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Wasser

Eine Million in Wasserwerk investiert

Kamerafahrt durch den Offenstettener Brunnen zeigt kleine Mängel auf – Rohre müssen gesäubert, eine Pumpe installiert werden.
von Peter Hübl

Von außen sieht man noch nicht viel von den Sanierungsarbeiten in Offenstetten. Foto: Peter Hübl
Von außen sieht man noch nicht viel von den Sanierungsarbeiten in Offenstetten. Foto: Peter Hübl

Offenstetten.Aktuell wird das Wasserwerk Offenstetten des Wasserzweckverbandes – Rottenburger Gruppe – saniert. Aus diesem Grund musste der Brunnen außer Betrieb gesetzt werden, erläuterte Technischer Leiter Mirko Wand. So konnte eine Kamerabefahrung durch die Firma BRG Brunnenregenerationsdienst GmbH aus Buch am Erlbach durchgeführt werden. Die Aufnahmen wurden gesichtet und durch die Geologen Schultes (WZV) und Scheubeck (IB IGWU) ausgewertet. Der Brunnen Offenstetten befindet sich – bezogen auf sein 60-jähriges Alter – in einem guten Allgemeinzustand.

Kleinere Ablagerungen

Der für die Wasserentnahme zuständige Brunnenbereich zwischen 30 und 70 Meter wurde mit Holz-/Kunstharz-Pressrohren mit 300 Millimeter Durchmesser ausgebaut. Es waren im Film lediglich Beläge und knollenartige Mangan-Ablagerungen im Bereich der Filterschlitze festzustellen. Im Übergangsbereich zwischen den oberen Stahl-Sperrrohren und den Filterrohren in 32 Meter Tiefe war eine Auflandung zu verzeichnen. Weiterhin war im Bereich des Sumpfrohres in 68 Meter Tiefe eine Auflandung von rund zwei Meter vorzufinden.

Rohre säubern

  • Empfindlich:

    Die SBF-OBO-Filter- und Vollrohre sind sehr empfindlich. Der WZV will daher nur die notwendigsten Säuberungsmaßnahmen im Brunnen durchführen.

  • Abschluss:

    Als abschließende Maßnahme wird der Brunnen klargepumpt und eine Wasserprobe zur Prüfung der bakteriologischen Keimfreiheit entnommen. Dann wird nochmals eine Kamerabefahrung durchgeführt. (dph)

Nach internen Aufzeichnungen zeigte sich in den letzten Jahren keine Verschlechterung des Brunnens im Hinblick auf die Ergiebigkeit. Die Absenkung lag aktuell bei einer Entnahme von 5 bis 6 l/s im Bereich von zwei Meter und somit in dem Bereich, der bei der Erstellung des Brunnens ermittelten Ergiebigkeit. Da keine Hinweise für eine Verringerung der Wasserdurchlässigkeit des Bodens vorliegen, sind keine tiefgreifenden Regenerierungs-Maßnahmen notwendig, erklärte Mirko Wand. Zur langfristigen Sicherung der Wasserversorgung wird eine neue Unterwasserpumpe eingebaut. Die Kostenermittlung beläuft sich auf Sanierung des 70 Meter tiefen Brunnens auf rund 12 000 Euro und für die neue Pumpe auf 3000 Euro. Der Ausschuss ermächtigte den Ersten Vorsitzenden, die Aufträge nach Angebotsprüfung zu vergeben. Für das Gewerk Abdichtungsarbeiten lag von elf angefragten Firmen nur ein Angebot vor. Bei einer Kostenberechnung von 14 900 Euro und Angebotssumme von 30 930 Euro kam es zu keiner Vergabe.

Art der Abdichtugn geändert

Daher wurde durch das Planungsbüro die Art der Abdichtung geändert. Ursprünglich war eine Abdichtung der Behälterdecke der Wasserkammern mit einem ökologischen, aus Glas aufgeschäumten Isoliermaterial (Schaumglas) geplant. Die Kostenberechnung lag bei dieser Position für 90 Quadratmeter bei 4500 Euro, das Angebot bei 14 040 Euro. Es wurde vereinbart, anstatt Schaumglas das günstigere Polystyrol zu verwenden. Dadurch kann eine Einsparung von 10 369 Euro erzielt werden. Der Auftrag für die Abdichtungsarbeiten geht an die Firma Kirchermeier zum Preis von 20 560 Euro. Die Gesamtkosten für die Sanierung liegen bei über einer Million Euro.

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