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Beschluss

Gemeinde investiert Geld in Feuerwehr

In Herrngiersdorf wird das alte Feuerwehrhaus renoviert. Die Grundschule bekommt schnelles Internet durch Glasfaser.
Von Edith Vetter

Das in die Jahre gekommene Feuerwehrhaus in Herrngiersdorf wird auf den neuesten Stand gebracht.  Foto: Vetter
Das in die Jahre gekommene Feuerwehrhaus in Herrngiersdorf wird auf den neuesten Stand gebracht. Foto: Vetter

Herrngiersdorf.Die Behandlung der Stellungnahmen von 26 Fachstellen über die Aufstellung des Bebauungsplanes „An den Gärten“ sowie der Haushaltsplan 2020 waren Schwerpunkte in der Gemeinderatssitzung im Sandsbacher Stadl. Bürgermeister Josef Barth las die umfangreichen Stellungnahmen nach der ersten öffentlichen Auslegung vor.

Der Bayerische Bauernverband regte an, hinsichtlich der im Südwesten anliegenden landwirtschaftlichen Nutzung, speziell auf mögliche Geruchsemissionen durch die Ausbringung von Gülle hinzuweisen. Das Landratsamt Kelheim hatte auch aus immissionsschutzfachlicher Sicht Bedenken gegen das geplante Vorhaben, ausgehend von den umliegenden Mastschweinehaltungen und einer direkt angrenzenden Lagerhalle. Das Amt regte an, ein entsprechendes Gutachten zu Lärm und Luftreinhaltung bezüglich Verträglichkeit mit der geplanten Wohnbebauung zu erarbeiten.

Hier setzte die Gemeinde entgegen, dass es sich um eine Gemengelage einer Dorfnutzung handle, wie sie in Sandsbach allgemein vorherrsche. Deshalb sei davon auszugehen, dass derartige Nutzungen nebeneinander geduldet werden, weshalb die Gemeinde eine immissionsschutzrechtliche Untersuchung für unnötig erachte.

Bauland weiterhin sehr gefragt

Die Regierung von Niederbayern, höhere Landesplanung, erinnerte an den absehbaren demografischen Wandel und die daraus resultierenden geänderten Bedürfnisse auf dem Wohnungsmarkt. Vor dem Hintergrund stelle sich die Frage, ob ein Planungskonzept, das auf eine Einzel- und Doppelhausbebauung setze, den Wohnbedürfnissen einer alternden oder Single-Gesellschaft gerecht werden könne.

Auch wurde auf das Handlungsfeld „Daseinsvorsorge und Innenentwicklung“ hingewiesen. Bürgermeister Barth meinte dazu, die Gemeinde sei sich dessen bewusst. Trotzdem seien die Anfragen der Bürger nach Bauland ungebrochen und man entspreche durch das Angebot nur den üblichen Bauinteressen der jüngeren Generation. Die Verwaltung wurde beauftragt, eine erneute öffentliche Auslegung in die Wege zu leiten. Ferner wurde die Firma IMH Ingenieurgesellschaft in Hengersberg mit einem Baugrundgutachten für das Baugebiet „An den Gärten“ in Höhe von 3357 Euro beauftragt.

Weitere Themen

  • Beschluss:

    Die Gemeinde Herrngiersdorf erwirbt an der stillen Beteiligungsgesellschaft der Abens-Donau Energie einen Anteil in Höhe von 8214 Euro.

  • Austausch:

    Diverse Verkehrszeichen im Gemeindebereich werden ersetzt. Für rund 4500 Euro wurden neue in Auftrag gegeben.

  • Sender:

    Im Ortsbereich Sittelsdorf wurde von der Deutschen Telekom ein Sender für die LTE-Anbindung aufgestellt. (eav)

Kämmerer Ludwig Wagner legte den Entwurf des Haushalts 2020 dem Gemeinderat vor, der einstimmig genehmigt wurde. Für die Grundschule ist wieder ein Budget vorgesehen, welches einen Grundbetrag von 7000 Euro und pro Schüler einen Betrag von 46 Euro umfasst. Im Bereich der Bauleitplanungen und Digitalisierung des Flächennutzungsplanes sind Investitionen in Höhe von 65 000 Euro vorgesehen. Im Jahr 2019 wird ein Überschuss von rund 1,5 Millionen Euro erwartet. 445 000 Euro Überschuss vom laufenden Finanzhaushalt stehen für Investitionen zur Verfügung.

Von Grundschule bis Lehrerhaus

Größere Ausgaben seien für das neue Feuerwehrhaus Sandsbach mit einem Teilbetrag von einer Million Euro und für das neue Feuerwehrfahrzeug Sandsbach mit 6000 Euro eingeplant. Die Ausstattung für die Grundschule kostet 10 000 Euro und für den Glasfaseranschluss an der Grundschule werden 21 000 Euro investiert. Für die Sanierung des alten Feuerwehrhauses in Herrngiersdorf kommen 30 000 Euro dazu, in die Turnhalle steckt die Gemeinde 20 000 und in das Lehrerwohnhaus 30 000 Euro.

Weiter seien eine neue Heizung im Altbau des Kindergartens in Höhe von 20 000 Euro sowie für die Kindergarten-Ausstattung in Höhe von 10 000 Euro Investitionsmaßnahmen. Den liquiden Mitteln von 4,5 Millionen Euro müssen im Jahr 2020 1,3 Millionen Euro entnommen werden.

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