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Wohnen

Grünes Licht für Wohnbauprojekt

Alexander Merkel darf in Münchsmünster ein weiteres Haus errichten. Das hat jetzt das Landratsamt entschieden.
Von Wolfgang Abeltshauser

Alexander Merkel vor seinem Grundstück. Foto: Wo
Alexander Merkel vor seinem Grundstück. Foto: Wo

Münchsmünster.Das vom Gemeinderat kritisierte Bauvorhaben von Alexander Merkel erhielt jetzt grünes Licht vom Landratsamt. Der Plan des Architekten, auf seinem Grundstück im Abt-Richards-Weg ein zusätzliches Einfamilienhaus zu bauen, ist von der Behörde offiziell genehmigt. Wie von der Mittelbayerischen berichtet, verweigerte das politische Gremium noch im Juli sein Einvernehmen.

Bedenken werden nicht geteilt

Von der Kommune in ihrer schriftlichen Stellungnahme ins Feld geführte bauordnungsrechtliche Bedenken werden vom Landratsamt nicht geteilt. Auf dem Grundstück von Merkel stehen bereits drei Mehrparteienhäuser. Unbebaut ist bisher eine weitere – knapp 500 Quadratmeter große – Fläche. Dort kann sich der Fachmann, der im Berufsleben selbst Bauprojekte Wirklichkeit werden lässt, gut ein zusätzliches Gebäude vorstellen. Das Areal nahe des Bahnhofs eigne sich in seinen Augen vorzüglich, um weiteren Wohnraum zu schaffen. Das sei ja in vielen Kommunen ein Thema. Nicht zuletzt auch in der Gemeinde Münchsmünster, der er eine positive wirtschaftliche Entwicklung bescheinigt. Die Verantwortlichen in der Gemeinde würden da einen guten Job machen.

„Es sind keine Doppelhäuser

Nicht verstehen kann der Fachmann aber, dass die Kommune in ihrer Stellungnahme zum Bauantrag, die ihm vorliegt, weil sie dem Bescheid vom Landratsamt beiliegt, bauordnungsrechtliche Bedenken geäußert hat. Es stünden drei Doppelhäuser auf dem Grundstück. Was bedeute, ein zusätzliches Wohnhaus würde das Baurecht dort nicht hergeben. Was nicht stimme, den es handle sich rechtlich um Mehrparteienhäuser. In diesem Fall sei ein weiteres Gebäude möglich – sagt der Architekt. Denn die Größe der Fläche, die insgesamt bebaut werden darf ,sei in beiden Fällen unterschiedlich.

Er freue sich, dass das Landratsamt allem Anschein nach seine Rechtsauffassung geteilt hat. Die Definition von Doppelhäusern sei klar: Es sind Bauten, bei denen zwei Häuser genau auf einer Grundstücksgrenze zusammengebaut sind. Was in seinem Fall aber nicht der Fall ist. Das gesamte Grundstück ist ja in seinem Eigentum.

Zufahrt größer als gefordert

In der Ratssitzung im Juli monierten die Politiker die in ihren Augen völlig unzureichende Feuerwehrzufahrt für das gesamte Areal. In der schriftlichen Stellungnahme der Kommune ist das nach Merkels Worten interessanterweise gar nicht aufgeführt. Der Architekt betont, dass bei seiner Planung alle gesetzlichen Regelungen eingehalten sind. Sonst wäre sein Antrag ja nie genehmigt worden. Im Gegenteil: Die Zufahrt sei sogar größer dimensioniert als vom Gesetzgeber vorgeschrieben.

Merkel reicht der Kommune trotz der Meinungsverschiedenheiten die Hand. Er könne sich weiter vorstellen, die Kommune zu unterstützen, das Areal beim Bahnhof weiterzuentwickeln.

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