschichte Abensbergs dunkle Kapitel. Diese wird mit Interessierten zusammen im Zuge der nächsten Veranstaltung der Reihe „Wie’s früher war…“ beleuchtet.

Das Thema ist am 26. Mai: „Unfälle und Katastrophen“. Es fängt mit einem harmlosen Regen und einer leichten Brise an – und endet mitunter für ganze Gemeinden in einer Katastrophe mit ungeahnten Ausmaßen: Unwetter. Sie treffen teilweise mit, teilweise aber auch ohne Vorwarnung Bewohner und Behörden.

Doch es sind nicht nur natürliche Phänomene, die in der Vergangenheit mit zerstörerischer Kraft in und um Abensberg wüteten. Auch von Menschen herbeigeführte Unfälle können sich direkt oder durch die Verkettung einer Reihe unglücklicher Umstände zu Katastrophen ausdehnen. Der Kuchlbauer-Brand 1904 ist da sicherlich jedem ein Begriff!

Dazu kommen zahlreiche Auto- und Haushaltsunfälle, die auf den ersten Blick unspektakulär wirken – für die Betroffenen jedoch genauso folgenschwer sein können wie eine Hochwasserkatastrophe. Und selbst damit ist noch lange nicht alles abgedeckt, was sich in einer Stadt wie Abensberg Dramatisches ereignen kann. Und schnell sind darum schaurige Mythen entstanden, die sich über Generationen halten und durch häufiges Erzählen an Grausamkeit gewinnen – und auch diese werden Thema des der Veranstaltung am 26. Mai sein.

Über vergangene und jüngere Katastrophen wird Michael Weber, Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Abensberg, zu berichten wissen. Hautnah hat er sie miterlebt und kann durch diese Erfahrungen die Entwicklung von Ausmaßen und Hilfsmaßnahmen anschaulich beschreiben.

Fotos und Videos

Zudem hat Michael Weber die Einsätze „seiner“ Freiwilligen Feuerwehr Abensberg in zahlreichen Fotos und Videos dokumentiert und wird die Teilnehmer an der Veranstaltung gerne in Erzählungen und Vorführungen daran teilhaben lassen. Außerdem wird in den Archiven gestöbert und bisher noch nicht Gezeigtes oder vergessenes Bild- und Filmmaterial für die Teilnehmer bereitgehalten. Das Stadtmuseum Abensberg mit seinen ehrenamtlichen Helfern lädt zu der Veranstaltung am Samstag, 26. Mai, alle Interessierten ein. Beginn ist um 14.30 Uhr im Foyer des Herzogskastens Abensberg.

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