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Region Kelheim
Montag, 23. April 2018 22° 8

Symbol

Freundlich, bunt – und leichter

Der Siegenburger Frauenbund hat eine neue Fahne. Den kirchlichen Segen bekam sie an einem besonderen Tag.
Von Karin Einsle

Die neue und die alte Fahne des Siegenburger Frauenbundes. Foto: Einsle

Siegenburg.Mit einem Gottesdienst feierte der Siegenburger Frauenbund seine neue Fahne. Vorständin Kerstin Grim erklärte, diese sei notwendig geworden, weil die bisherige Fahne, die bald 100 Jahre alt wird, einfach zu schwer für die Fahnenträgerin sei. Gerade bei schlechter Witterung, bei Wind, sei es kaum möglich, diese alte Fahne zu tragen.

Grim betonte auch: „Unsere alte Fahne wird nicht ausgemustert, sie hat ihren festen Platz auch hier in der Kirche bei allen kirchlichen Veranstaltungen!“ Dass das Erscheinungsbild anders, moderner ist bestätigte sie, „wir wollten etwas was ins Auge sticht, das freundlich, herzlich und bunt ist – so wie wir selber!“ Pia Bauer hat nach diesen Vorgaben die Fahne entworfen.

2500 Euro investiert

Grim berichtet das die neue Fahne knapp 2500 Euro gekostet hatte, von der Kirchenverwaltung kam ein Zuschuss – über den sich der Verein sehr freute, der Antrag bei der Gemeinde läuft noch.

Pfarrer Franz Becher lobte das Aussehen der neuen Fahne: Auf einer Seite ist die Mutter Gottes zu sehen mit dem Kind, auf der Rückseite das Frauenbundlogo. Dass die neue Fahne exakt an dem Tag gesegnet werde, an dem der „lieben Frau von Guadalupe“ gedacht werde, freute ihn besonders.

Der Tag der Segnung

  • Bedeutung:

    Unsere Liebe Frau von Guadalupe ist das bedeutendste Marienheiligtum Mexikos und zählt zu den bekanntesten Gnadenbildern der Welt. Es stellt Maria als junge Frau in einem roséfarbenen Kleid und einem blaugrünen, von Sternen übersäten Mantel dar.

  • Geschichte:

    Vom 9. bis 12. Dezember 1531 erschien im Stadtviertel Guadalupe am nördlichen Stadtrand von Mexiko-Stadt dem Indio Juan Diego Cuauhtlatoatzin der Überlieferung zufolge viermal eine schöne Frau, die sich als „Maria, die Mutter des einzig wahren Gottes (…) bezeichnete.

Musikalisch wurde der Gottesdienst von Carola Mohr auf der Orgel begleitet. Dass der Nachbarverein Train bei der Weihe mit dabei war freute Grim besonders. Nach der Segnung der Fahne feierte der Frauenbund in der Gemeindebücherei in Siegenburg seine Adventfeier. Von den Vorstandsfrauen wurden verschiedene weihnachtliche Texte vorgelesen.

Tantes Asche verspeist

Mal wurde erinnert, dass ein wenig Zeit, ein Gespräch, ein Brief mehr bedeute als ein Geschenk, in einer weiteren Geschichte aus dem Blickwinkel eines Kindes erklärt, woher die „stade Zeit“ ihren Namen hat: weil die Mama so durch den Advent hetzt, dass sie an Weihnachten keinen Ton mehr rausbringt – daher sei es die „stade Zeit“, wenn die Mama schweigt. Viel zu lachen gab es bei der Geschichte die Pfarrer Franz Becher vorlas: Die betagte Tante aus Amerika war verstorben und ihre Asche kam aus Ersparnisgründen statt in einer Urne in einer hübschen grünen Flasche. Leider ging der Begleitbrief verloren – und so dachte die Familie, in der Flasche befinde sich nesonderes Mehl. Und buk Kuchen draus, der ihr im Nachhinein gar nicht gut bekam. Zum Abschluss gab es noch den Sketch „Das Paar im Theater„ von Silvia Reiter und Doris Göttl

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