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Region Kelheim
Samstag, 18. August 2018 31° 1

Stützmauer

Gutachten besagt: „Grobe Fehler“

Bad Abbach: Eine Rückforderung des Honorars scheidet aber aus, da die Rechung bereits bezahlt werden.
Von Gabi Hueber-Lutz

Die Stützmauer  Foto Hueber-Lutz
Die Stützmauer Foto Hueber-Lutz

Bad Abbach.Die Kostenmehrung bei der Sanierung der Stützmauer an den Bräukellern hat hohe Wellen geschlagen. 300 000 Euro waren circa Mehrkosten entstanden. Die Kanzlei Dr. Rauch und Partner hat nun eine rechtsgutachterliche Stellungnahme vorgelegt. Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass grobe Fehler der Bauleitung durch das Büro MKI vorliegen.

Es lasse sich aber nicht nachweisen, ob dem Markt dadurch Schaden entstanden sei. Eine Rückforderung des Honorars scheide aus, da die Rechnung bereits bezahlt wurde.

Eine dienstrechtliche Verantwortung beim Markt Bad Abbach sieht das Gutachten nicht und auch für eine strafrechtliche Verantwortung eines der Beteiligen fehlten jegliche Anhaltspunkte. Das Gremium nahm das bei zwei Gegenstimmen zur Kenntnis. Die überplanmäßigen Ausgaben wurden jedoch trotzdem vom Gremium noch nicht genehmigt. Ernst Gassner (CSU) sagte, es gebe Kontrollmöglichkeiten der Gemeinde, die künftig ausgeschöpft werden sollten. Man erwarte von der Rechtsaufsicht nun eine Stellungnahme, wie es sauber hätte laufen können, sagte Andreas Diermeier (CSU). 
Lange wurde diskutiert, dann eine neue Beschlussfassung zum alten Schulhaus in Dünzling doch wieder zurückgestellt. Der Stand im Moment ist der, dass es einen Beschluss zum Abbruch des alten Schulhauses und zur Errichtung des Dorfgemeinschaftshauses an dieser Stelle gibt und außerdem den Beschluss, dass die Schützen in der Nähe selber ein Schützenheim bauen. Die Freien Wähler und die Zukunft Bad Abbach hatten beantragt, das Schulhaus doch zu sanieren, da nun die Sanierungskosten auch nicht höher lägen als die Kosten für einen Neubau. Vize-Bürgermeister Christian Hanika (FW) bezifferte sie mit 1,1 Millionen Euro.

Das Gremium möchte aber zum einen eine ausführlichere Darstellung der Kosten, zum andern stehen noch Gespräche mit Landrat Martin Neumeyer und dem Amt für ländliche Entwicklung an.

Die Meinungen gingen auch jetzt ziemlich auseinander. Dorfsprecher Walter Blabl setzte sich vehement für den Abriss ein. Er sei sehr überrascht über den Antrag gewesen, denn es habe sich nichts geändert. Auch die 1,1, Millionen bezweifelte er sehr. Hermann Seidl-Schulz (FW) sagte, in Dünzling gebe es eine „schweigende Mehrheit“ für die Sanierung.

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