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Rettungswesen

Fahrzeug-Roulette neu gedreht

Das Aus für den Atemschutz in Jachenhausen bringt neue Bewegung ins Feuerwehrfahrzeugbeschaffungskonzept.
Von Petra Kolbinger

Das neue Tragkraftspritzenfahrzeug für die FF Buch wird weitestgehend baugleich sein mit dem TSF der FF Eggersberg das am 7. Juli den kirchlichen Segen erhielt. Foto: Petra Maria Kolbinger
Das neue Tragkraftspritzenfahrzeug für die FF Buch wird weitestgehend baugleich sein mit dem TSF der FF Eggersberg das am 7. Juli den kirchlichen Segen erhielt. Foto: Petra Maria Kolbinger

Riedenburg.„Ich finde es sehr schade, dass die Atemschutzarbeit in Jachenhausen beendet wurde“, stellte Bürgermeister Siegfried Lösch (CSU) in der jüngsten Stadtratssitzung einleitend fest. Das Feuerwehrfahrzeugbeschaffungskonzept hatte für 2020 die Beschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeugs mit Wasser (TSF-W) vorgesehen, zu dessen Normbeladung unter anderem Atemschutzgeräte gehören. Erst am 31. Januar 2019 hatte das Gremium den entsprechenden Beschluss gefasst.

Jetzt aber, hat mit Schreiben vom 9. Juli der Kommandant der Jachenhausener Wehr dem Bürgermeister mitgeteilt, dass die FF Jachenhausen die Atemschutzarbeit mit sofortiger Wirkung beendet. Die Atemschutzgeräte samt Ausrüstung seien bereits der Stützpunktfeuerwehr Riedenburg übergeben worden. Damit ist die Beschaffung eines TSF-W vom Tisch. Das Fahrzeug hätte das bisherige Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) ersetzt, das seinerseits an die Feuerwehr Buch weiter gegeben worden wäre. Der Zustand des TSF sei gut, hieß es in dem Schreiben. Eine Ersatzbeschaffung sei daher nicht erforderlich. Damit ist jetzt eine Alternativlösung für die Feuerwehr Buch nötig, nachdem das Jachenhausener TSF nicht bei ihr in Dienst gestellt, sondern in Jachenhausen bleiben wird.

Alles bleibt beim Alten
Also lautete der mehrheitliche Beschluss des Stadtrates; „Für die Feuerwehr Jachenhausen wird auf Grund der Beendigung der Atemschutzarbeit kein TSF-W beschafft. Das bisherige TSF verbleibt weiterhin im Dienst der FF Jachenhausen.“ Vier Ratsmitglieder verweigerten ihre Zustimmung. Lösch trug dem Wunsch der Jachenhausener Kommandanten Rechnung und ließ keine ausufernde Diskussion über die Hintergründe, die zur Beendigung der Atemschutzarbeit geführt hatten, zu.

Es seien bereits Gespräche geführt worden. „Vielleicht ändern sich die Dinge, bevor die nächste Prüfung der Atemschutzträger fällig wird“, hoffte das Stadtoberhaupt. Als Konsequenz stand als nächstes der Beschluss über die Beschaffung eines TSF für die Freiwillige Feuerwehr Buch auf der Tagesordnung. Das Fahrzeug soll weitgehend identisch sein mit den neuen TSF der Wehren Perletzhofen, Eggersberg und Thann.

In der Sitzung wurde zudem die Vergabe der Aufträge für die Beschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeuges 3000 für die Freiwillige Feuerwehr Riedenburg beschlossen. Die Gewerke Fahrgestell und Aufbau gehen an die Magirus GmbH aus Ulm; die Beladung übernimmt die Firma Furtner+Ammer KG aus Landau an der Isar.

Prozessionsspinner

  • Befall:

    Vor kurzem wurde auf dem Spielplatz Baiersdorf der Eichenprozessionsspinner entdeckt. Betroffen sei die gesamte Eichenallee auf dem Areal. Die Gespinste seien abgesaugt und die Absperrbänder entfernt worden, informierte Bauamtsleiter Walter Schattat.

  • Warnung:

    Weil zurückgebliebene Härchen oder Gespinstreste nicht ausgeschlossen werden könnten, blieben die Warnschilder stehen.

Auf den Gesamtaufragswert von 316174,73 Euro entfällt nach Abzug aller Förderungen ein Eigenanteil von 225174,73 Euro auf die Stadt.

Unerfreuliche Nachrichten gab es in Sachen Breitbandausbau. Mit den nicht mit Breitbandanschlüssen versorgten Ortsteile wurde das sogenannte „Los 3“ gebildet. Mit dem mit 80 Prozent geförderten „Höfebonus“ der Landesregierung, sollten die Erschließungsgebiete Laubhof, Depot Schaitdorf, Badesee St. Agatha, Haidhof Nord und Süd, Schullandheim, Harlander Steig, Gleislhofstraße, Wasserwerk und Sportgelände, Aicholding 30, Pillhausen, Asternstrasse 1 und Postkellerweg 12 an die schnelle Autobahn angeschlossen werden.

Füracker soll‘s richten
Doch wie in der ersten Ausschreibung war auch diesmal kein einziges Angebot eingegangen. CWG-Fraktionssprecher Thomas Zehetbauer hatte beantragt, den Tagesordnungspunkt in die öffentliche Sitzung zu verlegen, „damit die Bürger sehen, dass wir etwas tun!“ Lösch wetterte, 80 Prozent Förderung würden nichts helfen, wenn die Ausbaukosten nicht rentabel seien.

Er kündigte an, Albert Füracker auf die Problematik ansprechen zu wollen, wenn der Staatsminister für Heimat und Finanzen demnächst ans Rednerpult auf dem Riedenburger Volksfest tritt. „Jetzt ist die Landespolitik gefordert, die Weichen entsprechend zu stellen!“

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