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Kult

Gstanzl-Abend sorgte für Lachsalven

Josef Grünbeck und Christian Bräu begeisterten das Publikum. Dann wurden die Gstanzl-Sänger herausgefordert.

Schützenmeisterin Alexandra Wimmer mit den Jungschützen nach dem gelungenen Abend Foto: Goossens
Schützenmeisterin Alexandra Wimmer mit den Jungschützen nach dem gelungenen Abend Foto: Goossens

Kirchdorf.Die Auerhahnschützen veranstalteten in diesem Jahr das Gstanzlsingen und hatten damit einen großen Erfolg. Schützen aus verschiedenen Vereinen, Gstanzl-Liebhaber aus dem ganzen Landkreis und viele andere Gäste erlebten einen vergnüglichen Abend im vollen Pfarrstadel.

Die Schützen hatten den Pfarrstadel mit Schießscheiben und bäuerlichen Accessoires geschmückt und boten köstliche bayerische Schmankerl an. Die Jungschützen servierten die Getränke und keiner brauchte darauf lange zu warten. Die „Rascher Buam“ aus Hemau stimmten zur Begrüßung alle auf einen gemütlichen bayerischen Abend ein. Auch zwischen den Gstanzln unterhielten sie von typischen bayerischen Liedern bis zum Jodler. Die Gäste und die Künstler wurden von Schützenmeisterin Alexandra Wimmer herzlich begrüßt.

Dann ging es mit den Gstanzln los, bei denen Josef Grünbeck, „da Kupferschmied-Sepp“ startete und erst einmal klarstellte, wie man zum Beruf des Gstanzl-Sängers kommt. Nach dieser Vorstellung ging er durch die Reihen der Gäste und es war bewundernswert, wie ihm einfach aus dem Stand ein Gstanzl für verschiedene Zuhörer einfiel und die Gäste zum Lachen brachte.

Ihm folgte Christian Bräu, der „Fipsi“. Von ihm erfuhr man seine Probleme mit dem Facebook und wie es die Frauen negativ beeinflusst. Er versuchte dann mit Gstanzln sein Glück bei den jungen Damen im Stadel. Auch er ging durch die Reihen und suchte sich einige Opfer, denen er teilweise deutliche Worte sagte. Die beiden Herren versuchten es auch bei Schützenmeisterin Wimmer, sie mit süßen Worten und umfangreichen Komplimenten zu Bier und mehr Gage zu überreden. Ein Höhepunkt war, als die beiden Künstler sich gegenseitig auf die Schippe nahmen und obwohl das Ganze live auf der Bühne stattfand, waren die beiden ein herrliches Duo. Noch besser wurde es, als ein Mann aus dem Publikum ihnen gstanzlmäßig sehr deutlich Paroli bot. Es war der Gstanzlsänger Hans Schneider aus Etzenbach, der sehr zum Spaß für das Publikum über sich hinauswuchs und die beiden Künstler ließen sich, sehr zur Freude des Publikums, auf den Wettstreit ein.

Das Gstanzl

  • Herkunft:

    Gstanzl sind eine bayerisch-österreichische Liedform.

  • Lyrik:

    Gstanzl sind Spotlieder, die aus Strophen von zweigliedrigen Versen bestehen.

  • Bezeichnungen:

    Gstanzln werden auch als Schnaderhüpfl, Schleifer oder Flausen bezeichnet.

Die Stimmung war so gut, dass zwar einige nach den Auftritten nach Hause gingen, aber viele noch bis weit nach Mitternacht blieben und noch lange mit versierten Gästen über die Gstanzln diskutierten und Erfahrungen bis hin zu Autogrammkarten austauschten oder sich an der Bar amüsierten.

Die ganze Veranstaltung kann als Erfolg für die Schützen gewertet werden und Schützenmeisterin Wimmer dankte ihrem Team für die perfekte Zusammenarbeit, vor allem den zahlreichen Jungschützen, die tatkräftig zum Erfolg beigetragen hatten. Nach dem Abbau der ganzen Veranstaltung revanchierte sich der Schützenverein mit einem Weißwurstfrühstück bei allen Helfern, die beim Auf- und Abbau geholfen hatten.

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