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Kommentar

Ein klarer Auftrag für Dr. Brandl

Ein Kommentar von Walter Dennstedt

Die Abensberger haben gewählt und Dr. Uwe Brandl erneut als den besten Kandidaten für das Amt des Ersten Bürgermeisters befunden. Zwar hat Dr. Brandl im Vergleich zur Wahl vor sechs Jahren deutlich an Stimmen eingebüßt, hat aber mit 60,75 Prozent aller Stimmen gleichfalls ein deutliches Votum erhalten, das man gemeinhin mit „weiter so“ benennen kann.

Thomas Schug, der junge Kandidat, der sich nicht nur auf den Wahlplakaten, sondern auch bei seinen Wahlauftritten als Alternative präsentierte, hat mit 32,99 Prozent mehr als ein Achtungsergebnis errungen. Der Jurist, ein strammer Linker, hat es verstanden, auf Anhieb das seit Jahren beste Ergebnis eines SPD-Kandidaten einzufahren und sich damit für weitere Aufgaben in der Partei zu empfehlen. Denn dass die Kommunalpolitik für den eloquenten Juristen die letzte Station ist, bezweifeln selbst naive Parteigänger.

Für Oliver Stöckl und die Freien Wähler ist das Ergebnis bitter: Mit 6,26 Prozent ist er weit abgeschlagen, erwartungsgemäß. Und auch die beiden Freie-Wähler-Stadträte sollten, wenn strategisches Denken im Hinblick auf die Kommunalwahl in drei Jahren gefragt ist, ihren Kurs in den Gremien Stadtrat und Ausschüssen überdenken. Fundamentalkritik und allfälliger Argwohn gegen Verwaltung und politische Spitze sind eine denkbar schlechte Basis, Wähler zu motivieren. Freilich, die Abensberger haben mit der Wahl auch gesagt, dass die Zeiten, wo man sich die Stadt ohne einen Dr. Brandl nicht vorstellen kann, zu Ende gehen. Noch aber ist Dr. Brandl mit einem riesigen Aufgabenportfolio im Amt. Und mit großer Mehrheit gewählt. Schade war, dass keiner der Herausforderer dem bestätigten Ersten Bürgermeister persönlich gratulierte. Das war, bei weit schmutzigeren Wahlkämpfen, bislang Usus.

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