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Region Kelheim
Freitag, 27. April 2018 16° 3

Warnung

Falsche „Polizisten“ in der Leitung

Anrufer mit mutmaßlich betrügerischen Absichten stießen in Ihrlerstein und Riedenburg auf taube Ohren.

Besteht der Verdacht, dass falsche „Polizisten“ unterwegs sind, sollte man umgehend bei der echten Polizei nachfragen. Foto: Bastian Winter

Ihrlerstein. Die Kelheimer Polizei warnt vor falschen „Kollegen“: In Ihrlerstein und Riedenburg sind am Freitag, 6. April, vormittags mehrere Personen in Ihrlerstein und Riedenburg von einem unbekannten Mann angerufen, der sich als „Kriminalpolizist“ ausgab.

Der vermeintliche Polizist sagte den Angerufenen, dass in ihrer Nähe ein Einbruch stattgefunden habe, bei dem der Täter gefasst werden konnte. Im Notizbuch des Einbrechers seien Name und die Anschrift der angerufenen Person eingetragen gewesen. Somit könnte auch bei den angerufenen Personen in naher Zukunft ein Einbruch stattfinden, gaukelte der „Polizist“ vor. Und erkundigte sich bei dem Gespräch, ob die angerufene Person Schmuck oder sonstige Wertgegenstände im Haus habe.

Das ließ zum Glück die angerufenen Personen misstrauisch werden: Sie „haben alle vorbildlich reagiert und das Gespräch abgebrochen, ohne zuvor Informationen diesbezüglich Preis gegeben zu haben“, lobt die echte Polizei.

Auch die Nittendorfer Polizei meldet am Samstag solche „Fake-Anrufe“; Opfer waren hier Bürger aus dem Raum Hemau. Zum Glück fielen auch sie nicht auf die Masche herein.

Immer wieder geben sich Trickbetrüger am Telefon oder sogar an der Haustür fälschlich als Polizisten aus. In Schwandorf beispielsweise gab es jüngst solche Vorfälle.

Die Polizei warnt vor Trickbetrügern.

Die Polizei rät der Bevölkerung grundsätzlich, keine größeren Geldbeträge in der Wohnung aufzubewahren. Man sollte am Telefon keinerlei Informationen über Wertgegenstände oder Bares in der Wohnung preisgeben und auch keine fremden Personen in die eigenen vier Wände lassen.

„Wenn kleinste Zweifel bestehen, gerade bei Personen, die sich als Polizeibeamte ausgeben, lassen Sie sich den Dienstausweis zeigen“, lautet der Rat der Polizei. Außerdem empfiehlt sie, bei weiteren Zweifeln, das Telefonat zu unterbrechen beziehungsweise die vor der Tür stehende Person warten zu lassen. Dann sollte man die Polizei per Notrufnummer 110 oder bei der örtlichen Dienststelle anrufen und nachfragen, ob ein Grund besteht, warum die Polizei anruft vor der Türe steht. Die Polizei selbst ruft übrigens niemals von der Notrufnummer 110 aus bei Personen an: Sieht man diese Nummer am eigenen Telefon angezeigt, ist höchstes Misstrauen geboten. (hu)

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