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Kirche

Freude ist für den Glauben sehr wichtig

Pfarrer Daniel gefällt es in Offenstetten. Er macht gerne auch im nächsten Jahr die Urlaubsvertretung in der Pfarrei.
Von Peter Hübl

Pfarrer Daniel Ogochukwu Onuorah gefällt es sehr gut in Offenstetten.  Foto: Peter Hübl
Pfarrer Daniel Ogochukwu Onuorah gefällt es sehr gut in Offenstetten. Foto: Peter Hübl

Offenstetten.Seit gut drei Wochen ist Pfarrer Daniel Ogochukwu Onuorah als Urlaubsvertretung in der Pfarreien-Gemeinschaft Offenstetten, Biburg, Sallingberg tätig. Dem Priester aus der Erzdiözese Enugu in Nigeria gefällt es in Bayern sehr gut. Im Gespräch mit unserem Mitarbeiter erzählt der Geistliche über sein bisheriges Leben. Pfarrer Daniel ist eine Frohnatur. Dies macht sich auch bei seinen Gottesdiensten bemerkbar. Er singt gern, zum Abschluss meist ein Lied in seiner Heimatsprache, und er lacht gern. „Freude“, sagt er, „ist für den Glauben sehr wichtig“.

Geboren wurde er am 20. August 1978 in einem kleinen Dorf in der Nähe der Provinzhauptstadt Enugu im südöstlichen Nigeria. Als viertes Kind eines Lehrerehepaars ist er mit einem Bruder und vier Schwestern in einer frommen und glücklichen Familie aufgewachsen. Er war natürlich Ministrant, ein großes Vorbild sei für ihn sein Heimatpfarrer gewesen, dessen Liturgiefeiern immer feierlich und berührend gewesen seien. „Ich wollte wie er sein“, erinnert sich Pfarrer Daniel.

Pfarrer Daniel

  • Kindheit:

    Geboren wurde Daniel Ogochukwu Onuorah am 20. August 1978 in einem Dorf im südöstlichen Nigeria.

  • Ausbildung:

    Nach dem Abitur wartete ein Studienplatz in Pharmazie, aber er entschied sich für das Studium von Theologie und Philosophie.

  • Berufung:

    Am 5. Juli 2008 zum Priester geweiht (dph)

Nach dem Abitur wartete ein Studienplatz in Pharmazie, aber er entschied sich für das Studium von Theologie und Philosophie. Nach erfolgreichem Abschluss wurde er am 5. Juli 2008 zum Priester geweiht. „Ich wollte in die Seelsorge, aber mein Erzbischof hat mich überraschender Weise mit der Leitung eines kleineren Krankenhauses beauftragt. Davon hatte ich natürlich keine Ahnung“, schmunzelt er. Immerhin habe er es sieben Jahre wohl recht erfolgreich ausgeübt, denn der Erzbischof habe dann ziemlich diktatorisch erklärt, dass er ihn zum Studium der Bibelwissenschaften nach Rom schicken wolle. „Dafür braucht man nun alte Sprachen wie Aramäisch, Hebräisch und Griechisch, dazu noch Deutsch, und davon hatte ich so gut wie keine Kenntnisse“. Aber der Erzbischof blieb hartnäckig.

So begann Pfarrer Daniel 2015 sein Studium, lernte in drei Monaten Italienisch, war zweimal zu Deutschkursen in Deutschland, studierte ein Semester in Jerusalem und beendete im Februar dieses Jahres sein Masterstudium. Derzeit forscht er für seine Doktorarbeit.

In Offenstetten gefällt es ihm ausnehmend gut. Die Menschen seien sehr freundlich und die Schwestern des Cabrinihauses umsorgen ihn fürsorglich. Am liebsten würde er hierbleiben und seine Doktorarbeit fertigschreiben, aber im September geht es zurück nach Rom. „Aber ich komme gern im nächsten Jahr wieder zur Urlaubsvertretung, wenn man mich haben will“, sagt er und lacht.

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