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Mobilität

Gäste und Kelheimer fahren bald autonom

Der Landkreis will Forschungszentrum werden. Weltenburg- und Abensberg-Besucher könnten bald fahrerlos chauffiert werden.
Von Beate Weigert

Sachgebietsleiter Stefan Grüttner und Landrat Martin Neumeyer mit einem Modell des autonomen Fahrzeugs. Foto: Weigert
Sachgebietsleiter Stefan Grüttner und Landrat Martin Neumeyer mit einem Modell des autonomen Fahrzeugs. Foto: Weigert

Kelheim.Zwei kleine Elektro-Zwerge könnten den Landkreis Kelheim bald überregional ins Rampenlicht rücken. Denn die Region will ein Forschungs- und Innovationszentrum ansiedeln. Gespräche mit potenziellen Partnern und Geldgebern sind laut Landrat Martin Neumeyer und ÖPNV-Sachgebietsleiter Stefan Grüttner schon weit gediehen.

Zusammen mit DB Regio Bus, die bereits einen derartigen Elektro-Mini-Bus, im Kurort Bad Birnbach betreibt, sollen bald autonomen Fahrzeuge im Stadtgebiet Abensberg – vom Bahnhof über Kuchlbauerturm und Altstadt zur Gillamooswiese – und in Weltenburg – zwischen Parkplatz und Kloster – verkehren. Je 15 Passagiere können die EasyMile EZ 10, Fahrzeuge eines französischen Herstellers, auf einmal transportieren.

15 Passagiere kann der echte EasyMile EZ10 fassen. Dies ist ein Modell.  Foto: Weigert
15 Passagiere kann der echte EasyMile EZ10 fassen. Dies ist ein Modell. Foto: Weigert

Nach dem Test im beschaulichen Kurgebiet im Rottal wollen die Verantwortlichen einen nächsten Schritt gehen, so Grüttner, und belebtere Regionen testen. Straßen mit Verkehr oder sehr vielen Fußgängern.

Zudem komme dem Kreis Kelheim zugute, dass er nahe an den beiden bayerischen Autobauern liege, die wohl auch in diese Technologie einsteigen wollten. Auch die OTH Regensburg habe Interesse signalisiert. Die DB-Tochter IOKI wolle das Projekt forschungsmäßig begleiten.Wenn die Gespräche aller Beteiligter weiter so positiv verlaufen, könnte der erste selbstfahrende Mini-E-Bus ab 3. Oktober durch Abensberg rollen.

Landrat Neumeyer verspricht sich von dem Modellprojekt, dass sich ein Forschungs- und Innnovationscluster in der Region bilden könnte. Potentielle neue Arbeitsplätze inklusive.

Der Kelheimer Kreis-ÖPNV-Ausschuss legte dem Vorhaben keine Steine in den Weg. Er gewährte in der Sitzung vom Donnerstagnachmittag, 14. März, dass sich die Verwaltung einmalig an den Entwicklungskosten in Höhe von 20 000 Euro sowie an den laufenden Kosten mit 50 000 Euro jährlich auf fünf Jahre Laufzeit an dem Projekt beteiligen kann. Einzige Gegenstimme kam von der ÖDP.

Um die beiden Busse einsetzen zu können, müssten insgesamt Entwicklungskosten von etwa 60 000 Euro für Streckengutachten, Konzepterstellung, Zulassung, TÜV etc. bezahlt werden. Diesen Betrag würden sich die Städte Kelheim, Abensberg und der Landkreis teilen, so dass jeweils einmalig 20 000 Euro übernommen werden müssten, so Grüttner.

Die Kosten für zwei Fahrzeuge ingesamt beliefen sich auf etwa 1,3 Millionen Euro (laufende Kosten plus mitfahrender Operator). Bei einer Laufzeit von fünf Jahren müssten jährlich 264 000 Euro gedeckt werden. Auch um Fördermittel will man sich bei Bund und Land bemühen. (Ausführlicher Bericht folgt!)

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