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Freude

Ein großer Tag für die Kleinsten

Jung und Alt feiern die Einweihung des neuen Kindergartens in Kelheimwinzer mit einem Überraschungsgast
Von Roland Kugler

Domkapitular Dr. Roland Batz segnete die Räume des neuen Kindergarten St. Elisabeth in Kelheimwinzer. Fotos: Roland Kugler
Domkapitular Dr. Roland Batz segnete die Räume des neuen Kindergarten St. Elisabeth in Kelheimwinzer. Fotos: Roland Kugler

Kelheim.So voll wie am Samstagvormittag sah man den Altar der Jakobskirche in Kelheimwinzer selten. Kinder, Erwachsene und Geistliche standen in einem großen Kreis und sangen gemeinsam das Vaterunser. Es war ein schönes und fröhliches Bild, und so wurde der ganze Tag. „Wie eine Kerze sollt ihr sein“ sagte Domkapitular Dr. Roland Batz. „Gut und hell, leuchten sollt ihr und Wärme bringen.“ Nach der feierlichen Andacht ging es dann zu Fuß zum neuen Kindergarten. Die Kinder voran, begleitet von Musik und vielen Teilnehmern aus der Bevölkerung in einem langen Zug. „Spielende Kinder in einem neuen Kindergarten zu sehen macht unheimlich Freude. Und gibt Motivation für unsere weitere Arbeit“ sagte Kelheims Bürgermeister Horst Hartmann.

Eine gute Investition

Neben ihm zeigten zahlreiche andere Erwachsene den Kindern wie wichtig sie sind. Beide stellvertretenden Bürgermeister, Landrat, Stadträte, Architekten, Mitarbeiter des Kindergartens und viele Eltern, Großeltern und Freunde. Die 2,3 Millionen Euro, die er gekostet hat, seien gut investiert, sagte Hartmann, und bedankte sich bei allen, die mitgeholfen hatten vom ersten Spatenstich bis heute. Auch Landrat Martin Neumeyer zeigte sich begeistert: „Man möchte wieder gerne Kind sein, wenn man in so einem Kindergarten sein darf. Kindergarten ist das schönste deutsche Wort, das weltweit gesprochen wird.“

Pfarrer Antony Koottummel freute sich ebenfalls: „Ich bin dankbar, dass die Pfarrei Träger des Kindergartens sein darf. Wir haben ein tolles Erzieherteam, und euch, liebe Kinder, wünsche ich eine gute und unvergessliche Zeit.“ Als Ehrengast war Domkapitular Dr. Roland Batz als Stellvertreter des Bischofs aus Regensburg gekommen, was er als gebürtiger Kelheimwinzerer sehr gerne tat. „Kinder sind manchmal laut und quengelig und unbequem. Das waren sie vor 2000 Jahren und das sind sie heute noch. Trotzdem liebte sie Jesus am meisten und sagte ,lasset die Kinder zu mir kommen‘. Denn sie sind argloser und unschuldiger als Erwachsene. Uns nur wer so ist, ist reif für das Reich Gottes“, legte er allen Anwesenden nahe. Und er dankte besonders denen, die für Kinder und Menschen arbeiten. In Krippen, Kindergärten, Sozialstationen und Altersheimen. „Denn sie machen nicht bloß einen Job, sondern sie geben ihr ganzes Herz mit hinein.“

Blumen überreichte Bürgermeister Horst Hartmann an Einrichtungsleiterin Susanne Bauer als Entschädigung für manche Unannehmlichkeiten während der Bauzeit. Foto: Kugler
Blumen überreichte Bürgermeister Horst Hartmann an Einrichtungsleiterin Susanne Bauer als Entschädigung für manche Unannehmlichkeiten während der Bauzeit. Foto: Kugler

Er segnete alle Räume, und hatte dabei stets auch einen Spaß für die Kinder auf Lager. Die nach so vielen tapfer ertragenen Reden endlich ihre neuen Gruppenräume herzeigen durften. Zuvor sangen sie noch ein eigens umgetextetes Lied. Zur Melodie von „Marmor, Stein und Eisen bricht“ ertönte ein freudiges „Heute feiern wir ein Fest, wir verlassen das alte Nest, alles alles ist so schön, das könnt ihr jetzt sehn“ und sausten dann in ihre Zimmer. „Wir spielen am liebsten in der Küchenecke und mit Puppen“ erzählten Mia und Karina. „Ich mag Pferde und Barbies“ sagte Lisa. „Und mein Lieblingsbuch ist mit Feen und süßen Katzen. Und ein Wolkenhaus ist auch dabei.“

Eindrücke von der Einweihungsfeier:

Kindergartenparty mit Segen und Musik

Der neue Kindergarten kam aber nicht nur bei den kleinen Hauptakteuren gut an. Auch die Erwachsenen waren von den hellen großzügigen Räumen und der gemütlichen Wohlfühlatmosphäre beeindruckt. „Ein Traum“ sagte ein Besucher zur Leiterin Susanne Bauer, mehr kann man sich wohl nicht wünschen.

Seit ein paar Wochen ist der Neubau bereits bezogen.

Stadtrat Claus Hackelsperger war ebenfalls zufrieden. „Ich war öfter auf der Baustelle, und hab selber zwei Jungs hier“ sagte er. Sogar Alt-Landrat Dr. Hubert Faltermeier war da, in ganz neuer Funktion, nämlich als Opa. Auch seine beiden Enkelinnen sind in St. Elisabeth. „Ich hol sie manchmal ab“, sagte er stolz und freute sich mit seiner Familie.

Die kleine Sophia war bei den ganzen Ansprachen eingeschlafen und blickte etwas unsicher in die Runde. Aber Kinderpflegerin Barbara Graf hielt sie im Arm bis sie wieder fit war. Dann gab es im alten Kindergarten nebenan ein tolles Mittagessen und Kuchenbuffet, auch hier hatten wieder viele zusammengeholfen.

Altes Gebäude weiter genutzt

Auch das alte Gebäude wird weiterhin gebraucht. Hier ziehen demnächst die Kinder von der Tagesstätte in der Weltenburger Straße ein, da das Jugendheim dort saniert wird. Es tummeln sich also bald mehr als 150 Kinder im alten und im neuen Kindergarten.

Überraschungsgast Donikkl brachte die Bude zum Toben.
Überraschungsgast Donikkl brachte die Bude zum Toben.

Gut gestärkt stürzten sich die Kleinen dann in die finale Party, denn als Überraschungsgast schaute niemand anders als der Donikkl samt Band vorbei. Und der sang und spielte mit den Kindern und Erwachsenen dass die neue Turnhalle wackelte.

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