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Theater

Eine teuflisch gute Premiere

Die Schauspieltruppe des TSV Wildenberg begeisterte das Publikum mit „Deifi Sparifankerl“. Das Sportheim war ausverkauft.
Von Roswitha Priller

Stefan Wimmer glänzte in seiner Rolle als „Sparifankerl“.Foto: Priller
Stefan Wimmer glänzte in seiner Rolle als „Sparifankerl“.Foto: Priller

Wildenberg.Die Schauspieltruppe des TSV Wildenberg begeisterte bei der Premiere am vergangenen Samstag mit dem „Deifi Sparifankerl“ von Ralph Wallner vor ausverkauftem Haus. Das Sportheim wurde wieder mal aufs Engste bestuhlt, damit möglichst viele Zuschauer das mit Liebe und Hingabe einstudierte Stück sehen konnten.

Erstmals musikalisch begleitet

Heuer wurden die Schauspieler erstmals musikalisch von dem Duo Thomas Datzmann mit der Steirischen und Kerstin Gschlößl (Gesang) vorgestellt. Die sehr treffend getexteten Reime passten wunderbar zu den einzelnen Schauspielern und sorgten beim Publikum schon gleich für die ersten Lachsalven.

Mit „jetzt liebe Spieler gebt’s ordentlich Gas“ leiteten Datzmann und Gschlößl den höllischen Schwank ein. Die Schauspieler nahmen sich die Aufforderung zu Herzen. Mit einem schwungvoll teuflischen Anfang verstanden es Luziferius „Lucki“ Sparifankerl (Stefan Wimmer) und seine teuflische Oma (Vanessa Brunner) die Zuschauer gar nicht mehr aus dem Lachen herauskommen zu lassen.

Kaum wiederzuerkennen war Vanessa Brunner als des Teufels Großmutter. Foto: Priller
Kaum wiederzuerkennen war Vanessa Brunner als des Teufels Großmutter. Foto: Priller

Auf der diabolisch gestalteten Nebenbühne heckten sie einen mehr als gemeinen Plan aus. „Mein diabolischer break eaven point ist noch nicht erreicht. Eine verderbte Seele muss ich noch bis zum Mitternachtsläuten vorweisen“, jammerte des Teufels Großmutter. Mit einer „job description“ wurde Luziferius auf den Ziegenbauernhof der Geißhofers geleitet. Denn, wenn die Großmutter keine weitere vom rechten Weg abgekommene Seele vorweisen kann, droht ihr ein hartes Schicksal: ein Jahr als Handpuppe im Kasperltheater. Bertl Geißhofer (Thomas Winklmeier) soll zu einer Untat angestiftet werden. Eigentlich eine leichte Geschichte. Doch die Ereignisse in der dramatischen Nacht überschlagen sich.

Wortwitz und spritzige Dialoge

Mit viel Wortwitz und spritzigen Dialogen gab die schauspiellustige Truppe dem Stück den richtigen Esprit. Die beiden durchaus zu amourösen Abenteuern aufgelegten Großbäuerinnen Blechhoferin (Franziska Mühlbauer) und Goldtalerin (Daniela Büchl) brachten mit ihren authentischen Wortwechseln das Publikum zum Lachen. Vor allem das dichte Tempo der Dialoge war beeindruckend. Ausgerechnet beim höllisch stinkenden „Lucki“ will die Goldtalerin mal „zur Seitn nausgehen“ – sprich ihr außereheliches Liebesglück probieren.

Absolut überzeugend gab Sabrina Brunner die Ungerin. Als vergessliche Kleinbäuerin mit ärztlichem Attest über eine „partielle Amnesie“ führte sie alle hinters Licht. „Bereits bei der Auswahl des Stückes überlegen wir uns, wer welche Rolle gut besetzen könnte“, sagt Regisseurin Martina Göttl. Universell einsetzbar ist hier immer Schauspiel-Urgestein Stefan Wimmer. Egal, wen er spielt, die Rolle scheint, wie für ihn gemacht. Aber auch Winklmeier als Bertl, Matthias Lentner als Stutz und Markus Reiter als Graf Ferdi gingen in ihren Charakteren auf. Ebenso Silvia Lentner als Senta Geißhofer. Die gelungenen „Special Effects“ machten den Theaterabend außergewöhnlich. Pfarrer Dr. Benjamin Kasole Ka-Mungu meinte schmunzelnd, es habe nur ein wenig Weihwasser gefehlt…

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