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Finanzplanung

Gute Einnahmen erlauben Rekord-Etat

Biburger Räte genehmigen den Haushalt 2018, der Kinderkrippe, Straßen- und Radweg-Bauten und anders enthält.
von Wolfgang Abeltshauser

Für die Betreuung der Kleinen aus Biburg wird auch heuer viel Geld ausgegeben. Archivfoto: Wo
Für die Betreuung der Kleinen aus Biburg wird auch heuer viel Geld ausgegeben. Archivfoto: Wo

Biburg.Die Biburger Gemeinderäte verabschiedeten in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig einen Haushaltsplan in Rekordhöhe. Die geplanten Ausgaben übersteigen den Ansatz aus 2017, der schon hoch war, noch einmal um knapp 600 000 Euro. Somit steht der Vermögensteil des Haushalts heuer bei 4,3 Millionen Euro.

Vor allem die schon laufenden Arbeiten an Kindergarten und -krippe fallen ins Gewicht. Heuer laufen die Arbeiten für Biburgs erste Kinderkrippe; allein dafür ist heuer gut eine Million Euro angesetzt.

Für die Betreuung der Kleinen aus Biburg wird auch heuer viel Geld ausgegeben. Archivfoto: Wo
Für die Betreuung der Kleinen aus Biburg wird auch heuer viel Geld ausgegeben. Archivfoto: Wo

Bürgermeister Thomas Zachmayer glaubt zwar nicht, dass alle Posten im Haushalt tatsächlich umgesetzt werden. Wenn aber doch, muss Kämmerer Patrick Scheck nach eigenen Worten gehörig in die Rücklage greifen, um alle Ausgaben zu bezahlen. Noch komme man aber ohne Schulden aus.

Zahlen

  • Volumen:

    Der gesamte Haushalt umfasst 6,2 Millionen Euro.

  • Steuern:

    Die Hebesätze für die Grundsteuern liegen bei 350, bei der Gewerbesteuer bei 450 Prozent.

  • Unterstützung:

    Die Kommune erhält weiterhin eine Schlüsselzuweisung, also eine Zahlung vom Staat, um finanzielle Nachteile aufzufangen. Sie beträgt heuer rund 300 000 Euro. (wo)

Weitere große Projekte stehen am Start oder laufen bereits. Im Gemeinschaftshaus soll vor allem der Versammlungsraum saniert werden. Hier sind 600 000 Euro angesetzt. Wie berichtet will Biburg beim schnellen Internet vorankommen. Hier geht es um Kosten von insgesamt 700 000 Euro, verteilt auf zwei Jahre. Die zu erwartende Fördergelder sind dabei aber noch nicht gegengerechnet.

Außerdem sind Wege und Straßen ein großes Thema – heuer und in den kommenden Jahren. So plant die Kommune, bis 2021 drei Gemeindeverbindungsstraßen zu sanieren. Geschätzt 450 000 Euro würde das kosten. Bereits 2018 stehen einige Geh- und Radwege auf dem Arbeitsplan. Insgesamt sind hier über 200 000 Euro vorgesehen.

Immerhin: Die Einnahmen sprudeln noch. So erhofft sich der Kämmerer 730 000 Euro aus der Einkommenssteuer-Beteiligung. Das wäre wieder eine Steigerung zum Vorjahr. Zachmayer betonte, dass sich das neue Baugebiet – und damit die gestiegene Einwohnerzahl – positiv auf den Steueranteil auswirke. Erfreut zeigten sich Scheck und Zachmayer über die 300 000 Euro, die an Gewerbesteuer zu erwarten sind. Ein Wermutstropfen: Die Kreisumlage, die dem Landkreis gezahlt werden muss, macht über 500 000 Euro aus.

Grünes Licht gab es für den Betreiber des Biergartens beim alten Kloster. Er darf künftig auf über 400 Quadratmetern bewirten, so dass 400 Gäste gleichzeitig verköstigt werden können. Alle waren sich einig, dass es positiv sei, wenn es mit dem Biergarten weitergehe.

Zachmayer berichtete, dass die Kommune mittlerweile das Pfarrhaus, das als Priesterwohnung nicht mehr benötigt wird, gekauft hat. Das Pfarrbüro bleibt dort. Die Kirchengemeinde soll monatlich 50 Euro Miete bezahlen.

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