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Musik

Fulminanter Abend im Cabrizio

Die Wolperdinger Singers aus Abensberg und Soulfood Delight aus München tischen Berührendes und Begeisterndes auf.

  • Die Wolpis singen tierisch gut, lobte der Münchner Chorleiter Patrick Prestel. Foto: G. Hauke
  • Die Gäste aus München Foto: G. Hauke

Abensberg.Zwei Spitzenchöre trafen kürzlich im Cabrizio in Offenstetten aufeinander. Die hiesigen Wolperdinger Singers aus Abensberg hatten die Münchner Formation „SoulFood Delight“ zum gemeinsamen Konzert eingeladen. Vor ausverkauftem Haus – keine einzige Karte war im Vorfeld mehr zu ergattern – gestalteten die Lokalmatadore die erste Programmhälfte. Mit „Don’t stop me now“ von Queen hatten die Sänger in wenigen Minuten nicht nur die treuen Fans auf ihrer Seite. Die 50 Sängerinnen und Sänger um Chorleiterin Veronica Bertsch stimmten auch leise Töne an und konnten das Publikum bei „Da werd’ i sei“ und bei „Chasing Cars“ an der emotionalen Stelle kitzeln. Mit „Ain’t nobody“ von Rufus und Chaka Khan im Original gelang die Wolpi-Uraufführung dieses Abends bestens und fand große Zustimmung bei den 300 Gästen im Saal.

„Like the way I do“ von Melissa Etheridge und „ Vo Omschberg bis nach Welscherbach“ krönten den Part der stimmgewaltigen Wolpis ab.

Nach der Pause setzten die SoulFood Delights das Konzert fort. Erst seit etwa zwei Jahren singt die Gruppe aus 24 Sängern in dieser Formation zusammen. Nicht zufällig knüpften da die Wolperdinger Singers Kontakt zu den Münchnern – die Organisatorin des Doppelkonzerts Evi Meier und Wolpi-Leiterin Vroni Bertsch singen sowohl bei den Wolpis als auch in diesem Chor mit. Auch der Chorleiter Patrick Prestel ist den Wolpis bestens bekannt – hatte er doch schon in der Vergangenheit einige Workshops mit den Abensbergern abgehalten und viele Stücke extra für den Chor arrangiert.

Es ging mit technischer Unterstützung weiter, denn nicht nur Patrick Prestel, sondern auch Bass-Sänger nutzen Mikrofone zum Beatboxen und schafften so einen satten unvergleichlichen Sound-Untergrund für die restlichen Stimmen. Perfekt aufeinander abgestimmt performten die SoulFoods „Secret of life“ im Arrangement von Jens Johannsen und „I knew you were trouble“ von Taylor Swift. Bei „Shakles“ bekannt durch das Original von der Band Mary Mary konnten es die Zuhörer nicht mehr auf den Sitzen aushalten und tanzten zum groovigen A-cappella Sound mit. Auch die Chorversion von Roger Ciceros „Wenn sie dich fragt“ erntete tosenden Applaus und der witzige Text kam beim Publikum voll an.

Zum krönenden Abschluss trafen sich beide Chöre auf der Bühne und sangen die atemberaubende Chorfassung von Rammsteins „Engel“. Gänsehaut war nicht nur bei Ehrengast Landrat Martin Neumeyer und seiner Frau garantiert. Das Kompliment des Abends kam von Chorleiter Patrick Prestel für die Wolpis in Anspielung an das Fabeltier: „Die Wolpis singen nicht nur tierisch gut, sie sehen auch fabelhaft aus!“ Voll des Lobes entließ man beide Chöre zum geselligen Beisammensein.

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