MyMz
Anzeige

Erste Erfolge beim Donautalprojekt

Das Donautalprojekt schreitet voran. Trägergemeinschaft und Arbeitsgruppe besprachen das weitere Vorgehen.

Auf dem Plattenberg wurde durch die Entbuschung der Magerrasen wieder ökologisch aufgewertet.
Auf dem Plattenberg wurde durch die Entbuschung der Magerrasen wieder ökologisch aufgewertet. Foto: Andras Frahsek

Kelheim.Der Donaulauf zwischen Neustadt und Kelheim zählt zu den wertvollsten Donauabschnitten in ganz Bayern. Es handelt sich dabei um eine der letzten frei fließenden und nicht staugeregelten Fließstrecken und einen der fischartenreichsten Flussabschnitte in Deutschland. Die Flussaue mit ihren Fließgewässern, Uferzonen, Kies-, Sand-, Schlammbänken, Auwäldern, Röhrichten und Altwässern ist weitgehend intakt.

Die Stromtalauen mit ihrem charakteristischen Artenspektrum zählen im gesamten Bundesgebiet zu den seltensten und am stärksten gefährdeten Lebensräumen. Von hoher Bedeutung ist die direkte Nachbarschaft von Nass- und Feuchtflächen in der Donautalsohle mit den angrenzenden Trockenstandorten an den Leiten. Daraus resultiert die enorme Arten- und Biotopvielfalt mit beispielsweise 76 Arten der Roten Liste Bayerns und Deutschlands.

Pandemie

Hickhack um Öffnung der Therme

Erst meldet der Bezirk, dass die Therme in Bad Gögging am Montag öffnet. Dann öffnet die Therme doch nicht. Was ist los?

Vor Kurzem tagten die Trägergemeinschaft und die projektbegleitende Arbeitsgruppe im Landratsamt Kelheim, um über die Entwicklung des BayernNetzNatur-Projekts Donautal zwischen Neustadt und Weltenburg und die zukünftigen Planungen informiert zu werden und das weitere Vorgehen zu besprechen.

Vielversprechende Entwicklung

In seiner Begrüßung bescheinigte Landrat Martin Neumeyer dem Projekt eine vielversprechende Entwicklung. Gleichzeitig hob der Landrat die Wichtigkeit des gut voranschreitenden Grunderwerbs hervor, denn dies sei eine wichtige Basis für die Durchführung der ökologischen Maßnahmen im Donautal.

Dem pflichtete Neustadts 1. Bürgermeister Thomas Memmel bei: „Beispielsweise ist der kürzlich stattgefundene Kauf eines Grundstücks im Wasserschutzgebiet neben dem Artenschutz zugleich ein wichtiger Beitrag zum Schutz unseres Trinkwassers“, so Memmel. Das Donautalprojekt sei auch in der Bevölkerung sehr präsent.

Donautalprojekt

  • Förderung:

    Gefördert wird das von 2019 bis 2023 laufende Projekt mit rund 800 000 Euro vom Bayerischen Naturschutzfonds, um die Arten- und Biotopvielfalt auf den Flächen zu stärken, die entweder schon im öffentlichen Eigentum sind oder im Zuge des Projekts gekauft werden.

  • Nutzung:

    „Dabei ist auf den meisten Flächen Schutz durch Nutzung die Devise, denn Wiesen und Äcker sollen überwiegend nicht sich selbst überlassen werden, sondern weiterhin von Landwirten bewirtschaftet werden, allerdings ohne den Einsatz von Düngern und Pflanzenschutzmitteln und unter ökologischen Kriterien“, so Klaus Amann, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes VöF.

Der 1. Bürgermeister der Stadt Kelheim, Christian Schweiger, wies darauf hin, dass die Entwicklungen im Donautalprojekt auch dazu beitragen, der hohen Bedeutung dieses einzigartigen Donauabschnitts gerecht zu werden. „Dass die Verantwortung für das Gebiet ernst genommen wird, spiegelt sich auch in der guten und konstruktiven Zusammenarbeit in der Arbeitsgemeinschaft unter der Federführung des VöF wider“, so der Bürgermeister.

Landrat Neumeyer betonte, dass durch das Donautalprojekt neben dem Schutz unseres heimischen Artenreichtums auch die historische Kulturlandschaft und damit das Landschaftsbild insgesamt für Einheimische und Touristen aufgewertet werde.

Exkursion auf den Plattenberg

Wie das praktisch umgesetzt wird, zeigten der VöF und das Wasserwirtschaftsamt anschließend bei der Exkursion. Auf dem Plattenberg bei Eining, der durch umfangreiche Entbuschungen der zugewachsenen Magerrasen im vergangenen Winter ökologisch aufgewertet wurde, stellen sich bereits erste Erfolge ein. „Die Lebensbedingungen für mehrere Arten der Roten Liste Bayerns sind entscheidend und nachhaltig verbessert worden“, erklärte Andreas Frahsek vom VöF.

Dann stellte in Eining das Wasserwirtschaftsamt eine sogenannte Unterhaltungsmaßnahme an der Donau unmittelbar nach der Fähre vor. Dabei ist ein rund 200 Meter langer Abschnitt renaturiert worden, indem das Ufer abgeflacht wurde. Die Donau erhält somit ein Stück der ursprünglichen Dynamik und Strukturvielfalt zurück. Dadurch entstehen auch wichtige Laich- und Rückzugsmöglichkeiten für die Fische.

Mehr aus Kelheim und der Region lesen Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht