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Region Kelheim
Sonntag, 23. September 2018 24° 6

Afrikahilfe

Fahrzeugsegnung und Bratwürste

Der Mariannhiller Förderkreis lud ins Frauenbründl.

Pater Thomas segnete vor der Maiandacht die Fahrzeuge. Foto: Hueber-Lutz
Pater Thomas segnete vor der Maiandacht die Fahrzeuge. Foto: Hueber-Lutz

Bad Abbach.„Die 17. Maiandacht war das heuer“: Wolfgang Hiebl, der Bad Abbacher Ansprechpartner des Förderkreises der Mariannhiller Mission, wusste das in diesem Jahr sehr genau. Denn für das kürzlich gefeierte 30-jährige Jubiläum des Förderkreises hatte er sich die Mühe gemacht, nachzuzählen. Von ihrer Anziehungskraft hat die Veranstaltung im Wallfahrtsort Frauenbründl nichts verloren.

Am Parkplatz am Waldrand warteten 75 Fahrzeuge. Ihre Besitzer stellten sie mit der Segnung durch den Mariannhiller Pater Thomas Winzenhörlein unter die schützende Hand Gottes. Die Stühle für die anschließende Maiandacht waren heuer im Schatten rund um den Freialtar aufgestellt, denn eine herrliche Maisonne strahlte vom Himmel. Christen dürfen sich nicht in ein Schneckenhaus zurückziehen, sie haben die Aufgabe, die Welt zu gestalten, sagte der Pater in seiner Predigt. Sowohl die Kollekte als auch der anschließende Erlös des Grillfestes kommen jeweils einem bestimmten Projekt zugute. In diesem Jahr ist es der Brunnenbau für eine neue Station der Mariannhiller Patres in Longido/Tansania, an der Grenze zu Kenia. Auch eine Schule wird dort errichtet. Der Brunnenbau ist aber sehr kompliziert. 185 Meter tief müsse man bohren, um auf sauberes Wasser zu kommen, berichtete Pater Thomas. Der Klimawandel mache sich in dieser Gegend schon sehr bemerkbar. Es gebe kaum mehr Regen, sodass die Massai, die hier als Halbnomaden und Nomaden unterwegs seien, zu wenig Weidemöglichkeiten für ihre Tiere finden.

Für junge Massai, denen nun mehr oder weniger die Berufsgrundlage fehlt, haben die Patres deshalb ein Projekt begonnen. Zunächst sollen sie auf die Haltung von Hühnern umsteigen. Das Ziel ist es aber, eine Berufsschule aufzubauen, damit sie eine Ausbildung erhalten.

Wichtig ist auch die Arbeit mit den Frauen und Mädchen. Sie sollen befähigt werden, neue Wege ohne Verstümmelung zu finden, denn noch wird bei den Massai Beschneidung praktiziert. „Wir setzen hier vielfältig an“, sagte Pater Thomas. Den Besuchern dankte er für die Unterstützung: „Dankeschön und vergelt’s Gott, wir schaffen das alleine nicht!“ (lhl)

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