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Gemeinde Wildenberg will Strom sparen

Die Gemeinde stellt die Straßenbeleuchtung komplett auf LED um. Die Entscheidung im Gemeinderat erfolgte einstimmig.
von Roswitha Priller

Alte Straßenleuchten haben in Wildenberg bald ausgedient: Die Gemeinde will 2020 alle Brennstellen auf LED-Technik umstellen.
Alte Straßenleuchten haben in Wildenberg bald ausgedient: Die Gemeinde will 2020 alle Brennstellen auf LED-Technik umstellen. Foto: Roswitha Priller

Widelnberg.Rund ein Viertel der 262 Wildenberger Brennstellen leuchten bereits in der stromsparenden LED-Technik. In der jüngsten Gemeinderatssitzung einigten sich die Räte einstimmig, auch die verbleibenden 189 Straßenleuchten auf LED-Technik umzurüsten. Die Brutto-Kosten dafür liegen laut einem vorliegenden Angebot bei 59 300 Euro.

Nach knapp sechseinhalb Jahren sollten sich die Kosten laut Berechnung des externen Beraters Stephan Leibl, der das Konzept in der Juni-Sitzung dem Gremium vorgestellt hatte, amortisiert haben. Die Stromersparnis liege bei bis zu 50 Prozent. Bei der beschlossenen kompletten Umstellung aller Brennstellen auf LED geht das Gutachten von einer Stromersparnis für die Wildenberger von rund 40 000 Kilowattstunden pro Jahr aus. So viel Strom werde etwa von zehn Einfamilienhäusern jährlich verbraucht. Bei einem zugrunde gelegten Strompreis von 22 Cent pro Kilowattstunde amortisiere sich die Investition innerhalb von 6,3 Jahren.

Lebensdauer von 15 Jahren

Das Gremium entschied sich ohne größere Diskussionen für die LED-Leuchtmittel mit 4000 Kelvin. Zudem sollen die Leuchten in den Nachtstunden zwischen ein und fünf Uhr stark gedimmt werden. Auch der Vorteil der wesentlich exakteren Ausrichtung des Lichtkegels bei LED-Leuchten wurde betont. Die Lebensdauer der LED-Leuchten wurde von Leibl mit etwa 75 000 Brennstunden beziffert, das entspricht etwa 15 Jahren.

Bauhof

  • Kosten:

    Die Lagerhalle wird mit einem Blechdach ausgestattet. Die Kosten hierfür betragen laut günstigstem Angebot 10 355 Euro.

  • Container:

    Für die Bauhofmitarbeiter wird ein gebrauchter Container mit Küchenzeile angeschafft. Sie hatten bisher keine Aufenthalts- und Sozialräume. Die Kosten für den Container liegen bei gut 13 000 Euro. Beide Beschlüsse wurden einstimmig gefasst.

Auf Wunsch von Johann Mühlbauer (CSU) wurden zwei Tagesordnungspunkte per einstimmiger Zustimmung betreffend das Baugebiet „Zum Billing I“ von der geschlossenen Sitzung in die öffentliche verschoben. Zwei Baugrundstücke wurden an die Gemeinde zurückübereignet, da die Erstkäufer den in diesem Baugebiet geltenden Bauzwang nicht eingehalten hatten. Innerhalb von drei Jahren nach Kauf sollte der Rohbau stehen, nach fünf Jahren spätestens der Bezug erfolgen. Die Grundstücke waren seinerzeit für einen Quadratmeterpreis von 80 Euro veräußert worden. Zur Diskussion stand jetzt, wie mit den beiden Parzellen in Bezug auf Bauzwang sowie Quadratmeterpreis weiter verfahren werden solle.

Sander Haltmaier (ÖDP) sprach sich dagegen aus, mehr als 80 Euro für den Quadratmeter zu verlangen. Der Preis sei damals von der VG so berechnet worden, es sei unfair, jetzt mehr zu verlangen. Karlheinz Weber (CSU) oder auch Vizebürgermeister Wolfgang Brich (Junge Liste) sprachen sich dafür aus, die Grundstücke an den heutigen Marktpreis angeglichen zu veräußern. Beim aktuellen Baugebiet „Zum Billing II“ liegt der Quadratmeterpreis mit 110 Euro deutlich höher.

Einheimischenmodell

Bürgermeister Winfried Roßbauer (CSU) wollte ebenfalls aus Gerechtigkeitsgründen nicht am Quadratmeterpreis drehen. Die Abstimmung fiel denkbar knapp mit einer Stimme Mehrheit für den ursprünglichen Preis von 80 Euro aus. Mit nur einer Gegenstimme konnte sich das Gremium auf eine Verkürzung des Bauzwangs auf „in drei Jahren bezugsfertig“ einigen. Beide Bauplätze werden neu ausgeschrieben und nach dem Einheimischenmodell vergeben. Bei Punktgleichheit entscheidet das Los.

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Per Beschlussfassung will das Gremium endlich an die schon seit Monaten von der VG angeforderten Buchungszahlen zur Wildenberger Kläranlage kommen. Eine Liste mit den kalkulatorischen Kosten von den über drei Jahrzehnten vor 2004 liege in der VG vor und soll nun den Räten zur Verfügung gestellt werden. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst und wird nun an die VG überstellt.

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