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Region Kelheim
Donnerstag, 16. August 2018 30° 1

Haushalt

Gebühren und Steuern bleiben unverändert

Die Erweiterung der Mittagsbetreuung wird realisiert. Die Rücklagen der Gemeinde Münchsmünster sollen anwachsen.
Von Dr. Peter Wöllauer

Derzeit entsteht das neue Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Münchsmünster. Im Januar hat der Gemeinderat den Auftrag für die Dacharbeiten zum Preis von 244 000 Euro vergeben. Foto: Wöllauer
Derzeit entsteht das neue Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Münchsmünster. Im Januar hat der Gemeinderat den Auftrag für die Dacharbeiten zum Preis von 244 000 Euro vergeben. Foto: Wöllauer

Münchsmünster.Die finanzielle Lage der Gemeinde Münchsmünster hat sich auch 2017 recht erfreulich entwickelt, wie Kämmerin Heidi Schwendtner in der jüngsten Gemeinderatssitzung ausführte. Wegen der guten Konjunktur sind die Steuereinnahmen der Gemeinde mehr als erwartet gestiegen. Daher wurde der Umfang des Verwaltungshaushaltes von vorgesehenen 11,5 Millionen Euro auf fast 12,2 Millionen Euro erhöht.

Schulden sollen sinken

Dem Vermögensetat konnten vermehrt Rücklagen zugeführt und Schulden außerplanmäßig getilgt werden. Er umfasste statt geplanter 7,5 Millionen fast 8,6 Millionen Euro. Die Schulden wurden um knapp 1,2 Millionen auf rund 529 000 Euro vermindert und die Rücklagen stiegen von etwa 2,4 Millionen auf knapp 3,3 Millionen Euro. Bis Ende 2018 sollen die Schulden auf 425 000 Euro sinken und die Rücklagen auf 5,5 Millionen anwachsen. Eine Aufnahme von Krediten ist nicht geplant.

Wegen der guten Konjunktur konnten die Hebesätze für Grundsteuer – sowohl für landwirtschaftliche Flächen als auch für bebaute Grundstücke bei bereits seit 1998 geltenden 300 Prozent bleiben. Auch bei der Gewerbesteuer gilt der bisherige Hebesatz (seit 1976) von 320 Prozent. Gebührenerhöhungen sind für dieses Jahr nicht vorgesehen.

Für das Jahr 2019 sollen allerdings die Abwassergebühren überprüft werden. Die Ausgaben der Gemeinde für Maßnahmen auf Straßen können noch nicht genau beziffert werden. Das ist erst möglich, wenn das Gutachten fertig ist. Jedenfalls sind für heuer 250 000 Euro vorgesehen und für die Folgejahre 400 000 Euro. Für Brückensanierungen sind dieses Jahr 50 000 Euro geplant, in den Folgejahren je 100 000 Euro.

Die Kanalsanierung darf 2018 und 2019 je 130 000 Euro kosten. Für Sanierungsarbeiten am Bürgersaal sind 50 000 Euro bereitgestellt. Der Gasthof Rauscher soll verkauft werden, der Bürgersaal jedoch nicht.

Geld für Feuerwehrhaus-Neubau

Im Vermögenshaushalt sind geplant: Feuerwehrauto für Wöhr 50 000 Euro, Neubau des Feuerwehrhauses (gesamt vier Millionen) 2018 drei Millionen Euro. Die seit zwei Jahren geplante Erweiterung der Mittagsbetreuung soll 2018 für Kosten von rund 650 000 Euro (2019 150 000) realisiert werden. Auch die Plätze im Kindergarten Sausewind reicht nicht mehr aus. Als Übergangslösung wird im Turnraum eine Gruppe eingerichtet. Ein Kindergartenneubau ist unumgänglich, aber erst für 2019/20 geplant. Für die Sanierung des bestehenden Gebäudes sind 250 000 Euro vorgesehen.

Zum sehnlich erwarteten Breitbandausbau plant nun die Telekom, einen Teil der Gemeinde zu erschließen.

Für den Rest muss Münchsmünster rund 710 000 Euro in die Hand nehmen, verteilt auf die Jahre 2018 und 2019..

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