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ÖPNV

Freizeitbus: „Sorgenlinie“ noch pimpen

Veränderungen an Fahrplan und Preis haben die Freizeitbusse im Kreis Kelheim attraktiver gemacht, aber nicht überall.
Von Beate Weigert

Die einen laufen top, andere sind eher ein Sorgenkind: Der Freizeitbus bringt Einheimische und Tagesausflügler auf drei Linien im Kreis Kelheim und darüber hinaus ans Ziel.
Die einen laufen top, andere sind eher ein Sorgenkind: Der Freizeitbus bringt Einheimische und Tagesausflügler auf drei Linien im Kreis Kelheim und darüber hinaus ans Ziel.

Kelheim.Drei Freizeitbus-Linien bringen über den Sommer Einheimische und Tagesausflügler quer durch den Landkreis Kelheim von A nach B. Während die Linie von Riedenburg nach Regensburg fast schon ein Selbstläufer ist, weil das Altmühltal Gäste lockt, war zuletzt die Linie von Abensberg nach Mainburg erneut ein Sorgenkind, die Linie von Kelheim nach Abensberg lief so „lala“. 2019 hat der Landkreis einige Anstrengungen unternommen, um das Angebot zu optimieren. Am Dienstagnachmittag, 12. November, gab‘s im Kreis-ÖPNV-Ausschuss ein erstes Resümee.

Zum einen schraubte man am Preis, um die Freizeitbusse attraktiver zu machen. Die Preise wurden halbiert, und auch die Fahrten pro Betriebstag wurden reduziert. Das half schon mal, so Sachgebietsleiter Stefan Grüttner. Die probeweise Ausweitung der Strecke Riedenburg-Regensburg bis nach Dollnstein im Landkreis Eichstätt kam ebenfalls gut an. Darum will man sie weiterführen. Anteilig an den Kilometern finanzieren die Landkreise Kelheim, Eichstätt und Neumarkt die Kosten des Verkehrsunternehmers. Auf Kelheim entfallen 46,5 Kilometer. Das macht netto gut 41.000 Euro. Das Gremium beschloss, die Verwaltung einen neuen Finanzierungsvertrag ausarbeiten zu lassen.

Spannendere Endstation

2019 ging statt eines 50-Mann-Busses ein Neunsitzer zwischen Abensberg und Mainburg auf Tour. Dennoch brauche es noch weitere Anstrengungen, um die Attraktivität dieser Linie zu steigern. Darin waren sich alle Anwesenden einig. Womöglich brauche es eine spannendere Endstation. Freising etwa. Oder man müsse einen möglichen Abstecher ins Factory-Outlet der Firma Haix bewerben. Dies waren nur zwei Gedankenspiele, die geäußert wurden.

2020 will Sachgebietsleiter Grüttner auch zählen lassen, wie viele Leute von wo bis wo mitfahren. Bislang habe man nur Zahlen über die Ticketverkäufe. Doch ob jemand die komplette Strecke durchfahre oder nach vier Stationen schon wieder aussteige, wisse man aktuell nicht. Zu den Ticket-Verkäufen an sich, sagte Grüttner. „Da ist noch Luft nach oben.“

Verlängerung für Paintner Expressanbindung

Die Expressanbindung von Painten zum Deuerlinger Bahnhof dagegen hat sich bestens bewährt. Der Markt will die Verlängerung. Im Kreis-ÖPNV-Ausschuss hatte niemand etwas dagegen. Einstimmig sprach sich das Gremium dafür aus, dass die RVV-Buslinie 69 weitere drei Jahre Bürger des Marktes zum Bahnhof bringt, damit diese schneller nach Regensburg und zurück kommen.

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Sprang anfangs der Landkreis dem Markt Painten finanziell zur Seite und trug die Hälfte des Defizitausgleichs der Betriebskosten trägt Painten diese Kosten künftig alleine. Der Kreis hilft weiter beim Beantragen von Fördergeldern und wird mit dem Markt Painten das nötige Vergabeverfahren anstoßen.

Konzession für autonome Mini-Busse

Damit der Landkreis ab März 2020 auf drei Test-Strecken in der Region „autonome Verkehre“, sprich pendelnde E-Mini-Busse, an den Start bringen kann, war in der Kreis-ÖPNV-Sitzung eine Formalie nötig. Das Beantragen einer Linienkonzession.

Bereits ab März 2020 sollen Besucher der Stadt Abensberg vom Bahnhof über den Kuchlbauerturm und den Stadtplatz, in einer ersten „Ausbaustufe“ bis zum Aventinusplatz fahren können, so Grüttner.

Fahrradmobilität

  • Konzept:

    Auf Initiative von Kreisrat Richard Zieglmeier (Grüne) will der Landkreis das Thema Fahrradmobiltät vorantreiben und dieses in den Nahverkehrsplan mitaufnehmen.

  • Gutachten:

    Als Erstes soll ein Gutachten erstellt werden. Der Kreis-ÖPNV-Ausschuss beschloss daher einstimmig, für dieses 2020 im Haushalt einen Betrag von 15.000 Euro vorzusehen.

Erst in einer zweiten werde die Route zur Gillamooswiese und zurück miteingebunden. Hier ist ein ganzjähriger Betrieb angedacht. Das zweite Fahrzeug, das man anschaffen will, soll im Winter auf einer „Achter-Schleife“ durch Kelheim rollen - zwischen Wöhrdplatz, Stadtplatz, Altmühl- und Donautor. In den Sommermonaten wird dieses Minigefährt Besucher vom Parkplatz in Weltenburg zum Kloster bringen und wieder zurück. Genehmigungsinhaber wird der Landkreis sein, Verkehrsleiterin Carola Kreuzpaintner vom Landratsamt.

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