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Unterhaltung

Großeinsatz der Theaterleute

Ein Blick hinter die Kulissen vor der Premiere „Der goldene Sarg“ der Theatergruppe der Katholischen Landjugend.
Von Roswitha Priller

Eine Schubkarre hievten Christian Stempfhuber (r.), Martin Zaha (vorne l.) und Christian Hermann (hinten l.) bei den Umbauarbeiten auf die Bühne. Foto: drp
Eine Schubkarre hievten Christian Stempfhuber (r.), Martin Zaha (vorne l.) und Christian Hermann (hinten l.) bei den Umbauarbeiten auf die Bühne. Foto: drp

Wildenberg. Vor nahezu ausverkauftem Haus führte die Theatergruppe der Katholischen Landjugend Pürkwang-Wildenberg am Ostersonntag „Der goldene Sarg“ von Wolfgang Bräutigam im „Pürkwanger Hof“ auf. Regisseurin Silvia Lentner zeigte sich kurz vor der Premiere sehr zuversichtlich: „Wir haben so viel geprobt, in der letzten Woche jeden Tag. Das sitzt jetzt bei allen richtig gut.“

Eine gelassene Atmosphäre

Und genau so gelassen, scheint die Atmosphäre eine gute halbe Stunde vor Beginn hinter der Bühne. Maskenbildnerin Anneliese Büchl ist gerade noch bei Martin Zaha mit der Frisur beschäftigt. Er wird nachher den multiplen Postboten geben. Verschiedene Anbieter hat er im Programm. „Ich schaue bei ihm nur, dass das Gesicht frei ist. Jetzt trägt er halt ein verstecktes Spangerl, damit der lange Pony nicht immer ins Gesicht fällt“, sagt Büchl lachend. Die anderen neun Schauspieler hat sie schon alle mit perfekter Schminke und feschem Haarstyling versorgt. „Wenigstens meine Haare sind schön“, sagt Debütantin Franziska Geigenberger. Ihre langen dunkelbraunen Haare trägt sie in einer aufwendigen Flechtfrisur. „Ich bin voll aufgeregt. Ich habe drei Stellen, bei denen ich immer hängenbleibe“, so Franziska. Und sagt im gleichen Moment diese „Hänger“ fließend auf. „Schau, geht doch“, beruhigt sie Souffleuse Lisa Schauer. Ansonsten stehe Lisa ja auch in ihrem schmalen Kammerl direkt neben der Bühne zur Verfügung.

Die Bühne ist inzwischen komplett hergerichtet. Fast alle Mitglieder der Truppe sind im relativ geräumigen Vorraum neben der Bühne versammelt. Die einen lesen konzentriert ihren Text, Make-up wird gerichtet und ein paar auflockernde Witze machen auch die Runde. Marina Vilser ist noch nicht in das Gewand von Hildegard Schmidt (Frau von Schuster Josef Schmidt) geschlüpft. „Mei, ohne mich werden’s nicht anfangen.

Außerdem kommt ja eh zuerst noch das Vorspiel“, sagt sie ganz cool zu ihren Mitspielern. Sie ist eine der Hauptpersonen und gleich von Beginn an auf der Bühne.

Auf das Vorspiel sind auch wieder viele Zuschauer gespannt. In lustiger Atmosphäre wird da immer die Theatergruppe vorgestellt. „Vor einer Woche haben wir uns erste Gedanken gemacht.“, so Martin Zaha und Christian Stempfhuber. Gemeinsam mit Johannes Mühlbauer haben sie sich den lustigen Schwank ausgedacht, der in wenigen Minuten die Zuschauer auf „Der goldene Sarg“ einstimmen wird. Franziska Mühlbauer, die dieses Mal bei der Regie mitgeholfen hat, kommt zum Anfangsritual hinter die Bühne. „Das wird total super! Ich freue mich schon richtig auf das Stück. Es ist wirklich total lustig“, meint Mühlbauer. Sie hat selbst schon oft mitgespielt.

Alle 14 Beteiligten treffen sich auf der Bühne, um den Startschnaps zu trinken. Dazu erklingt folgender Spruch: „Sauf bis dir die Nase glüht, rot wie ein Karfunkel, dass du eine Lampe hast, in des Lebens Dunkel.“ „Den sagen wir immer, seit wir die neue Bühne haben“, sagt Lentner lachend. Sie ist ruhig und gelassen. „Wir haben so früh mit allem angefangen. Jetzt passt wirklich alles.“

„Sprecht langsam“

Beide Regisseurinnen schärfen den Schauspielern ein: „Sprecht langsam und deutlich. Wartet bis die Zuschauer fertig gelacht haben.“ Und zum herzhaften Lachen hat das Publikum im „Pürkwanger Hof“ an diesem unterhaltsamen Theaterabend wirklich viel Gelegenheit. Das Herrichten zwischen den drei Akten läuft wie am Schnürchen. Damit jeder weiß, was zu tun ist und wer welche Requisite braucht, hängt an jeder Tür ein genauer Plan.

So viel sei verraten: Die Legende vom goldenen Sarg ist von der Gruppe inhaltlich nach Wildenberg verlegt worden. Viel lokaler Bezug ist dabei und auch ein paar bekannte Wildenberger Namen tauchen in dem lustigen Stück auf.

Franziska Geigenbergers Fazit nach dem ersten Akt: „Ich hätte mich gar nicht so fest aufregen müssen.“, voller Bravour hat sie, aber auch alle anderen ihre Rolle gestemmt. Wer Christian Hermann, Marina Vilser, Christian Stempfhuber, Anna und Franziska Geigenberger, Elias Zehentner, Monika Haindl, Maria Lentner, Martin Zaha und Oliver Respondek in „Der goldene Sarg“ sehen möchte, hat dazu noch am Freitag, 6. April, um 20 Uhr und am Samstag, 7. April, um 17 Uhr im Pürkwanger Hof Gelegenheit.

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