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Umschwung

Eisenbauernhaus wird jetzt doch saniert

Diesmal gab es in der Ratssitzung in Siegenburg eine deutliche Mehrheit für das Projekt. Weitere Fördergelder stehen im Raum.
Von Wolfgang Abeltshauser

In den alten Mauern sollen neue Wohnungen entstehen. Foto: Abeltshauser
In den alten Mauern sollen neue Wohnungen entstehen. Foto: Abeltshauser

Siegenburg.Im Siegenburger Gemeinderat hieß es jetzt: Eisenbauernhaus die Dritte. Lehnte das Gremium vor vier Wochen mit 10:3 Stimmen eine geförderte Sanierung des Gebäudes unter der Auflage, sieben Jahre lang anerkannte Flüchtlinge dort wohnen zu lassen ab, votierte jetzt eine deutliche Mehrheit (zwei Gegenstimmen) für das Projekt.

Zuvor hatte Bürgermeister Dr. Johann Bergermeier (UW) von einer erneuten Unterredung mit Experten von der Regierung von Niederbayern – das ist der Fördergeber – berichtet. Nach wie vor seien mehrere Millionen Euro für verschiedene Projekte in der Kommune reserviert. Jedoch müsse Siegenburg endlich konkrete Schritte unternehmen.

Eine Million Förderung

„Es ist der Wunsch der Regierung, das Eisenbauernhaus herzurichten“, sagte Bergermeier. Für die Förderstelle sei dieses Projekt eben zentral für alle weiteren Maßnahmen in Siegenburg. Die Kommune würde rund eine Million Euro an Zuschüssen bekommen – bei geschätzten Kosten von 1,4 Millionen Euro. Auch der geplante Abbruch der Garagen und des benachbarten Kolpinghauses, um dort Parkplätze zu errichten, würde unterstützt.

„So billig werden wir es sonst nicht bekommen – auch einen Neubau nicht“, stellte der Bürgermeister fest. David Dichtl (Junge Liste) sprang ihm hier zur Seite. Durch die Miete, welche die Kommune bekomme, würde der Eigenanteil in relativ kurzer zeit wieder eingenommen sein.

Weitere Themen der Sitzung

  • Partnerschaft:

    Die Verbindung mit der österreichischen Gemeinde Hollenstein an der Ybbs soll offiziell werden. Bürgermeister Dr. Johann Bergermeier kündigte an, dass zum Bürgerfest am 19. August eine Abordnung der Österreicher erwartet wird. Dann sollen die Unterschriften erfolgen.

  • Hochwasser:

    Der Rat kam grundsätzlich überein, weitere Pumpen für den Ernstfall anzuschaffen. (wo)

Zuvor hatte Bergeremeier berichtet, dass es nicht ausgeschlossen sei, sozial schwache Siegenburger dort unterzubringen. Leer stehen würde das Gebäude nicht – für den Fall, dass sich nicht genug Flüchtlinge fänden. Trotzdem will Thill Schweißthal (SPD) mehr. Er forderte zusätzliche Bemühungen der Kommune in Sachen Sozialwohnungen ein. Sowohl der Bürgermeister als auch sein Stellvertreter Helmut Meichelböck (CSU) könnten sich vorstellen, ab dem kommenden Jahr dafür Gelder in den Haushalt einzustellen. Grundsätzlich gebe es aber genug drängende Aufgaben. Grundsätzlich habe Bergermeier ein kommunales Grundstück am Ortsrand im Blick, um Sozialwohnungen zur realisieren. Die CSU könne sich vorstellen, die Hopfenwaage dafür zu sanieren.

Mehr Geld für den Marktplatz

Mehr Fördergelder als bisher gedacht sind für die Maßnahmen auf dem und rund um den Marktplatz möglich. Das führte der Rathaus-Chef aus. Es gebe zwei Förderprogramme, die infrage kommen: „Integration im Quartier“ und „Innen statt außen“. Die Räte gaben grundsätzlich grünes Licht für beide. Bei Letzterem müsse der Fokus etwa auch darauf liegen, Leerstände im Ortszentrum zu entwickeln. Angst, keine Baugebiete mehr ausweisen zu können, müsse aber keiner haben. In den kommenden Wochen werde man gemeinsam mit der Regierung entscheiden, wo Siegenburg einsteigt. Es gehe um Fördersätze von bis zu 90 Prozent.

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