MyMz
Anzeige

Straßenverkehr

Endlich wieder „freie Fahrt“

Die Bauarbeiter gaben Gas - die Straße zwischen Ihrlerstein und Kelheim wurde früher fertig als zunächst geplant.
Von Renate Beck

Das Bild zeigt Bürgermeister Josef Häckl und Planer Christoph Wutz (mit Plan), Christian Schwarz vom Straßenbauamt und die beiden Verantwortliche der ausführenden Firma Fahrner Foto: Renate Beck
Das Bild zeigt Bürgermeister Josef Häckl und Planer Christoph Wutz (mit Plan), Christian Schwarz vom Straßenbauamt und die beiden Verantwortliche der ausführenden Firma Fahrner Foto: Renate Beck

Ihrlerstein.Aufatmen unter den Brandlern. Seit Freitagvormittag ist die Staatsstraße St 2233 am Ortseingang bei der Jakob-Ihrler-Schule in Richtung Alling wieder frei befahrbar. Mit einer reduzierten Geschwindigkeit von 60 Stundenkilometer auf dem kurzen neuen Bereich.

Diese sogenannte „Rennstrecke“ verbindet die Stadt Kelheim mit der Gemeinde Ihrlerstein. Die Verkehrssicherung wurde zurückgebaut, die Vollsperrung aufgelöst.

Notwendig geworden ist die Baumaßnahme wegen der Erschließung eines Supermarktes am neuen Baugebiet mit Feuerwehrhaus und Wohngebiet. Der Ausbau der kompletten St 2233 ist zu einem späteren Zeitpunkt geplant; der Ausbau der Linksabbiegespur jedoch musste wegen der Erschließung dieses neuen Baugebietes bereits im Vorfeld erfolgen.

Baustellen

  • St 2233:

    Die sogenannte „Rennstrecke“ verbindet Ihrlerstein mit Kelheim. Zur Erschließung eines Supermarktes in Ihrlerstein wurde eine Linksabbiegespur gebaut.

  • St 2030:

    Ab dem Krankenhauskreisel in Kelheim bis zur Anbindung der KEH 5 bei Essing wird sie in den Sommerferien auf etwa vier Kilometer in zwei Abschnitten saniert. Umleitung über die St 2033 nach Ihrlerstein und zurück.

Von der Einmündung Schulstraße/Lindenstraße bis zur Einmündung Eichenstraße war der Straßenabschnitt seit April gesperrt. Der Verkehr wurde über die Eichenstraße umgeleitet.

Anwohner wiesen auf das schlagartig hohe Verkehrsaufkommen und das damit verbundene Chaos auf der Umleitungsstrecke hin. PKW´s und Schwertransporte benutzten im Begegnungsverkehr die steil ansteigende Straße und den Gehweg für die Ortsdurchfahrt.

Eine einseitige Straßensperrung war die Folge. Wie bereits berichtet, missachteten viele Bürger diese Absperrung. Manche fuhren durch die Absperrung oder gar durch die Baustelle. Andere entfernten die Absperrung und fuhren einfach weiter.

Vollsperrung wegen Missachtung

Daraufhin verschärften Gemeinde und Landratsamt die bereits geltende Sperrung. Die Eichenstraße bis zur Einmündung in die Staatsstraße und weiter die Staatsstraße bis zur Abzweigung Alling wurden ab 1. Mai komplett gesperrt. In der Bevölkerung löste dies viel Aufsehen aus.

Die meisten Brandler benutzen diesen Weg für ihre Fahrt in Richtung Regensburg. Ab Ende April musste dazu der längere Weg über Kelheim eingeschlagen werden.

Nun ist die Sperrung aufgehoben und die kürzere Strecke über Sinzing wieder befahrbar. Bürgermeister Josef Häckl und Planer Christoph Wutz vom gleichnamigen Ingenieurbüro loben die Leistung der Baufirma Fahrner. Die Baustelle sei „gut gelaufen“.

Verkehr

Die Sanierung rückt näher

Kelheims Hauptverkehrsader von der B 16-Auffahrt bis zum Donaupark-Kreisel soll hergerichtet werden – viele sind betroffen.

Zudem ist die Firma vor der geplanten Zeit fertig geworden. „Polier Hans Aumer hat dafür gesorgt, dass sie drei Wochen früher fertig wird“ freut sich Wutz. „Insgesamt 600 000 Euro brutto sind für die Linksabbiegespur nun verbaut.Zirka 20 Prozent davon trägt die Firma Buchbauer“, berichtet der Planer. Mit dem Betreiber des Supermarktes, der Gemeinde und dem Staatlichen Bauamt sei dies vertraglich geregelt.

Weitere Baumaßnahmen an der „Östlichen Schulstraße“ sind laut Bürgermeister die Kanalarbeiten und das Regenwasserbecken für das Feuerwehrhaus. „Deshalb ist die Nebenstraße „Am Feldweg“ noch gesperrt.“ Er rechnet damit, dass die Restarbeiten an dieser Spange noch bis mindestens Ende 2019 dauern werden.

Für Radler bleibt es schwierig.

Einem ersten Härtetest muss sich das neue Teilstück ab den kommenden Sommerferien aussetzen. Dann wird wie geplant die Staatsstraße 2230 vom Krankenhauskreisel beginnend bis zur Essinger Brücke saniert. Die Umleitung erfolgt über die St 2233 – also auch über diesen neuen Abschnitt in Ihrlerstein.

Ab wann der geplante Radweg entlang der „Rennstrecke“ gebaut werden kann, ist nach Aussage von Christan Schwarz vom staatlichen Bauamt noch schwer abzusehen. „Zunächst läuft das Planfeststellungsverfahren. Das dauert etwa ein Jahr.“ Der dazu notwendige Grunderwerb und vielleicht die ein oder andere Gegenwehr könnten das Vorhaben verzögern.

Schwarz rechnet mit einem Baubeginn „nicht vor 2022“. Bis dahin heißt es rücksichtsvoll fahren. Im neuen Straßenbereich mit Tempo 60.

„Jetzt hoffe ich nur, dass die Fahrer die Geschwindigkeit einhalten. Vor allem in der Kurve“ sagt Bürgermeister Josef Häckl.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht