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Fast 800 000 Euro für schnelles Internet

Bürgermeister Dr. Uwe Brandl und Ulrich Adams von der Telekom unterzeichneten in Sandharlanden den Vertrag für die Versorgung mit DSL.
von Wolfgang Abeltshauser, mz

Abensbergs Bürgermeister Dr. Uwe Brandl und der Vorstandsbeauftragte der Telekom für den Breitbandausbau Ulrich Adams setzten am Freitag ihre Namen unter den Vertrag. Foto: Abeltshauser

Abensberg.Bis Januar soll es in den Ortsteilen Sandharlanden, Holzharlanden, Arnhofen und Pullach schnelles Internet geben. Bei der Vertragsunterzeichnung für das Projekt in Sandharlanden zwischen Bürgermeister Dr. Uwe Brandl und dem Vorstandsbeauftragten der Telekom für den Breitbandausbau Ulrich Adams versprach dieser eine Übertragungsrate von 50 Megabit pro Sekunde. Und zwar für alle rund 600 Haushalte im Ausbaugebiet. Seit 2009 feilte die Stadt laut Bürgermeister Dr. Uwe Brandl und Breitbandpate Andreas Horsche an dem Projekt.

Für die Stadt Abensberg handelt es sich dabei um eine Investitionssumme von 784 000 Euro. Allerdings erwartet der Bürgermeister davon etwa 60 Prozent als Förderung seitens des Freistaats Bayern. Was immer noch bedeutet, dass die Kommune mindestens 230 000 Euro aus eigener Kasse zu bezahlen hat.

Im Mai rollen die Bagger an

„Wir wollen, dass im Mai die Bagger anrollen“, verkündete Adams. 14 Kilometer Glasfaserkabel gelte es zu verlegen. Bei den Erdarbeiten helfe, dass bereits auf fünf Kilometern Leerrohre im Boden liegen. Trotzdem sei es immer noch ein großes Vorhaben. Acht Multifunktionsgehäuse sollen aufgestellt werden. Sie sind die Anlaufstellen für die Glasfaserkabel. Von dort wird das Signal über die vorhandenen Kupferleitungen in die Haushalte der Ortsteile transportiert.

Ulrich Adams gab zwar den Januar als Zielsetzung aus, er gehe aber eigentlich davon aus, dass die Arbeiten schneller zu Ende zu bringen sind. Zumindest sofern kein strenger Winter die wichtige Baumaßnahme torpediere.

Reinhold Handschuh – Stadtrat aus Sandharlanden – freute sich über die Entwicklung. Denn: „Die Versorgung war in der Vergangenheit mehr als schlecht.“ Dabei bräuchten schon die Kinder für die Schule schnelles Internet. Die Situation in den Ortsteilen war des Öfteren Thema in Bürgerversammlungen und Ratssitzungen. Die Vorarbeiten waren umfangreich. „Für eine Kommune ist das eine große Herausforderung“, betonte Breitbandpate Andreas Horsche. Das Projekt wurde mit Hilfe einer externen Beratungsfirma durchgezogen.

Noch nicht alle Probleme gelöst

Bürgermeister Dr. Uwe Brandl stellte seinerseits heraus, dass Abensberg das komplizierte Vergabeverfahren immerhin in etwa einem Jahr hinbekommen habe. Deshalb sei die in der jüngeren Vergangenheit aufgekommene Kritik, es gehe zu langsam, nicht zu verstehen.

Denn vorgesehen seien für so ein Projekt bis zu zwei Jahre. Er freue sich, einen leistungsstarken Partner gefunden zu haben. Wie es sei, wenn das nicht so ist, habe die Kommune vor einigen Jahren in Offenstetten präsentiert bekommen. Dort kam das Internet-Vorhaben vor einigen Jahren ins Stottern, nachdem der damalige Partner der Kommune seine Zusagen nicht hatte einlösen können.

Ist das Projekt für die genannten vier Ortsteile erst einmal umgesetzt, ist ein großer Schritt für Abensberg getan. Allerdings ist danach immer noch Arbeit zu tun. Einige kleine Anwesen und der Ortsteil Hörlbach werden auch im kommenden Jahr unterversorgt sein. Die jetzt verabredeten Verbesserungen werden sich zwar laut Adams über den Ausbaubereich hinaus positiv auswirken. Aber nicht überall in ausstrahlen.

Der Bürgermeister kündigte aber an, dass auch hier für Abhilfe gesorgt werden soll – „mit welcher Technologie auch immer“. Bei mehreren Bürgerversammlungen hatte der Rathauschef festgestellt, dass das Thema DSL wichtig sei für die Kommune Abensberg. Einen zeitlichen Rahmen nannte Brandl beim Pressegespräch am Rande der Vertragsunterzeichnung für die noch zu erledigende Arbeit nicht.

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