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Gedankenspiele zur Bücherei

Stadt und Kirche überlegen, wie es am besten geht, den Abensberger Leseratten ein gutes Angebot in der Stadt zu bereiten.
Von Wolfgang Abeltshauser

Das alte Büchereigebäude hat sichtbar seine besten Tage schon hinter sich. Foto: Abeltshauser
Das alte Büchereigebäude hat sichtbar seine besten Tage schon hinter sich. Foto: Abeltshauser

Abensberg.Es ist nun nicht so, dass die Stadt derzeit arm wäre an Baumaßnahmen. Da sind die Schulen, Kinderkrippen, das Rathaus – und die Straßen. Es könnte sich da ein weiteres Projekt dazugesellen. Derzeit gibt es Überlegungen rund um das Gebäude, in dem derzeit die Bücherei untergebracht ist – und der Kaplan wohnt. Es steht am Barbaraplatz zwischen Kirche und Pfarrhaus. Und ist grundsätzlich sanierungsbedürftig. Außerdem benötigt es eigentlich eine andere Raumaufteilung. Noch steht aber laut Stadtpfarrer Georg Birner und Bürgermeister Dr. Uwe Brandl nicht fest, was genau geschehen soll.

Der Geistliche erläutert auf Nachfrage unseres Medienhauses die grundsätzliche Situation. Der Kaplan hat zu viel Platz in seiner Wohnung, die sich oberhalb der Bücherei befindet. Das sage zumindest das gültige Raumprogramm der Diözese aus. Sei doch die Wohnung ausgelegt für einen Benefiziaten. Den es aber für Abensberg nicht mehr gibt. Für den wäre ein eigener Hausstand mit Haushälterin legitim. Bei einem Kaplan sei das nicht so. Deshalb benötige er nicht so viel Quadratmeter. Und so gebe es in Regensburg sei einiger Zeit Überlegungen dazu.

Mehr Platz wäre gut

Auf der anderen Seite könnte die Bücherei, die seit Jahren gemeinsam von Stadt und Pfarrei betrieben wird, mehr Platz gebrauchen. „Die Räumlichkeiten sind doch sehr beengt“, sagt dazu Birner. Um das zu erkennen, muss man gar nicht erst die Bücherei betreten. Von außen ist gut zu sehen, dass Bücher sogar an den Fensterbrettern platziert sind.

Deshalb hat es schon vor längerer Zeit Gespräche zwischen der Kommune und der Kirche gegeben. Das ist vom Bürgermeister zu hören. Denn eines sei klar: Beide Seiten sprechen sich klar für den Erhalt der Bücherei aus. „Die Resonanz ist gut“, betont Birner. Erste Alternative für den zukünftigen Standort sei auch weiter die Innenstadt. Eine Lösung eher am Stadtrand gefalle nicht so. Sei laut Birner auch gar nicht so einfach umzusetzen.

Jedoch ist die Zeit für konkrete Planungen noch nicht gekommen. Derzeit werde laut Birner von kirchlicher Seite der Wert des bestehenden Gebäudes geprüft. Wie lange das dauert? Das vermag der Stadtpfarrer nicht zu sagen. Sicherlich könne der Betrieb in dem Bau noch einige Jahre so weiterlaufen. Trotzdem sei er nicht in einem guten Zustand. Eine grundlegende Sanierung stehe sei Jahren aus.

In den Augen von Bürgermeister Dr. Uwe Brandl sei es vorstellbar, dass die Kommune das Gebäude kaufe. Sanierungsmaßnahmen könnten unter dem Dach der Altstadtsanierung über die Bühne gehen. Der Rathauschef verrät, dass es da auch schon positive Gespräche mit den übergeordneten Behörden gegeben habe.

Es soll gemeinsam weitergehen

Auch deshalb würde er gerne wissen, wie die Gedankengänge in Regensburg sind. Grundsätzlich sei von dort auch die Alternative genannt worden, die Kommune könnte das Gebäude auf Erbpacht übernehmen. Was bedeutet, die Kirche bleibt Eigentümer des Grundstücks. Die Stadt würde über viele Jahre eine regelmäßige Pacht bezahlen. Diese Lösung gefällt dem Bürgermeister aber nicht. Er ist der Meinung, das würde der Stadt zu viel Geld kosten. Birner und Brandl können sich grundsätzlich vorstellen, die Bücherei weiter gemeinsam zu betreiben. Derzeit ist das die Abmachung: Die Pfarrei stellt die Räume, die Kommune ist für die Kosten zuständig. Wobei die Frauen, die den Betrieb am Laufen halten, alles ehrenamtliche Kräfte sind. Diese Vereinbarung haben Stadt und Pfarrei laut Birner bereits unter einem der Vorgänger des ehemaligen Stadtpfarrers Hans-Josef Bösl getroffen.

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