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Rettung

Einsatzkräfte übten den großen Ernstfall

EIn verunfallter Bus, mehrere Schwerverletzte, Gaffer, Autounfall: Das alles erwartete die Einsatzkräfte bei ihrer Übung.

Ein umgekippter Bus und mehrere Verletzte: Die Einsatzkräfte bereiteten sich für den Ernstfall vor. Foto: Pieknik/News5
Ein umgekippter Bus und mehrere Verletzte: Die Einsatzkräfte bereiteten sich für den Ernstfall vor. Foto: Pieknik/News5

Kelheim.Ein ungewöhnliches, aber nicht unrealistisches Szenario erwartete die Feuerwehr und den Rettungsdienst bei ihrer Großübung am Freitagabend bei Kelheim. Aufgrund eines Schwächeanfalls verliert der Fahrer eines Busses die Kontrolle, gerät von der Fahrbahn ab, prallt gegen einen Baum. Das große Fahrzeug stürzt anschließend in den Seitengraben. Es gibt mehrere eingeklemmte und verletzte Personen, die es zu befreien und zu versorgen gilt. „Hier waren circa 20 Personen im Bus eingeklemmt. Die Insassen erlitten leichte bis schwere Verletzungen“, beschreibt Heinrich Pfaffelhuber von der Feuerwehr Kelheim die nachgestellte Situation.

Der Bus liegt auf der Seite, die Türen sind für die Einsatzkräfte nicht zugänglich. Über Front- und Heckscheibe muss sich die Feuerwehr Zugang zum Bus und zu den verletzten Personen verschaffen. Rettungsdienst und Feuerwehr müssen hier Hand in Hand zusammenarbeiten, um eine schnelle Versorgung der Patienten gewährleisten zu können. „Bei uns sind es anfänglich immer weniger Einsatzkräfte als Patienten. Da geht die Kurve sobald man Zugang zu den Personen hat steil nach oben. Da braucht man die Struktur. Dieses Stresslevel muss man bestehen, wenn es um die Versorgung und den Abtransport der Patienten geht“, erklärt Leiter des Rettungsdienst Stephan Zieglmeier.

Rettungsdienste in Kelheim üben für den Katastroph

Hier sehen Sie eine Bildergalerie zur Übung:

Doch es kommt noch schlimmer als ursprünglich erwartet. Der Baum hält der Kraft des Aufpralls nicht stand und begräbt einen zufällig vorbeifahrenden Fahrradfahrer unter sich. Neugierige Autofahrer auf der angrenzenden und stark frequentierten Straße bleiben stehen und filmen die Unfallstelle. Die Gaffer verursachen einen folgenschweren Auffahrunfall mit mehreren Fahrzeugen.

Belastend

Extremer Einsatz für die Retter

Der tödliche Verkehrsunfall am Dienstagabend zwischen Abensberg und Arnhofen brachte die Helfer an ihre Grenzen.

Zwei Personen sind eingeklemmt, die Feuerwehr ist wieder gefordert. Solche Szenarien sollen in der Zukunft vermieden werden. „Die Feuerwehr Kelheim besitzt eine sogenannte Gafferwand. Diese wird dort eingesetzt, wo viele Gaffer unterwegs sind. Man sieht es täglich in den Nachrichten. Die Leute bleiben stehen und filmen teilweise. Die Wand soll die Einsatzkräfte und die Betroffenen abschirmen“, berichtet Pfaffelhuber.

Kelheim: Übung der Einsatzkräfte

Von der Feuerwehr, dem Rettungsdienst und dem Katastrophenschutz der Bereitschaft waren circa 165 Einsatzkräfte an der Großübung beteiligt. Das Resümee fällt positiv aus. „Die Übung ist im Großen und Ganzen sehr gut gelaufen. Natürlich gab es kleine Fehler, die wir besprechen werden. Dafür üben wir, damit wir noch besser werden“, sagt Pfaffelhuber.

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