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Brand

Feuerwehrmann stirbt bei Einsatz

Die Kripo Landshut ermittelt in alle Richtungen. Der Kommandant der FFW Niederumelsdorf erleidet einen Herzstillstand und stirbt in einer Klinik.
Von Manfred Forster und Gabi Kahler, MZ

  • Lichterloh brannte es auf dem Hof in Oberumelsdorf am frühen Dienstagmorgen. Foto: RZR Kelheim
  • Lichterloh brannte es auf dem Hof in Oberumelsdorf am frühen Dienstagmorgen. Foto: RZR Kelheim
  • Zahlreiche Feuerwehren waren am Einsatzort. Foto: RZR Kelheim
  • Hoher Sachschaden ist entstanden. Foto: Kahler
  • Bis auf die Grundmauern ist diese Halle abgebrannt. Foto: Kahler

Siegenburg.Ein Großbrand hat am frühen Dienstagmorgen kurz nach drei Uhr zwei Hallen auf dem Kiermeier-Hof in Oberumelsdorf vernichtet. Die Brandursache war am Dienstagabend unklar. „Die Kripo Landshut ermittelt derzeit in alle Richtungen“, so Polizeisprecher Alexander Schraml.

Die Höhe des Sachschadens gibt die Polizei mit rund 800 000 Euro an.

Besonders tragisch ist dieser Einsatz für die Feuerwehr Niederumelsdorf. Ihr langjähriger Kommandant, Johann Datzmann (56), erleidet, als er am Einsatzort eintrifft, einen Herzstillstand, wird reanimiert, stirbt aber kurz darauf in einer Klinik. Einen Nachruf finden Sie hier.

Nach knapp drei Stunden, gegen sechs Uhr am Dienstag, hatte die Feuerwehr den Großbrand auf dem Hopfenbauhof am Ortsende in Oberumelsdorf unter Kontrolle, um sieben Uhr war der Brand gelöscht. Zurück blieben verkohltes Holz und nur noch die Grundmauern. Als die Feuerwehr eintraf, brannten die Hallen bereits „lichterloh“, sagte der Kommandant der Feuerwehr Siegenburg, Martin Ettengruber, der MZ. Aufgabe der Feuerwehr sei es somit gewesen, das Wohnhaus zu schützen.

Drittes Feuer in einem Jahr

Schon im August hatte es im selben Anwesen zweimal gebrannt, vergangene Woche wurde laut dem Hofbesitzer eingebrochen und Motorsägen gestohlen. „Da hat man schon einen unruhigen Schlaf und als der Hund auch noch sehr unruhig war, bin ich raus“, erzählte Hofbesitzer Thomas Kiermeier am frühen Dienstagvormittag der MZ. Dann allerdings sei das Feuer schon durchgebrochen. Kiermeier alarmierte die Feuerwehr, konnte seinen Hund noch retten und die Autos aus der Garage holen. „Dann war die Feuerwehr auch schon da“, erzählte er. Etwa 100 Zentner Hopfen, zwei Schlepper und ein Stapler verbrannten nach Kiermeiers Angaben in den Hallen.

Den ganzen Vormittag am Dienstag waren Experten der Kripo vor Ort. Heute soll ein Gutachter des Bayerischen Landeskriminalamtes zusammen mit den Beamten der Kripo erneut den Brandort begutachten.

Bei dem Feuer Mitte August auf dem selben Anwesen ist ein Schaden in Höhe von rund 150 000 Euro entstanden. Vermutlich wegen eines technischen Defektes war es am 14. August zu dem Brand in der Maschinenhalle gekommen. Kiermeier hatte das Feuer kurz vor fünf Uhr morgens selbst entdeckt. Am 17. August legte ein Schwelbrand, der noch vom Brand drei Tage zuvor stammte, so die Polizei gestern, die Halle in Schutt und Asche.

Feuerwehren im Großeinsatz

Im Einsatz waren am Dienstagmorgen die Wehren aus Niederumelsdorf, Train, Siegenburg, Wildenberg, Elsendorf, Kirchdorf, Mitterstetten, Mallmersdorf, Neustadt, die Werksfeuerwehr der Raffinerie Bayernoil mit der Drehleiter, Schweinbach und die Unterstützungsgruppe der örtlichen Einsatzleitung, „etwa 150 Mann“, schätzte Christian Türk, Zweiter Kommandant der FFW Siegenburg. Der etwa 400 Meter entfernte Weiher diente der Wasserversorgung zusätzlich zum Hydrantennetz. Dazu wurde der Notverbund von der Rottenburger Gruppe geöffnet.

Als die Nachricht von Datzmanns Tod den Einsatzort erreichte, wurde die Niederumelsdorfer Mannschaft vom Einsatz herausgelöst und im Beisein von Kreisbrandrat Nikolaus Höfler, Kreisbrandinspektor Andreas Schöll und der Notfallseelsorge Mona im Feuerwehrhaus Niederumelsdorf betreut.

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