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Verkehr

Freie Fahrt von Kelheim nach Essing

Auf einer Länge von sechs Kilometern ist die Staatsstraße 2230 saniert worden – Flüsterasphalt sorgt für weniger Lärm.
Von Elfi Bachmeier-Fausten

Einige Stunden vor der Freigabe der sanierten Staatsstraße 2230 zwischen Kelheim und Essing trafen sich am 8. November, in Kelheim (v. l.) Tobias Lindner, Abteilungsleiter beim Staatlichen Bauamt Landshut, Bürgermeister Horst Hartmann, MdL Petra Högl, Landrat Martin Neumeyer, Essings Bürgermeister Jörg Nowy, MdL Dr. Hubert Faltermeier und der Leiter der Polizeiinspektion Kelheim, Manfred Vormittag in Kelheim. Foto: Bachmeier-Fausten
Einige Stunden vor der Freigabe der sanierten Staatsstraße 2230 zwischen Kelheim und Essing trafen sich am 8. November, in Kelheim (v. l.) Tobias Lindner, Abteilungsleiter beim Staatlichen Bauamt Landshut, Bürgermeister Horst Hartmann, MdL Petra Högl, Landrat Martin Neumeyer, Essings Bürgermeister Jörg Nowy, MdL Dr. Hubert Faltermeier und der Leiter der Polizeiinspektion Kelheim, Manfred Vormittag in Kelheim. Foto: Bachmeier-Fausten

Kelheim.Nach über dreimonatiger Sperrung ist die Staatsstraße (St) 2230 zwischen dem sogenannten Krankenhauskreisel in Kelheim und Essing am Freitag, 8. November, im Laufe des Nachmittags für den Verkehr freigegeben worden. Mit den Sommerferien war die Sanierung des sechs Kilometer langen Straßenabschnittes begonnen worden. Das ursprüngliche Ziel, bis Ende Oktober mit der Maßnahme fertig zu sein, wurde nicht ganz erreicht. Als Grund nannte Tobias Lindner, Abteilungsleiter beim Staatlichen Bauamt Landshut, noch zusätzliche Arbeiten.

Auch für die Stadt Kelheim und die Gemeinde Essing waren noch Maßnahmen miterledigt worden.

„Alles funktionierte gut“

Einige Stunden vor Freigabe des sanierten Staatsstraßenabschnitts konnte Lindner am Freitag Politiker und Behördenvertreter an der St in Kelheim begrüßen. Wie er sagte, habe die wichtige Verbindungsachse im unteren Altmühltal einige Schäden gehabt. Die Sanierung erfolgte in zwei Abschnitten. Lindner zufolge „hat alles sehr gut funktioniert“.

Noch kleinere Restarbeiten

  • Pläne:

    Wenn auch seit Freitagnachmittag die Staatsstraße 2230 zwischen Kelheim und Essing wieder für den Verkehr freigegeben ist, so ist die Sanierung noch nicht komplett erledigt. Bis Ende November sind noch „kleinere Restarbeiten abseits der Fahrbahn im Bereich des Parkplatzes Gronsdorf und des Geh- und Radwegs. Der Verkehr wird dadurch laut Staatlichem Bauamt jedoch nicht tangiert.

  • Sicherheit:

    Für Bürger war nicht nachvollziehbar, warum die Strecke nicht eher freigeben wurde, da „in den vergangenen Wochen nur noch Kleinigkeiten erledigt wurden“, wie beobachtet wurde. Dazu sagte Abteilungsleiter Lindner vom Staatlichen Bauamt auf Anfrage der Mittelbayerischen: „Es waren immer noch Restarbeiten zu tun.“ Die Sicherheit der Arbeitskräfte „steht auch an erster Stelle“, betonte er.

Auch die Radfahrbrücke bei Essing und ein Stück des Geh- und Radweges seien saniert worden. Die Vollsperrung der Staatsstraße und die Umleitung sei mit einer Einschränkung für Anwohner, dort ansässige Betrieb und auch für alle Verkehrsteilnehmer verbunden gewesen, räumte Lindner ein.

„Überdurchschnittliches Verkehrsaufkommen“

Über 6500 Fahrzeuge, davon 315 Lastwagen, sind laut Staatlichem Bauamt täglich auf der Staatsstraße zwischen Kelheim und Essing unterwegs – im Stadtgebiet Kelheim „sogar gut 7300 Fahrzeuge (darunter 360 Lkw)“. Der Behörde zufolge ein „überdurchschnittliches Verkehrsaufkommen“.

Im Zuge der Sanierung wurden der Oberbau verstärkt und ein lärmmindernder Asphalt (also ein sogenannter Flüsterasphalt) eingebaut. „Gefühlt werde es so sein“, dass eine deutliche Lärm-Reduzierung wahrgenommen werde, so Lindner.

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Wie der Verkehrssicherheits-Ingenieur des Staatlichen Bauamtes, Friedrich Kroll, sagte seien es zwei bis drei Dezibel weniger gegenüber früher.

An die zwei Millionen Euro Kosten

Die Kosten für die Staatsstraßen-Sanierung gab Lindner mit zwei Millionen Euro an, die der Freistaat Bayern zur Verfügung stellte. Die für die beiden Kommunen miterledigten Maßnahmen müssen diese selbst finanzieren. Eine Endabrechnung liegt noch nicht vor. Nach Auskunft der Stadtverwaltung rechnet Kelheim mit einem Gesamtbetrag von zirka 100 000 Euro (neuer Belag Westtangentenbrücke, Gehweg an der St, Einmündungsbereiche bei Gronsdorf und in die Straße in der Nähe des Möbelhauses Gassner).

Nach Auskunft von Essings Bürgermeister Jörg Nowy werde für die Arbeiten an den Zufahrten zu den Anliegern im Bereich Oberau mit Kosten von etwa 15 000 Euro bis 20 000 Euro gerechnet.

Wie Abteilungsleiter Lindner sagte, sei in den nächsten Jahren geplant, die St 2230 bis nach Riedenburg zu sanieren. Aber 2020 seien auf dieser Straße keine Maßnahmen.

Tobias Lindner (l.), Abteilungsleiter beim Staatlichen Bauamt Landshut, informierte MdL Petra Högl, Landrat Martin Neumeyer, Bürgermeister Horst Hartmann, Gerhard Weinzierl, Georg Sinzenhauser, Bürgermeister Jörg Nowy, MdL Dr. Hubert Faltermeier und Kelheims Polizeichef Manfred Vormittag vor der Freigabe der sanierten Staatsstraße 2230 über die erfolgten Maßnahmen. Foto: Bachmeier-Fausten
Tobias Lindner (l.), Abteilungsleiter beim Staatlichen Bauamt Landshut, informierte MdL Petra Högl, Landrat Martin Neumeyer, Bürgermeister Horst Hartmann, Gerhard Weinzierl, Georg Sinzenhauser, Bürgermeister Jörg Nowy, MdL Dr. Hubert Faltermeier und Kelheims Polizeichef Manfred Vormittag vor der Freigabe der sanierten Staatsstraße 2230 über die erfolgten Maßnahmen. Foto: Bachmeier-Fausten

Landrat Martin Neumeyer lobte, dass gut gearbeitet worden sei und wünschte allen, die auf der St unterwegs sind, unfallfreie Fahrt. Die Sanierungszeit sei sicherlich beschwerlich für die Anwohner gewesen, so Bürgermeister Horst Hartmann. Bürgermeister Jörg Nowy betonte, dass eine gute Infrastruktur „sehr, sehr wichtig ist“. Diese Ansicht vertrat auch MdL Petra Högl. Anerkennend über die geleistete Arbeit äußerte sich auch MdL Dr. Hubert Faltermeier.

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