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Unterricht

Fachgerechter Baukasten für die Schulen

Die Museumsberatungsstelle im Abensberger Aventinum soll helfen, dass historische Sammlungen für Schulen ein Mehrwert werden.
Von Wolfgang Abeltshauser

Veronika Leikauf (r.) zeigt anhand des Stadtbaukastens, wie sinnvolle Angebote für Schulen aussehen können. Cindy Drexl, Dr. Olaf Heinrich, Dr. Uwe Brandl und Dr. Maximilian Seefelder schauen zu. Foto: Abeltshauser
Veronika Leikauf (r.) zeigt anhand des Stadtbaukastens, wie sinnvolle Angebote für Schulen aussehen können. Cindy Drexl, Dr. Olaf Heinrich, Dr. Uwe Brandl und Dr. Maximilian Seefelder schauen zu. Foto: Abeltshauser

Abensberg.Die Museumsberatungsstelle in Abensberg geht jetzt offiziell an den Start. Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und Bürgermeister Dr. Uwe Brandl haben im Aventinum den Kooperationsvertrag zwischen Stadt und Bezirk dafür unterzeichnet. Geschaffen ist – wie von der Mittelbayerischen bereits berichtet – eine Schnittstelle zwischen Museen und Schulen in Niederbayern. Mitinitiator des Projekts war der ehemalige Abensberger Museumsleiter Dr. Tobias Hammerl.

Es werden in Zukunft Fortbildungen für Museumsmitarbeiter wie Lehrer angeboten, die nicht zuletzt in den Räumen des Aventinums stattfinden sollen. Außerdem wird eine Online-Plattform aufgebaut, auf der sich die Schulen über Museumsangebote informieren können. Wichtigste Aufgabe ist laut Museumsfachberaterin im Bezirk Cindy Drexl: „Die Museen untereinander müssen vernetzt werden – und diese mit den Schulen.“ Der Mehrwert für diese müsse herausgearbeitet werden.

Eine Herzensangelegenheit

„Das Projekt liegt mir besonders am Herzen“, freute sich der Rathauschef, bevor er den Stift in die Hand nahm und seine Signatur unter den Vertrag setzte. Die Museen müssten tauglich gemacht werden für modernen Unterricht. Er betonte, dass es in Abensberg „die tolle Situation gibt, eine historische Sammlung zu haben“, mit der moderne Unterrichtsformen umgesetzt werden könnten. Letztendlich gehe es ja auch darum, Verständnis für Demokratie und Freiheit zu schaffen.

Kultur

Tolles Museum – künftig ohne Dr. Hammerl

Eine Beratungsstelle für Museen siedelt sich in Abensberg an. Nach diesem Erfolg wechselt der Museumsleiter in die Oberpfalz.

Heinrich sprach von einem „besonderen Projekt“ – aber auch davon, dass es im Bezirk viele interessante Museen gebe. Es gehe auch darum, dass diese auf dem neuesten Stand bleiben.

Hammerl war Mitinitiator

Bezirksheimatpfleger Dr. Maximilian Seefelder blickte zurück auf die Entstehungsgeschichte der Beratungsstelle. Schon 2012, als ein Museumsführer herausgegeben wurde, habe sich herausgestellt, dass nicht alles in bester Ordnung sei. Nicht jedes Haus sei hauptamtlich geführt. Was bedeute, die Leiter hätten schlichtweg nicht immer die Zeit, alles sinnvoll zu koordinieren.

Der Vertrag ist unterzeichnet – die Museumsberatungsstelle ist offiziell eingerichtet. Foto: Abeltshauser
Der Vertrag ist unterzeichnet – die Museumsberatungsstelle ist offiziell eingerichtet. Foto: Abeltshauser

Es entstand der Wunsch, der Bezirk solle hier eine Plattform bieten. Hammerl habe dann Abensberg als Standort ins Gespräch gebracht. Das Stadtmuseum ist laut Drexl ein tolle Einrichtung dafür. Laut Museumspädagogin Sonja Then werde in Abensberg die geforderte Zusammenarbeit zwischen Museum und Schulen längst gelebt. Sie ist Pädagogin an der Realschule.

Museumstag soll kommen

Drexls Plan ist, über die Beratungsstelle mehr Fortbildungen nach Niederbayern zu bringen als es bisher der Fall war. Etabliert werden soll ein Museumstag. Sie sprach von einer Qualitätsoffensive, die nötig sei.

Der Stadtbaukasten

  • Beispiel:

    Veronika Leikauf zeigte mit dem Stadtbaukasten ein konkretes Beispiel, was auch der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Museum alles entstehen kann.

  • Bauen:

    In dem Kasten existieren – als kleine Holzbausteine – alle wichtigen Bestandteile für eine Stadt. Die Schüler können also auf diese Weise herausfinden, was alles notwendig war, eine Siedlung zu gründen. (wo)

Michaela Mallmann – Museumspädagogin und Lehrerin am Donaugymnasium – ist sich sicher, dass diese Schulform offen ist für eine Zusammenarbeit. Aber: „Gymnasien wollen Museen nicht nur besuchen, sondern auch mitgestalten. Laut Then müssen sich Letztere als Dienstleister verstehen, die passgenaue Angebote machen. Und diese müssen in den Lehrplan passen – schob Abensbergs Museumsleiterin Veronika Leikauf hinterher. Nach der Volkshochschule und der OTH ist mit der Beratungsstelle bereits die dritte wichtige Bildungseinrichtung im Aventinum eingezogen.

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