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Ortsentwicklung

Ende gut, alles gut im Goldtal?

Die Straße in Bad Abbach ist fertig, der Bau der Mehrfamilienhäuser verschiebt sich, andere werden provisorisch beheizt.
Von Gabi Hueber-Lutz

Die Verbindungsstraße im Goldtal ist gebaut, die Mehrfamilienhäuser sind noch Zukunftsmusik.  Foto: Gabi Hueber-Lutz
Die Verbindungsstraße im Goldtal ist gebaut, die Mehrfamilienhäuser sind noch Zukunftsmusik. Foto: Gabi Hueber-Lutz

Bad Abbach.In den letzten Tagen des Jahres 2019 ist etwas beendet worden, was eine lange Vorgeschichte hatte. Nahezu zwei Jahrzehnte haben viele Bewohner des Goldtals immer wieder eine zweite Möglichkeit gefordert, ihr großes Wohngebiet anfahren und es mit dem Auto verlassen zu können. Viele Varianten waren im Lauf der Jahre diskutiert und wieder verworfen worden.

Doch nun existiert diese Straße. Sie heißt Geschwister-Scholl-Straße, verbindet die Goethe- und die Goldtalstraße und ist für den Verkehr freigegeben. Sie erschließt auch ein Baugebiet des Immobilienzentrums (IZ).

Gemeinde hat die Straße abgenommen

Bis Ende dieses Jahres hatte das IZ Zeit, die Straße so herzustellen, dass sie den anerkannten Regeln des Straßenbaus entspricht. Erst dann konnte sie umgewidmet werden und in den Besitz der Gemeinde übergehen. Kurz vor Weihnachten war es so weit. Man sei der vertraglichen Verpflichtung vollumfänglich nachgekommen, hieß es vonseiten des Immobilienzentrums. Auch stellvertretender Bürgermeister Christian Hanika bestätigte, dass die Gemeinde die Straße abgenommen habe.

Offene Baustellen bleiben aber trotzdem noch. In diesem Fall sogar im wahrsten Sinn des Wortes. Eigentlich sollte die Fläche entlang der neuen Straße mittlerweile vollständig bebaut sein. Dem ist aber nicht so.

Baugrube statt Häusern

Westlich der neuen Straße sollten vier Mehrfamilienhäuser stehen, stattdessen klafft dort seit Monaten eine Baugrube. Sinnvollerweise war ja geplant, erst diese Häuser zu bauen und dann die Straße, damit die durch den Bau nicht gleich in Mitleidenschaft gezogen wird. Wann diese Gebäude aber nun tatsächlich realisiert werden, ist noch nicht absehbar.

Sehen Sie hier einen Jahresrückblick in Bildern:

Jahresrückblick östlicher Landkreis 2019

Östlich der Geschwister-Scholl-Straße errichtete die pleitegegangene SiWo-Bau, Einfamilienhäuser. Das Immobilienzentrum arbeitete eng mit dieser Baufirma zusammen und teilte Mitte des Jahres mit, dass die meisten der Einfamilienhäuser gebaut seien und auch die restlichen termingerecht fertig gestellt werden sollen. Diese Häuser stehen, was jedoch noch nicht steht, ist die zentrale Heizanlage, über die sie mit Wärme versorgt werden sollten. Diese Anlage sollte sich nämlich in den Mehrfamilienhäusern befinden, die aber ja noch nicht gebaut sind.

Die neue Straße

  • Name:

    Geschwister-Scholl-Straße;

  • Lage:

    Sie verbindet die Goethe- mit der Goldtalstraße

  • Goldtal:

    Das große Wohngebiet ist bisher nur über die Kühbergstraße zu erreichen.

  • Proteste:

    Deswegen gab es viele Beschwerden. Die gab es - von anderer Seite - aber auch gegen den Bau der neuen Straße. (lhl)

Wie das Immobilienzentrum auf Nachfrage der Mittelbayerischen Zeitung mitteilte, sei es verpflichtet, die Wärmeversorgung der Einfamilienhäuser sicherzustellen. Dieser Verpflichtung werde es nachkommen und „die Wärmeversorgung über die vor Ort platzierte Wärmestation gewährleisten“, solange die zentrale Heizanlage nicht errichtet sei. Den Bau der vier Mehrfamilienhäuser westlich der Geschwister-Scholl-Straße wollte die IZ Unternehmensgruppe ursprünglich selbst realisiert.

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Mitte des Jahres zeigte sich aber, dass Sand im Getriebe ist. Das IZ nutzte sein Rücktrittsrecht von bereits existierenden Kaufverträgen für Wohnungen. Probleme im Zusammenhang mit der SiWo wurden dafür nicht genannt. Vielmehr habe es wegen „nicht vorhersehbarer baurechtlicher Auflagen Klärungsbedarf mit der Genehmigungsbehörde“ gegeben.

Kein verbindlicher Zeitplan

Der aktuelle Stand ist laut IZ der, dass es noch keine verbindliche Zeitplanung für die Realisierung der Häuser gibt. Das Unternehmen spricht von einer „Reorganisation des Projekts“. Ziel sei es, das Projekt so schnell wie möglich umzusetzen. „Wir stehen hierzu mit namhaften Generalunternehmern im Austausch und sind optimistisch, einen zuverlässigen Partner zu finden“, teilte das Unternehmen mit. Den Kunden, die bereits Kaufverträge gehabt hatten, habe man angeboten, dass sie bevorzugt Wohnungen auswählen können, wenn das Projekt wieder in den Vertrieb kommt.

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