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Region Kelheim
Dienstag, 17. Juli 2018 30° 6

Sitzung

Gschaider folgt auf Pausinger

Der frisch gewählte, neue Vorsitzende des TSV Herrngiersdorf packt künftig auch in der Kommunalpolitik mit an.
Von Edith Vetter

Bürgermeister Josef Barth vereidigte den neuen Gemeinderat Johannes Gschaider. Foto: Vetter
Bürgermeister Josef Barth vereidigte den neuen Gemeinderat Johannes Gschaider. Foto: Vetter

Herrngiersdorf.Abschied und eine Begrüßung prägten die jüngste Gemeinderatssitzung im Gasthaus Haslbeck in Semerskirchen. Gemeinderat Paul Pausinger (FW) verließ aus beruflichen Gründen das Gremium, und als Nachrücker wurde Johannes Gschaider vereidigt.

Auch Posten im Ausschuss

Nachdem Paul Pausinger nach acht Jahren aus eigenem Wunsch ausgeschieden war, rückte Gschaider nach. Als Listennachfolger der Freien Wähler nahm Bürgermeister Josef Barth dem 35-jährigen Maschinenbau-Ingenieur und frisch gebackenen TSV-Vorstand Johannes Gschaider den Amtseid ab. Barth legte ihm auch ans Herz, stets zum Wohle der Bürger zu entscheiden.

Im Anschluss war es nötig, vakant gewordene Ausschussposten neu zu besetzen. Zudem wurde Gemeinderat Gschaider als weiterer Vertreter der Gemeinde zur Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Langquaid berufen.

Bürgermeister Barth informierte über die letzte ILE-Versammlung („Integrierte Ländliche Entwicklung“). Anscheinend würden momentan wieder Gelder fließen, so Barth. Die ILE würde ländliche Gemeinden unterstützen, die sich freiwillig zusammenschließen, um gemeinsam eine zukunftsorientierte und lebenswerte Region zu gestalten.

Ziel ist es, ökonomische, ökologische oder soziale Projekte, die eine Gemeinde alleine nicht realisieren könnte, gemeindeübergreifend zu planen und umzusetzen. Gefördert würden Dorferneuerung, aber auch der ländlicher Straßen- und Wegebau.

Speziell in Herrngiersdorf sei man in der glücklichen Lage, zusammen mit dem Markt Langquaid den Wegeausbau Kitzenhofen-Herrngiersdorf mit diesem Projekt umzusetzen. Positiv sei auch der Umstand, dass man für den Vollausbau nur wenig Grund dazu kaufen müsste. Der Ausbau würde rund 700 000 Euro kosten. Man könne bei dem Wegeausbau-Projekt mit einer 70-prozentigen ILE-Förderung rechnen, so Barth.

Starkniederschläge, Sturzfluten, Erosion. Es vergehe kaum ein Jahr, in dem nicht eine Region damit zu kämpfen habe. Speicherfähige Böden und rückhaltefähige Landschaften seien dazu die entscheidenden Antworten.

Angst vor neuen Fluten

Den Giersdorfern sitze das Starkregenereignis der letzten Jahre noch tief in den Knochen. Deshalb werde die Gemeinde sich dem Projekt „boden:ständig“ vom Amt für Ländliche Entwicklung ab dem Jahr 2019 anschließen, so Bürgermeister Barth.

Der Erhalt der beiden Krankenhäuser in Kelheim und Mainburg war auch Thema der Sitzung. Es stand die Mitgliedschaft beim Förderverein der Goldberg-Klinik auf der Tagesordnung.

Ziel und Zweck des Vereins sei die Verfolgung gemeinnütziger Zwecke in der Unterstützung der Klinik. Dazu zählten sowohl ideelle als auch materielle Unterstützung, die Pflege und Förderung der Verbundenheit mit der Bevölkerung sowie die Förderung von Informationsveranstaltungen. Die Räte wollten sich noch detaillierte Informationen einholen, auch über die Beitragshöhe.

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