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Nadelöhr

(Fuchs)Weg ohne Wiederkehr

Der Fuchsweg in Bad Abbach ist zweigeteilt. Fahrzeuge, die auf dem Fußweg weiterfahren, landen unweigerlich im Bach.
Von Gabi Hueber-Lutz

Wer hier weiter fährt, landet im Bach.  Foto: Hueber-Lutz
Wer hier weiter fährt, landet im Bach. Foto: Hueber-Lutz

Bad Abbach.Bei den Anliegern löst die Situation jedesmal Kopfschütteln aus: „Jetzt steckt schon wieder einer drin!“ Gemeint sind Pkws, kleinere Lieferwägen und sogar Möbelwägen, die im Bachlauf am Fuchsweg landen und dann herausgezogen werden müssen. Kürzlich war richtig viel geboten an der Straße zwischen Bad Abbach und Peising. Am Montag steckte der eine Zustelldienst fest, am Samstag der nächste.

Der Fuchsweg ist durchaus ein wenig speziell, denn er ist zweigeteilt. Die Hausnummern 1 bis 19 und die Nummer 21 werden über die Fauenbrünnlstraße angefahren, die Hausnummern 22 bis 30 und die Nummer 20 über die Peisinger Straße. Das Stück dazwischen ist ein Fußweg und für den Verkehr nicht passierbar. Der Weg ist hierschmal, auf der einen Seite fließt der Abbacher Mühlbach, auf der anderen Seite erhebt sich ein steiler Ranken. Also ist dieses Stück für Kraftfahrzeuge gesperrt. Im Sommerkommen auch die wagemutigsten Fahrer nicht um diese Sperrung herum, denn da befinden sich an beiden Enden Absperrpfosten, die genug Platz zum Beispiel für Fahrradfahrer und Kinderwagen lassen, die Einfahrt von Autos oder noch größeren Fahrzeugen aber verhindern.

Anders im Winter. Zu Beginn der kalten Jahreszeitwerden diese Pfosten entfernt, damit der Winterdienst den Fußweg räumen kann. Ihn benutzen viele Anwohner, zum Beispiel um zur Bushaltestelle zu kommen. Natürlich könnte man den Winterdienst mit einem Schlüssel ausrüsten, um die Verankerung des Pfostens zu lösen und ihn bei Bedarf herausheben. Jedoch frieren diese Pfosten immer wieder fest, wie Bürgermeister Ludwig Wachs auf Nachfrage unseres Medienhauses sagte. Das sei leider keine praktikable Lösung. Auch im Rathaus ist man ziemlich ratlos, was man mit dem Fuchsweg machen soll. Direkt vor der Einfahrt stehen Schilder, die das Zwischenstück eindeutig als Fußgängerweg ausweisen.

Aber die Navis wissen zum Teil nichts von dem unterbrochenen Fuchsweg, erzählen einige Anlieger. Aus dem Lautsprecher kommt dann die Anweisung, geradeaus weiterzufahren

Und dass es Zustelldiensten enorm pressiert, wird gerne ins Feld geführt, wenn die staunenden Betrachter der Szene nach Gründen für die waghalsigen Fahrten suchen. Nun versucht die Gemeinde, die Autofahrer noch eindringlicher auf die Sackgassensituation aufmerksam zu machen. Am Beginn des Weges, der zu den Häusern mit den höheren Nummern führt, war das Sackgassenschild schon ziemlich verblichen. Es wurde jetzt ausgewechselt gegen ein neues und deutlich größeres Schild. Und auch den Pfosten hat man wieder angebracht. Durch die vorhergehenden Regenfälle ist das Bachufer nämlich ziemlich aufgeweicht.

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