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Gutachten soll Emissionslage klären

Der Entwurf Bebauungsplan „Doppelfeld II“ in Helchenbach geht in die nächste Runde. Krippenplätze wurden erweitert.
Von Edith Vetter

Plätze in der Kinderkrippe sind weiterhin sehr gefragt.  Foto: EDITH VETTER
Plätze in der Kinderkrippe sind weiterhin sehr gefragt. Foto: EDITH VETTER

Rohr.Aufgrund der Corona-Krise wurde auch in der Marktgemeinde zur Aufrechterhaltung der Handlungsfähigkeit ein siebenköpfiger Ferienausschuss gegründet, der kürzlich im Rathaus tagte. Die Räte hätten alle per E-Mail zugestimmt, erklärte stellvertretende Bürgermeisterin Birgit Steinsdorfer, die die Sitzung leitete.

Die Aufstellung des Bebauungsplans „Doppelfeld II“ in Helchenbach, erhöhter Kinderkrippenbedarf und die Aufnahme des Kernweges ROH 2 für die Planung und Umsetzung des Kernwegenetzes in der ILE Donau-Laber wurden einstimmig auf den Weg gebracht.

Insgesamt beteiligten sich 22 Fachstellen am beschleunigten Verfahren. Diesbezügliche Einwände und Anregungen von einigen Fachstellen sollen in die Planung des Büros Schröter, Abensberg, eingearbeitet werden für die öffentliche Auslegung. Im Besonderen hat das Landratsamt Kelheim, Abteilung Immissionsschutz, darauf hingewiesen, dass bei der Erweiterung des allgemeinen Wohngebietes Doppelfeld nach Westen Immissionsschutzprobleme entstehend könnten: speziell durch eine Lagerhalle für Hackschnitzel und Miscantus (Geräusch- und Staubentwicklung sowie eine mögliche Blendwirkung durch die PV-Anlage).

Der Marktrat beschloss daraufhin, ein Schallgutachten sowie eine Prognose und Beurteilung von Schwebstaub (PM10) und Staubniederschlag ebenso wie ein Reflexions-/Lichtgutachten in Auftrag zu geben. Ferner wurde im Bebauungsplan die Empfehlung aufgenommen, westseitig Schallschutzfenster einzubauen.

Die Regierung von Niederbayern erinnerte, dass neue Siedlungsflächen laut LEP möglichst in Anbindung an geeignete Siedlungseinheiten auszuweisen seien. Eine ungegliederte bandartige Siedlungsentwicklung wegen der nachteiligen Einflüsse auf Naturhaushalt und Landschaftsbild sollte möglichst vermieden werden. Der Ortsteil Helchenbach stellt ein Straßendorf dar, dessen Bebauung sich überwiegend entlang der 870 Meter langen Ortsdurchfahrt befindet.

Durch das geplante Wohngebiet verlängere sich die Ortsdurchfahrt nach Westen hin um 140 Meter. Eine weitere Ausdehnung des Ortsteils Helchenbach nach Westen sollte in Zukunft vermieden werden, so die Anregung der Regierung. Eine weitere Ausdehnung nach Westen sei nicht vorgesehen. Um der Entstehung von „Spekulationsflächen“ vorzubeugen, will der Markt eine Bauverpflichtung aussprechen, die allerdings nicht in den Bebauungsplan aufgenommen werde. Das sei Gegenstand des Notarvertrags.

Die Kinderkrippe „Rohrspatzen“ ist eine begehrte Einrichtung. Derzeit werden 24 Kinder unter drei Jahren betreut. Für Mai wurden bereits 24 Kinder angemeldet – Tendenz steigend. Nach Absprache mit dem Landratsamt Kelheim wurde ein Antrag auf Erhöhung auf maximal 30 Kinderkrippenplätze ab September gestellt. Wie viele Kinder letztendlich aufgenommen werden könnten, hänge davon ab, wie viel Betreuungspersonal zur Verfügung stehe.

Die Rohrer Feuerwehr wird mit 35 neuen Helmen mit Nackenschutz sowie 15 Visieren mit Halterungen aufgerüstet. Das Material wird von der Firma Feuerschutz Zanzerl, Essenbach, für 6288 Euro abgekauft.

Kernwegenetz

  • Finanzierung:

    Geschätzte Baukosten 525 000 Euro. Der Fördersatz liegt bei circa 75 Prozent. (eav)

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