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Geburtstagsfeier

Gegenwart traf Vergangenheit

Die Kindertagesstätte St. Leonhard feierte Jubiläum. Das Programm war ein Fest für ganz Herrnwahlthann.
Von Edith Vetter

  • Die Kinder waren beim Jubiläumsfest eifrig damit beschäftigt, den vergrabenen „Goldschatz“ zu suchen. Foto: Vetter
  • Die Kneipp-Station in der Kita war Besuchermagnet für Jung und Alt. Foto: Vetter

Herrnwahlthann.Schon von draußen hörte man das Lachen spielender Kinder – obwohl der Kindergarten normalerweise am Wochenende gar nicht geöffnet ist. Dieser Samstag aber war für die Kita kein normaler Samstag, denn man feierte das 40-jährige Bestehen. „Gestern – heute - morgen“, lautete das Motto des bunten Programms.

Das Jubiläum begann mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Andreas, zelebriert von Pfarradministrator Walter Csar unter Mitwirkung der Kinder. Die Kita-Leiterin Manuela Krüger begrüßte die Gäste und umriss kurz die Erfolgsgeschichte der Kita.

Rückblende

  • 1978: Umgestaltung des Schulgebäudes zum Kindergarten.

  • 1996:

    Abriss des alten Gebäudes und Einführung von drei Gruppen.

  • 2002:

    Einführung der Wasseranwendungen (kneippen) von Sebastian Kneipp.

  • 2004:

    Erweiterung Vor- u. Nachmittagsgruppe; 2009: Start Krippengruppe mit 80 Kindern.

Es gab viele Änderungen

Vom kleinen Kindergarten im ehemaligen Schulgebäude mit 30 Kindern bis zur modernen Kinderkrippe mit der Einführung von Kneipp’schen Wasseranwendungen mit rund 80 Kindern habe sich in den vier Jahrzehnten viel verändert. Kindertagesstätten seien heute mehr als Orte der Betreuung. Die Aufgabe der Erzieherinnen liege darin, in der Kita eine vielfältige und anregende Umgebung zu schaffen, die den Kindern einen breitgefächerten Erfahrungs- und Erlebnisraum mit vielen Anknüpfungsmöglichkeiten für den individuellen Entwicklungs- und Bildungsprozess biete, so Krüger.

Die Kinder waren beim Jubiläumsfest eifrig damit beschäftigt, den vergrabenen „Goldschatz“ zu suchen. Foto: Vetter
Die Kinder waren beim Jubiläumsfest eifrig damit beschäftigt, den vergrabenen „Goldschatz“ zu suchen. Foto: Vetter

Sie dankte der Gemeinde, die für die Bedürfnisse der Einrichtung immer ein offenes Ohr habe, sowie den Eltern für die tatkräftige Unterstützung bei der Umsetzung des Festes.

Landrat Martin Neumeyer gratulierte im Namen des Landkreises und hob die verantwortungsvolle Aufgabe der Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen für die Gesellschaft hervor.

„Kinder können sich nicht aussuchen, unter welchen Umständen sie ihre ersten Lebensjahre verbringen. Aber Kinder haben ein Recht darauf, dass ihnen möglichst viel Gutes widerfährt“, begann Bürgermeister Erwin Ranftl seine Begrüßung. Zunehmend sei ein Platz in der Kita für viele Eltern wichtig geworden, um weiter ihren Beruf ausüben zu können. Die Gemeinde bekenne sich zu dieser Verantwortung und gebe viel Geld dafür aus – zum Wohle der Kinder.

Bereits im Vorfeld des Jubiläums hatten sich die Kinder mit der Vergangenheit beschäftigt und mit alten Gegenständen wie Telefonen, Schreibmaschinen, Kleidung oder alten Spielsachen das Leben von früher erkundet. Doch auch der Vergangenheit des Kindergartens selbst konnten die Besucher nachspüren: Zahlreiche Fotos der Kita erinnerten an die vergangenen Jahrzehnte.

Die alten Fotos betrachtet
Viel hat sich in den letzten Jahren getan. Mit großem Interesse wurden die alten Fotos beäugt und manch einer fand sich wieder als Kindergartenkind auf dem Foto. Frieda Engelbrecht, die seit den 80er Jahren in St. Leonhard arbeitete, freute sich, viele Ehemalige und auch ehemalige Kollegen wiederzusehen. „Manche, die als Kinder hier waren, sind heute mit ihren eigenen Kindern hier“.

Neben einem Kneipp-Quiz und Foto- und Kräuterrätseln wurden im Garten auch alte Spiele wie Gummihüpfen, Seilspringen, Sackhüpfen oder eine Schatzsuche angeboten. Für das leibliche Wohl sorgte der Elternbeirat.

Ein Besuchermagnet war die Kneipp-Station, wo Groß und Klein ein Warm-Kalt-Armbad oder ein Fußbad mit bunten Muckelsteinen ausprobieren konnten. Für die ehemaligen Kita-Kinder Mathilda, Lina und Miriam gehören Kneipp-Bäder jetzt zum Alltag, erzählten sie. Das Jubiläum war ein Fest für die ganze Gemeinde.

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