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Kirche

Großer Beifall für zwei junge Männer

Gläubige verfolgten die Weihe in Siegenburg mit großem Wohlwollen. Der Bischof betont die Herausforderung für die Diakone.
Von Josef Kastl

Die beiden Weihekandidaten Dirk-Henning Egger (2. von rechts) und Benjamin Raffler traten in der Siegenburger Kirche vor den Bischof  Fotos: Josef Kastl
Die beiden Weihekandidaten Dirk-Henning Egger (2. von rechts) und Benjamin Raffler traten in der Siegenburger Kirche vor den Bischof Fotos: Josef Kastl

Siegenburg.Es war ein freudiger Abschluss des Jubiläumsjahres der katholischen Pfarrei in Siegenburg. 125 Jahre „Dom der Hallertau“, 150 Jahre Pfarrei wurden im Sommer gefeiert, jetzt, einen Tag nach dem Nikolaus-Tag wurden in der dem Heiligen Nikolaus geweihten Kirche in Siegenburg zwei Diakone geweiht.

Die Pfarrei bereitete den beiden Kandidaten, ihrem Praktikanten Dirk-Henning Egger und dem Amberger Praktikanten Benjamin Raffler ein großes Fest. Auch der Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer, der die beiden Kandidaten weihte, merkte das Engagement der Pfarreiengemeinschaft positiv an.

Bischof dankt Siegenburgern

Nach der Diakonenweihe 2018 in Neustadt und der Firmung 2018 in Siegenburg war Bischof Rudolf am Samstag in den Landkreis Kelheim gekommen.

Mit den Worten „Danke, liebe Siegenburger, für dieses Glaubenszeugnis“ brachte er im Weihegottesdienst seine Freude über den Triumphbogen vor dem Kirchenportal zum Ausdruck. Für ihn ist „er Ausdruck und Dankbarkeit und Freude, dass es wieder zwei junge Männer gibt, die dafür Sorge tragen werden, dass Jesus Christus in seinem Evangelium bei uns gegenwärtig wird.“

Strahlend durchschritten die neuen Diakone Benjamin Raffler (li.) und Dirk-Hennig Egger (re.) den Triumphbogen und genossen den Applaus.
Strahlend durchschritten die neuen Diakone Benjamin Raffler (li.) und Dirk-Hennig Egger (re.) den Triumphbogen und genossen den Applaus.

Ministranten und Fahnenabordnungen der kirchlichen Vereine führten die Prozession vom Pfarramt zur Pfarrkirche St. Nikolaus an. Den Einzug der Weihekandidaten Benjamin Raffler und Dirk-Henning Egger mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer und rund 30 Geistlichen durch das Hauptportal begleitete die Kirchengemeinde mit dem Lied „Macht hoch die Tür“.

Für Ortspfarrer Franz Xaver Becher war „dieser Tag der Freude“, ein weiterer Höhepunkt im Doppeljubiläum „125 Jahre Dom der Hallertau /150 Jahre Pfarrei S. Nikolaus“.

Den beiden angehenden Diakonen wünschte er, „dass eure Berufung zündet und dass hier und heute das Feuer in euch entfacht wird“.

Die Predigt ist eine große Herausforderung

Bei der Weihezeremonie rief der Regens des Priesterseminars die Kandidaten auf. Aus der Mitte des Volkes traten Benjamin Raffler und Dirk-Henning Egger vor dem Bischof und bekannten „Hier bin ich“. Auf die Frage „Sind sie würdig?“ bekundete der Regens die Zustimmung der Gemeinde und bat um die Erteilung der Weihe.

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Bischof Rudolf Voderholzer führte kurz in die Verehrung des Evangeliums ein, als die „die zentrale Stelle der Gegenwärtigkeitsform Jesu Christi, mit der alle Sinne angesprochen werden“ und wandte sich dann direkt an die Weihekandidaten. „Euch wird nun die Auslegung, Verkündigung des Evangeliums aufgetragen. Die Predigt ist wohl die größte Herausforderung an euch. Sie braucht Vorbereitung und fordert ein intensives Beschäftigen mit der Auslegung der Texte. Nehmt euch die Zeit. Das Evangelium muss euch sozusagen in Fleisch und Blut übergegangen sein. Ihr müsst gefasst sein, dass einer ,hinter einer Säule steht‘ und gerade auf euer Wort wartet, das ihm weiterhilft.“

Ehelosigkeit oft ein „Stein des Anstoßes“

In der heutigen Zeit sei die Ehelosigkeit immer wieder ein Stein des Anstoßes, sagte er und bat die Gläubigen „dieses Lebenszeugnis der Diakone wohlwollend mit Verständnis zu begleiten und anzunehmen und nicht einzustimmen in den Chor der Vielen, die meinen, das sei vielleicht sogar unbiblisch“.

Ein grosses Ereignis

  • Teilnahme:

    Die Kirche war voll. Viele Christen aus der Pfarreiengemeinschaft waren frühzeitig in die Kirche gekommen, um einen „guten Platz“ zu finden. Der Bischof mischte sich unter die Ministranten und bedankte sich bei jedem für ihre treue Dienste mit einem kleinen Geschenk.

  • Feier:

    Zusammen mit geladenen Gästen fand eine weltliche Feier in einem nahegelegten Lokal statt. Einen kurzen Aufenthalt am Kirchplatz wurde mit Blasmusik untermalt.

In der Weihezeremonie legte der Bischof den beiden Kandidaten die Hand auf, anschließend wurden sie mit Stola und Dalmatik bekleidet und erhielten das Evangeliar überreicht.

In der anschließenden Eucharistiefeier waren die beiden Diakone eingebunden in die Gemeinschaft der Mitbrüder.

Die musikalische Gestaltung der kirchlichen Feier übernahm der Kirchenchor St. Nikolaus unter der Leitung von Rainer Elsässer (Orgel) und Manfred Faltermeier (Kantor). Die Allerheiligen-Litanei wurde von den Scholaren des Priesterseminars St. Wolfgang Regensburg vorgetragen.

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