MyMz
Anzeige

Graffiti statt grauer Spielplatzmauer

Ganz legal sprayten junge Künstler ihre farbenfrohen Motive.
Von Gabi Hueber-Lutz

Schüler, Lehrer und Künstler Marius (links) Foto: Gabi Hueber-Lutz
Schüler, Lehrer und Künstler Marius (links) Foto: Gabi Hueber-Lutz

Bad Abbach.Wenn man auf den Spielplatz hinter dem Grundschul-Sportplatz zugeht, zieht eine leuchtend bunte Mauer sofort den Blick auf sich. Wo bisher graue Tristesse das Bild bestimmte, haben sich nun farbenfrohe Gemälde ausgebreitet. Einige Klassen der Angrüner-Mittelschule und der Grundschule hatten dafür ihren Kunstunterricht ins Freie verlegt.

Der stellvertretende Bürgermeister Christian Hanika und Pentlings Bürgermeisterin Barbara Wilhelm waren zur Vorstellung des Projekts gekommen. Sekt und Häppchen gab es nicht bei dieser Vernissage, aber der Eismann kam als kleines Dankeschön der Gemeinde und brachte kühle Erfrischung. „So ein toller Blickfang“, staunte Wilhelm. „Wow, großes Kino“, lobte Hanika. Er äußerte auch gleich einen Wunsch: Die Mauer sei ja noch lang, und wenn der Lehrplan es erlaube, wäre es toll, wenn noch mehr dieser Gemälde entstehen könnten. Andreea aus der 7M und ihre Klassenkameradin Panna haben zum Beispiel an einem Blick ins Universum mitgearbeitet. Ein Herz mit Flügeln und den Kontinenten auf diesen Flügeln düst durch das Universum und verbreitet seine Botschaft: together – zusammen. Jeder habe eine Zeichnung gemacht und von jedem sei etwas genommen worden, erzählt Andreea. Sie sind stolz darauf: „Es waren unsere Ideen und wir konnten es mitgestalten.“ Ganz einfach sei das Sprayen am Anfang nicht gewesen, aber Spray-Experte Marius habe sie auf Karton ausprobieren lassen und ihnen etwa gezeigt, wie man die Dosen richtig hält und wie man Verläufe sprayt. Marius war ganz begeistert von seinen Kunstschülern: „Die sind unglaublich toll und haben ein großes Auffassungsvermögen.“

Auch die Grundschüler leisteten einen Beitrag. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Claudia Seibel fertigten sie Schablonen in der Art der Keith-Haring-Männchen an. Jedes Kind habe sich dann eine Schablone ausgesucht, erzählten Stella und Julian. Marius zeigte ihnen, wie man sprüht. Nun purzeln die bunten Männchen durch die Bilder der Mittelschüler.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht