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Umweltschutz

Gemeinden schaffen ökologisches Mosaik

ILE Donau-Laber ergreift die Initiative gegen das Insektensterben. Dabei rücken so genannte „eh-da-Flächen“ in den Fokus

Blühflächen sollen gezielt angelegt werden. Foto: Johann/Fotolia
Blühflächen sollen gezielt angelegt werden. Foto: Johann/Fotolia

Langquaid. Die interkommunale Kooperation der ILE Donau-Laber ergreift Initiative gegen das Insektensterben und zur Erhaltung der ökologischen Grundlagen gerade auch der Landwirtschaft. Im Rahmen der integrierten ländlichen Entwicklung der Region Donau-Laber haben die Bürgermeister der Kooperationsgemeinden in der Projektsitzung in Siegenburg laut einer Pressemittelung beschlossen, das Thema Blühflächen gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Kelheim VöF und dem Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern (ALE) anzugehen. Voraussichtlich werde das Projekt auch übergreifend mit der Nachbar-ILE Hallertauer Mitte durchgeführt.

Geschäftsführer Klaus Blümlhuber und Veronika Stiglmaier als Projektverantwortliche beim VöF stellten das Projekt vor. Ziel ist es, Flächen als ökologisch wertvolle Blühflächen aufzuwerten, die sich im Besitz der öffentlichen Hand befinden. Diese oft unbeachteten „eh-da-Flächen“ (Wegränder, Brachflächen etc.) könnten ein ökologisch wertvolles Mosaik von Lebensräumen für Insekten in der Landschaft werden. Auch die Landwirtschaft könne entsprechend profitieren. In anderen Regionen seien solche Flächen schon als attraktives Lebensumfeld etabliert, wo etwa zum Muttertag unbeschwert Blumen gepflückt werden können. Auch eine Nutzung der Flächen als wertvolle Saatgutlieferanten für einheimische Blühpflanzen und -stauden sei denkbar und ein direkter Wertschöpfungs- und Finanzierungsbeitrag.

„Das Projekt ist schon beim Blühpakt Bayern des Umweltministeriums angemeldet und könnte auch Eingang in den Aktionsplan Insektenschutz auf Bundesebene finden“, so der Sprecher der ILE-Arbeitsgemeinschaft Donau-Laber, der Langquaider Bürgermeister Herbert Blascheck.

Entsprechend sei auch nicht ausgeschlossen, dass sich das Projekt auch auf private und innerörtliche Flächen ausweiten könne. Im ersten Schritt sollen anhand von Luftbildern die öffentlichen Flächen in der Flur gesichtet und auf ihre grundsätzliche Eignung für das Projekt gesichtet werden. Danach entscheidet die Kommune über die Flächenauswahl. Die konkrete Planung von Ansaat, Pflege und Nutzung ist dann Aufgabe von Fachplanern und Landschaftspflegeverband. Dr. Christian Thurmaier vom ALE stellt nicht zuletzt aufgrund der akuten Bedeutung des Insektenschutzes für Ökologie und Ökonomie gleichermaßen eine hohe Förderung des Projektes in Aussicht.

Die Rathauschefs der ILE Donau-Laber sehen sich mit diesem Projekt einmal mehr in ihrem Kooperationsgedanken bestätigt. Unter dem Motto „ILE Donau-Laber – da blüht Dir was“ lasse sich Naturschutz, attraktives Lebensumfeld für die Bewohner der Region und Sicherung der ökologischen und ökonomischen Ressourcen für die Landwirtschaft mustergültig verbinden, so Blascheck.

Seit letztem Jahr arbeiten Bad Abbach, Hausen, Herrngiersdorf, Kirchdorf, Langquaid, Rohr, Saal a.d. Donau, Teugn und Wildenberg an interkommunalen Projekten zur Entwicklung des Lebens- und Wirtschaftsraumes zwischen Donau und Laber entlang der A 93.

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