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Ein Jubiläum in der Warteschleife

Das Fest zum 30-Jährigen musste der TuT Biburg verschieben. Die Mitglieder blicken trotzdem positiv in die Zukunft.
Von Wolfgang Abeltshauser

Ein Schnappschuss aus dem Jahr 2013. Otto Zwerger und Johanna Huber sind nach wie vor zwei wichtige Größen im Ensemble. Foto: Abeltshauser
Ein Schnappschuss aus dem Jahr 2013. Otto Zwerger und Johanna Huber sind nach wie vor zwei wichtige Größen im Ensemble. Foto: Abeltshauser

Biburg.Der Tanz- und Theaterverein (TuT) ist ein fester Standpfeiler im gesellschaftlichen Leben Biburgs. Aber ausgerechnet in seinem Jubiläumsjahr hat auch ihn die Krise ausgebremst. Das Festwochenende zum 30-jährigen Bestehen ist schon auf kommendes Jahr verschoben. Vorsitzende Gerlinde Göttfried hofft noch auf ein internes Alternativprogramm. Grundsätzlich steht der Verein aber gut da. Es gibt genügend Schauspieler.

„Ich hätte genügend Akteure“, freut sich Göttfried – und ist gleichzeitig betrübt. Nicht nur, dass der Gastauftritt des Kabarettisten Otto Stefan und die tags darauf vorgesehene Sonderaufführung der Biburger Schauspieler auf nächstes Jahr verschoben sind. Noch steht es in den Sternen, ob im Herbst wie üblich dem Publikum eine Komödie angeboten werden kann.

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Wie gesagt – genügend Schauspieler für ein großes Stück stünden bereit. „Es sind wieder einige Neue dazugekommen.“ Auch der Theaternachwuchs wachse von Jahr zu Jahr. Noch sind aber keine Proben möglich. Denn einzigen Vereinskontakt habe es zweimal per Videoschalte gegeben, als sich der Vorstand auf diese Weise zusammenfand, um über die Verschiebung der Feierlichkeiten zu beraten.

Alternative Ideen

Ausgeguckt wäre schon ein Stück. Wobei Göttfried in verschiedene Richtungen plant. Je nachdem, was in diesem Jahr noch möglich ist, sei es auch vorstellbar, dem Publikum ein Stück per Video – etwa über einen Youtube-Kanal – anzubieten. Die Vorsitzende, die selbst seit Beginn an auf der Bühne stehe, hat dazu schon einmal in Vereinsarchiv gekramt. Und ein Stück, welches mit wenigen Schauspielern auskommt, gefunden. So etwas wäre dann wohl einfacher zu realisieren.

Zeit bis Ende August

  • Tickets:

    Vorsitzende Gerlinde Göttfried betont im Gespräch mit der Mittelbayerischen, dass die schon erworbenen Karten für das Kabarett mit Otto Stefan ihre Gültigkeit behalten. Der Auftritt ist jetzt für den 26. Juni 2021 geplant.

  • Geld:

    Wer aber will, erhält sein Geld zurück. Dafür müssen die Karten bis Ende August bei der Vorverkaufsstelle abgegeben werden, in der sie auch gekauft worden sind. (wo)

Dass sich die Biburger Schauspieltruppe so positiv entwickelt, war vor 30 Jahren noch nicht abzusehen. Damals wollten Mitglieder der Landjugend, die innerhalb der Organisation eine Tanzgruppe auf die Beine gestellt hatten, einfach zusammenbleiben. Sie gründeten flugs einen eigenen Verein. Daher stammt das zweite „T“ im Namen.

Theater gewann die Oberhand

Die Tänzer traten beispielsweise im Rahmen der 850-Jahr-Feier der Kommune auf. Auch organisierte man Heimatabende. Es gab sogar eine Kindergruppe. Einige der Mitglieder hatten laut Göttfried schon Erfahrung auf den Theaterbühne, waren Mitglieder anderer Formationen. Schließlich hob sich auch in Biburg der Vorhang. Die Schauspielerei gewann nach und nach die Oberhand. Beides wäre personell nicht mehr zu stemmen gewesen. Die Bühne stand in den Anfangsjahren im Wurmdoblersaal.

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Der TuT hat auch so seine Spuren deutlich hinterlassen. Freiwillig und mit viel Arbeit haben die Mitglieder beispielsweise den Rittersaal im ehemaligen Kloster saniert. Einige Jahre lang diente der als Spielstätte. Mit dem ebenso angelegten Foyer vor dem Saal entstand dort ein angenehmes Ambiente. Und das alte Gebäude hatte wieder eine sinnvolle Nutzung. Nach dem Verkauf des Gebäudes war dieser Teil der Tut-Geschichte aber nach wenigen Jahren wieder vorbei. Mittlerweile spielt man in der Gemeindekanzlei.

Beim Freilichttheater im Klosterinnenhof vor fünf Jahren spielte auch die Kindertruppe eine Rolle. Foto: Abeltshauser
Beim Freilichttheater im Klosterinnenhof vor fünf Jahren spielte auch die Kindertruppe eine Rolle. Foto: Abeltshauser

Nachhaltiger entwickelte sich der Aufbau einer Nachwuchstruppe. Die gibt es seit rund zehn Jahren. Spielzeit pro Spielzeit steigerte sich die Zahl der Kinder und Jugendlichen. Derzeit sind es rund 20. Zeigten die Kleinen anfangs kleine Sketche im Vorfeld der Aufführungen der Erwachsenen, sind es mittlerweile schon Einakter.

Ganz hat Göttfried die Jubelfeier im Übrigen noch nicht abgeblasen. Sie hofft auf Lockerungen der Kontaktregeln bis Herbst. Dann würde der Vereine für die Mitglieder ein Grillfest organisieren. Und vielleicht laufen dann auch schon wieder Proben.

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