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Investition

Grüne Au: modern wie nirgends sonst

Die Peisinger Schützen sind der aktivste Verein der Sektion mit vielen Jugendlichen – jetzt ist er fit für die Zukunft.
Von Gabi Hueber-Lutz

  • Pfarrer Albert Walbrunn segnete die neue elektronische Anlage der Peisinger Schützen. Fotos: Hueber-Lutz
  • Ostermeier (li.), Köpke und Möbs

Bad Abbach.Die „Grüne Au“ Peising hat den modernsten Schießstand der Sektion Donautal. Am Sonntag weihten die Schützen ihre neue elektronische Anlage mit einem Tag der offenen Tür ein. Bei jedem Schuss wird ihnen das Ergebnis nun sofort auf den Monitor übertragen, und auch im Schützenstüberl kann man das Schießen verfolgen.

Der Verein boomt

Die Peisinger Schützen hätten sich anfangs überlegt, nur einen Teil der Schießplätze umzustellen, sagte Schützenmeister Arne Köpke. Dann entschieden sie sich aber für eine Komplettlösung. Eine gute Entscheidung, denn „nicht nur die Jugend, auch die erfahrenen Schützen mögen die Anlage“. Viele ältere Schützen nutzen die Möglichkeit des Aufgelegt-Schießens. Und der Jugendbereich boomt. Die Grüne Au hat die meisten jungen Schützen in der Sektion. Die Jugendleiter Thomas Ostermeier und Franz Beck wissen auch warum: „Sommerbiathlon ist unser Zugpferd“, sagt Ostermeier. Insgesamt 16 Jugendliche trainieren hier. Das gesamte Team der Sommerbiathleten ist sehr erfolgreich und fährt demnächst zu den Deutschen Meisterschaften. Sie beteiligt sich aber auch am normalen Schießbetrieb.

Erfolge haben heuer auch die Auflageschützen gefeiert. Erstmals standen sie im Wettkampfbetrieb und sind jetzt gleich in die nächste Gruppe aufgestiegen. Pfarrer Albert Walbrunn lobte die ganze Anlage. „Phantastisch und eine wunderschöne gute Stube“, sagte er mit Blick auf das gemütliche Schützenstüberl. Der Bau stärke sicher das Zusammengehörigkeitsgefühl derjenigen, die hier Kraft für den Alltag tanken. Bei der Einweihung rief Walbrunn den Segen Gottes auf diejenigen herab, die hier tätig sind. Die Grüße des Gaus überbrachte stellvertretender Gauschützenmeister Bernd Schwenk: „Ihr habt eine Menge investiert. Möge das Früchte tragen!“ Rund ein Drittel der Schützenvereine des Gaus verfügt über eine solche elektronische Anlage. Sektionsschützenmeister Andreas Diermeier gratulierte ebenfalls. Die Grüne Au sei der momentan aktivste Verein der Sektion. Zum Tag der offenen Tür hatte Michael Möbs ein Schauschießen organisiert, einen Finalkampf, wie er auch bei den Olympischen Spielen stattfindet. Acht Auflageschützen traten gegeneinander an: Maria Kurth und Beate Huber von Eichenlaub Oberhinkofen, Ursula Schröppel und Georg Schmidbauer vom Patenverein Bad Abbach, und aus Peising Betty Auburger, Robert Sachs, Reinhold Hilt und Karl Heselberger.

Attraktiver Wettkampf

Die Spannung war groß. Zunächst mussten die Schützen eine Serie von zweimal fünf Schüssen abfeuern. Für eine Fünferserie hatten sie 250 Sekunden Zeit. Die Schüsse fielen, wurden über den neuen Monitor im gedrängt vollen Schützenstüberl mitverfolgt, bejubelt, beklatscht – und zwei Schützen schieden aus. Die verbliebenen sechs kämpften nun mit Einzelschüssen gegeneinander. Jeweils 50 Sekunden hatten sie für einen Schuss Zeit. Erster Schuss, zweiter Schuss – und wieder schieden zwei Schützen aus. Die nächsten beiden Schüsse – Karl Heselberger stand als Dritter des Turniers fest und schied aus. Dann die finalen beiden Schüsse: Georg Schmidbauer holte sich vor Ursula Schröppel den Sieg. Eine höchst gelungene Wettkampfpremiere mit Riesen-Stimmung im Schützenstüberl.

Grüne Au: attraktiver Umbau

  • Investition:

    Rund 40 000 Euro hat die Anlage gekostet. Die Schützen wurden von vielen Sponsoren bei der Finanzierung unterstützt.

  • Bauzeit:

    Der Löwenanteil wurde in der Schießpause im Januar erledigt. Der Rest im Lauf der Zeit.

  • Fleiß:

    650 Arbeitsstunden haben die Schützen investiert. Gut die Hälfte davon leisteten Alois Ostermeier und Michael Möbs. (lhl)

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