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Unterricht

Glasfaser bis vor die Trainer Schultüre

Der Internetzugang für die Grundschule soll schneller werden. Elternwünsche bringen Schulleitung in Bedrängnis.
Von Wolfgang Abeltshauser

Die Homepage Grundschule Train. Foto: Wolfgang Abeltshauser
Die Homepage Grundschule Train. Foto: Wolfgang Abeltshauser

Train.Mittels Glasfaser wird in Zukunft die Trainer Grundschule mit dem Internet verbunden sein. 40 000 Euro stehen für die Baumaßnahme im Haushalt, den der Schulverband jetzt einstimmig auf den Weg brachte. Unsicherheiten gibt es derzeit darüber, ob es ab Herbst eine eigenständige erste Klasse an der Schule geben kann oder nicht.

Groß diskutiert wurde der Haushalt des Schulverbandes nicht. Der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Patrick Scheck erläuterte, dass es für den Glasfaser-Anschluss eine hohe Förderung gibt. So wird der Freistaat 80 Prozent der 40 000 Euro übernehmen. Und den Rest zahlt die Kommune Train. Das bestätigte Bürgermeister und Verbandsvorsitzender Gerhard Zeitler. Denn das Gebäude sei ohnehin Eigentum der Kommune. Der Glasfaser-Anschluss bedeute eine Aufwertung des Baus.

Etwas Sorgen machen derzeit die Schülerzahlen. Sie sind für dieses Schuljahr laut Scheck immerhin um mehr als zehn Prozent zurückgegangen. Seit über 25 Jahren habe es in Train noch nie so wenige Schüler gegeben. Allerdings zeige die Geburtenentwicklung, dass es in drei bis vier Jahren wieder in die andere Richtung gehen werde. Zeitler sprach davon, dass der Kindergarten voll sei. Das werde sich in einigen Jahren auch wieder an der Schule auswirken.

Die Finanzen des Schulverbandes im Blick

  • Entnahme:

    Der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Siegenburg berichtete, dass 15 000 Euro der Rücklage entnommen werden sollen, um die Ausgaben für dieses Jahr zu stemmen. Die beteiligten Kommunen sollen so finanziell entlastet werden.

  • Umlage:

    Die Kommunen zahlen pro Schüler eine Summe von rund 2000 Euro. 63 Schüler stammen aus Train, sieben aus Siegenburg.

Allerdings hat Schulleiterin Ingrid König derzeit auch noch Probleme mit einem Gesetz, das nach ihren Worten bereits für das kommende Schuljahr gelten soll. Demnach dürfen Eltern, deren Kinder in einem bestimmten Zeitraum im Jahr geboren sind, selbst entscheiden, ob sie ihre Sprösslinge schon jetzt einschulen lassen oder erst im nächsten Schuljahr. Was in Train folgende Auswirkung habe: Bisher stehen nur zwölf Schüler für die erste Klasse sicher fest. Das sind einige zu wenig. Also müsste – wie in früheren Jahren schon geschehen – die erste mit der zweiten Klasse zusammengelegt werden. Das gab es schon einmal in Train, in Wildenberg gibt es ebenso diese Regelung.

Weiter Anschaffungen

König kündigte an, mit den entsprechenden Eltern noch einmal das Gespräch suchen zu wollen. Denn für das Schuljahr 2020/21 drohe dann eine erste Klasse mit vielen Kindern. Denn dann müsste eingeschult werden. Sie überrasche dieser Trend auch etwas. Denn von anderen Schulleitern höhre sie ganz etwas anderes. Da würden die Eltern diese Möglichkeit eher dafür nutzen, ihre Kleinen so früher als normal in die Schule zu schicken.

Im beschlossenen Investitionsprogramm stehen auch einige Ausgaben für die Infrastruktur der Grundschule. Angeschafft werden sollen mehrere Laptops sowie ein Wäschetrockner. Gesprochen wurde in der Sitzung über die vorhandenen elektronischen Tafeln – die sogenannten Whiteboards. Sie sind laut König durchaus schon in die Jahre gekommen.

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