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Freizeit

Handwerk, Essen und ein Sarg

Beim Erntedankfest in Bad Gögging herrschten schönstes Herbstwetter und beste Stimmung. Tausende Besucher feierten

Die Bühne lud zum Tanzen ein. Foto: Zitzelsberger
Die Bühne lud zum Tanzen ein. Foto: Zitzelsberger

Neustadt a.d. Donau.Aus allen Ecken Bayerns strömten die Besucher am Sonntag in den niederbayerischen Kurort, wo sich der Kurplatz mit prachtvoll geschmückten Hütten und einem großen Erntealtar von seiner schönsten Seite zeigte. Mit Freiluft-Gottesdienst, Schuhplattlern, Goaßlschnoizern, Gstanzlsängern, Musik, traditionellem Volkstanz und Erntedankmarkt war für jeden etwas dabei.

Mit buntem Unterhaltungsprogramm  Foto: Zitzelsberger
Mit buntem Unterhaltungsprogramm Foto: Zitzelsberger

Das Erntedankfest eröffnete traditionell mit einem Freiluftgottesdienst auf dem Kurplatz. Trotz noch etwas kühler Temperaturen war der Platz bereits um 10 Uhr besetzt. Der feierliche Gottesdienst wurde von Pfarrer Marcus Lautenbacher stimmungsvoll und anschaulich gestaltet. Warum plötzlich ein schwarzer Sarg mit der Aufschrift „Pizol“ auf den Kurplatz getragen wurde, sorgte zunächst bei einigen Besuchern für Staunen, wurde aber in der anschließenden Predigt schnell aufgeklärt. Lautenbacher setzte sich mit der Frage auseinander wie die christliche Glaubensgemeinschaft zum brandaktuellen Thema Klimaschutz steht. „Es geht nicht um das Klima, die Bienen oder die Bäume, sondern es geht um Gottes Schöpfung, die wir bewahren und retten müssen“, predigte Pfarrer Lautenbacher und sorgte für einen stimmungsvollen Start des Erntedankfestes.

Beim anschließenden musikalischen Frühschoppen mit der Blaskapelle Bad Gögging ließen es sich die Besucher dann bei bayerischer Blasmusik, Kaffee und Kuchen oder Bier und deftigen Schmankerln gut gehen. Auch an den zahlreichen Ständen des Erntedankmarktes herrschte schon reger Betrieb, denn zum Staunen und Stöbern war hier jede Menge geboten.

Unikate aus Handarbeit

Rund 30 Aussteller präsentierten regionale Produkte, Schmankerl und einzigartige Mitbringsel, von Trachtenschmuck und Hopfenlikör über Bücherflohmarkt, Holzdekorationen und Keramik bis hin zu Herbstkränzen, Häkelarbeiten und Dirndlstoffen. Bei dem einen oder anderen Stand konnte man den Künstlern und Handwerkern sogar bei ihrer Schauproduktion über die Schulter schauen. Auch beim Benefiz-Kegeln war wieder einiges los. Der Erlös (Höhe war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt) kommt traditionell wieder dem Förderverein Altenheim St. Josef in Neustadt an der Donau zu Gute.

Stöbern an den Buden Foto: Zitzelsberger
Stöbern an den Buden Foto: Zitzelsberger

Nach der offiziellen Begrüßung durch Neustadts ersten Bürgermeister Thomas Reimer und Tourismus-Managerin Astrid Rundler wurde auf der Bühne getanzt. Die Blaskapelle Ochsentreiber und später die Schreinergeiger luden zum Volkstanz und die Besucher ließen sich nicht lange bitten und wirbelten über den Tanzboden.

Die Ochsentreiber werden übrigens heuer mit dem bayerischen Heimatpreis ausgezeichnet.

Gesundheit

Das Publikum wird jünger

Die Limes-Therme in Bad Gögging punktet in Zeiten von Burnout mit ihrem Rundum-Angebot bei den Besuchern.

Von Schuhplatteln und Goaßlschnoizn, über zünftige Musik und Volkstanzvorführung, bis hin zur Dirndlvorstellung, war auch dieses Jahr wieder jede Menge geboten. Für besonders ausgelassene Stimmung und bayerische Lebensfreude sorgte dabei unter anderem der Auftritt von Gstanzlsänger Josef „Bäff“ Piendl.

Die Gäste nahmen es mit Humor

Dass dabei der ein oder andere Besucher „derbleckt“ wurde tat der Stimmung keinen Abbruch: „Man muss auch über sich selbst lachen können“, freute sich ein Ehepaar aus Ingolstadt darüber, dass sie kurzerhand Inhalt eines der lustigen Gstanzl wurden.

Zukunft

Bad Gögging bleibt sich treu

Wie sieht der Kurort im Jahr 2050 aus, wollte die Mittelbayerische von jungen Menschen wissen. Die Antworten sind vielfältig.

„Wir waren letztes Jahr zum ersten Mal hier, und uns hat es so gut gefallen dass wir gleich wieder gekommen sind“, schwärmte das Paar.

Über das gelungene Fest freute sich am späten Sonntagnachmittag auch das Organisationsteam rund um Tourismus-Managerin Astrid Rundler: „Das Wetter könnte nicht besser sein und die Besucher haben beste Laune – was könnten wir uns mehr wünschen.“

Weitere Berichte aus Neustadt finden Sie hier.

Erntedank

  • Christentum:

    In der römisch-katholischen Kirche wird Erntedank schon mindestens seit dem dritten Jahrhundert begangen. Im Herbst danken die Gläubigen Gott dabei traditionell für die eingebrachte Ernte.

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